US-Forscher klären Wirkungsmechanismus der Pheromone des Weibchens
Forscher der University of Utah haben herausgefunden, wie Elefantenbullen die weiblichen Sexuallockstoffe aufnehmen und in Wallung geraten und warum sie nach geglückter Paarung auch wieder vom Weibchen ablassen. Die Ergebnisse der Untersuchungen an asiatischen Elefanten beschreiben die Wissenschaftler um den Biochemiker Glenn Prestwich in der Fachzeitschrift Biochemistry.
Im Zuge der Paarung schnüffeln die Männchen zunächst mit ihrem Rüssel am Urin des Weibchens. Anschließend steckt der Bulle seinen Rüssel mit einer kleinen Menge des Urins in sein Maul, berichtet ddp. Am Gaumendach liegt das so genannte Vomeronasal-Organ, mit dem er prüft, ob sich Sexuallockstoffe, so genannte Pheromone, im Urin des Weibchens befinden. In diesem Fall ist die Elefantendame bereit zur Begattung – der Bulle gerät in Wallung und besteigt das Weibchen.
Das Team um Prestwich hat nun den genauen Wirkungsmechanismus dieses Pheromons entschlüsselt: Der Sexuallockstoff selbst bindet an ein spezielles Eiweiß im Schleim des Elefantenrüssels. Dieses duftbindende Protein (OBP) sorgt zunächst dafür, dass der Bulle mehr Duftteilchen wahrnimmt und in Wallung gerät. Nach erfolgreicher Begattung wirkt das Protein aber wie eine Putzkolonne: Es entsorgt überschüssige Duftstoffe, und der Bulle, der nicht länger stimuliert ist – lässt von der Elefantenkuh wieder ab.




