Der Workshop will Fachleute aus den Bereichen der Kriminalistik, der Biologie, der Psychologie, der Geschichtswissenschaft, der Informationstechnologie sowie aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen, um den ebenso kontroversen wie aktuellen Fragen rund um das Thema „Biometrie“ nachzugehen, sich produktiv zu streiten und neue Sichtweisen aufzuzeigen.
Keynote-Lecture am 17. Juni um 19.00 Uhr
„Ein vermessenes Leben – Biometrie und Datenschutz“
Ulrich Lepper, Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW
Die Ausmessung biologischer Merkmale zur Identifizierung des Individuums kommt mehr und mehr zur Anwendung. Allerdings sind Nutzen und Gefahren der Sammlung personenbezogener Daten – etwa mit Blick auf ihre Verwendung im biometrischen Reisepass – beim „Nacktscanner“ oder als Teil der Datenvorratsspeicherung politisch wie wissenschaftlich umstritten.
Workshop „Biometrie“ am 18. Juni 2009 (09.00 – 13.30 Uhr)
Als Gastreferent des Workshops am Freitag wird Kriminalhauptkommissar Dirk Schinke vom Polizeipräsidium München über den „Interdisziplinären Ansatz der Operativen Fallanalyse (Profiling)“ sprechen. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club Berlin befasst sich mit dem Thema „Biometrie als Sicherheitstechnologie?“, und Dr. Frank Tschentscher vom Landeskriminalamt NRW schildert die „Praxis der modernen Spurensicherung“.
Der Workshop soll klären, ob biometrische Verfahren tatsächlich zu mehr Sicherheit verhelfen? Bis zu welchem Grad sind Eingriffe in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung hinnehmbar? Und: Was ist eigentlich neu an den gegenwärtigen Debatten?
Beide Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Über eine Vorankündigung und Ihre Berichterstattung würden wir uns freuen. Interessenten werden um eine formlose Anmeldung unter presse@awk.nrw.de gebeten.
