In Deutschland hat jede vierte Person eine Einwanderungsgeschichte. Von diesen 21,2 Millionen Menschen sind rund drei Viertel selbst nach Deutschland zugewandert, ein weiteres Viertel wurde hierzulande geboren. Doch wie geht es dieser vielfältigen Bevölkerungsgruppe – wie zufrieden ist sie? Antworten darauf gibt der aktuelle BiB.Monitor Wohlbefinden 2025 des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Auf Basis des familiendemografischen Panels FReDA und weiterer Datensätze untersucht der diesjährige Monitor, wie sich die Lebenszufriedenheit von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nach ihrer Ein- und Auswanderungsgeschichte unterscheidet. Dies umfasst…
Studie der Technischen Universität Chemnitz untersucht Gespräche zwischen Menschen und Robotern – und erklärt die Hintergründe in einem Podcast. Bereits jetzt arbeiten Menschen eng mit Robotern zusammen, etwa bei der Fertigung in der Industrie. In Zukunft wird das voraussichtlich noch zunehmen. Aber worüber unterhalten sich Mensch-Roboter-Teams eigentlich währenddessen? Und vor allem wie? „Uns interessiert, ob Menschen im Team mit dem Roboter anders sprechen als im Team mit anderen Menschen“, so die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Christina Sanchez-Stockhammer von der Technischen Universität…
Mit über 600 Teilnehmenden fand Ende August/Anfang September die größte Wissenschafts- und Karrieremesse für Deutschland in Boston (USA) statt. Auf der #GAIN25 informierten Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsorganisationen interessierte Nachwuchsforschende in frühen Karrierephasen über ihre Möglichkeiten in Deutschland. Auch die Universität Ulm und die Universitätsmedizin Ulm waren vertreten. Erstmals richtete sich die GAIN auch an nicht-deutschsprachige Forschende, die in Nordamerika tätig sind, und die sich für einen Karriereschritt in Deutschland interessieren. Professor Carl Krill vom Institut für Funktionelle Nanosysteme der Uni…
Wie Kinder ihre Muttersprache lernen, untersuchen Potsdamer Psycholinguisten nicht nur in Deutschland, sondern im weltweiten Vergleich. Ein Team um Prof. Dr. Natalie Boll-Avetisyan und Dr. Rowena Garcia ist dazu in die Philippinen gereist, um vor Ort in einem mobilen Labor zu erforschen, in welchem Alter und unter welchen Bedingungen Kinder subtile Lautunterschiede wahrnehmen. Zudem interessierte sie, wie die Umgebung diese Wahrnehmung beeinflussen kann. „Unsere Forschung ist eine der ersten ihrer Art, die sich auf die Sprachwahrnehmung bei Säuglingen konzentriert, die…
Der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT und die Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation des Fraunhofer IPA freuen sich, den erfolgreichen Start des Fraunhofer-Forschungscampus Twin Transformation bekannt zu geben. Dieses ambitionierte Projekt wurde ins Leben gerufen, um die wirtschaftliche Entwicklung in Oberfranken durch angewandte Spitzenforschung nachhaltig zu stärken sowie einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit der Region zu leisten. Die Realisierung des Forschungscampus wird durch die großzügige Unterstützung der Oberfrankenstiftung ermöglicht – ein starkes Signal für die Relevanz und regionale Verankerung…
Wenn Populationen aufeinandertreffen, tauschen sie oft Gene aus. Aber es treffen auch ihre Sprachen aufeinander, und solche Begegnungen können Sprachen verändern. Wie stark tun sie dies tatsächlich, und unterscheiden sich diese Veränderungen je nach Art des Kontakts? Um diese Fragen zu beantworten, hat eine internationale Studie unter Leitung der Universität Zürich globale Muster des genetischen Austauschs mit linguistischen Daten verknüpft. Die Ergebnisse zeigen, dass Kontakt zwischen Populationen die Ähnlichkeiten zwischen ihren Sprachen weltweit in ähnlichem Mass erhöht, wobei sich die…
Carl-Zeiss-Stiftung fördert interdisziplinäres Projekt zur CO2-Abscheidung und -Speicherung an der Universität Jena mit 1,8 Millionen Euro Nicht nur die Reduzierung von CO2-Emissionen gilt als wichtige Maßnahme zur Senkung des Kohlendioxidgehalts in der Erdatmosphäre, sondern auch das Fangen und Speichern des Treibhausgases aus der Luft. Dementsprechend hat auch die aktuelle Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag die Entwicklung von CO2-Abscheidungs- und Speicherungstechnologien als Ziel ausgegeben. Insbesondere das sogenannte Direct Air Capture (DAC) betrachtet sie dabei als „vielversprechende Zukunftstechnologie, um Negativemissionen zu heben“. Wissenschaftlerinnen…
Heute Wüste – soweit das Auge reicht. Wer genau hinsieht, entdeckt aber auf den Felsen Hunderte eingeritzte Darstellungen. Diese altägyptischen Graffiti zeugen davon, dass sich hier vor mehr als 5.000 Jahren an der Peripherie eine neue Herrschaft herausbildete. Einer dieser Könige nannte sich „Skorpion“. Mit einer Inszenierung als göttlicher Herrscher und rohen Gewaltdarstellungen zeigte er seine Macht. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn hat nun mit Mohamed Abdelhay Abu Bakr in seinem Buch die neuesten Erkenntnisse…
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Lebenserwartung sehr schnell an – von durchschnittlich 62 Jahren für 1900 Geborene auf 80 Jahre für 1938 Geborene. Doch werden die zwischen 1939 und 2000 Geborenen von diesen raschen Gewinnen an Lebenserwartung profitieren? Eine aktuelle Studie legt nahe, dass keine dieser Generationen im Durchschnitt ein Alter von 100 Jahren erreichen wird. Selbst wenn sich die Überlebensrate von Erwachsenen doppelt so schnell verbessern würde, wie prognostiziert, könnte die Lebenserwartung mit den raschen…
Migrationserfahrungen sind von tiefgreifenden Ungewissheiten (Uncertainties) geprägt. Ein interdisziplinäres Symposium an der Universität Bielefeld untersucht am 8. Oktober, wie Unsicherheiten auf Migrationsprozesse, politische Entscheidungen darüber und die Forschung wirken. Die Tagung wird am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld im Rahmen von INTER.SECT ausgerichtet, einem vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderten Forschungsprojekt. Anmeldungen sind bis zum 5. September möglich. Die Tagung beleuchtet Unsicherheiten auf drei eng verknüpften Ebenen. Zunächst stehen die subjektiven Erfahrungen von Migrant*innen im Mittelpunkt. Dabei illustrieren…
Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Universität Tübingen analysierte Herstellung, Technologie und Inhalte von 51 keramischen Ölgefäßen aus der phönizischen Siedlung Mozia, vor der Küste Siziliens. Die Ergebnisse erlauben Einblicke in die immaterielle Dimension der Antike und die zentrale Rolle von Düften für die Identitätsbildung, die Erinnerungskultur sowie den interkulturellen Austausch im Mittelmeerraum der Eisenzeit. Zum ersten Mal hat ein interdisziplinäres Forscherteam eine umfassende Analyse der Herstellung, Technologie und Inhalte von 51 keramischen Ölgefäßen aus der phönizischen Siedlung Mozia auf…
Satellitenbilder, soziale Medien oder Barcode-Scanner in Geschäften bieten einen reichen Datenschatz, der bisher in den Sozialwissenschaften noch wenig genutzt wird. Neue KI-gestützte Methoden helfen hier bei der Auswertung, sie erfordern jedoch viel IT-Knowhow und eine rechtliche und ethische Einordnung. Diese interdisziplinären Fachkenntnisse sollen jetzt in einem Kompetenzzentrum genannt „Societal Observatory Using Novel Data Sources (SOUNDS)“ gebündelt werden. Die Landesregierung fördert dies mit 29 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds, um neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch konkrete wirtschaftliche Impulse für die Transformation der…
Im Projekt HILDE wollen Forschende der HTW Dresden älteren Menschen digitale Kommunikation über haptische Interaktion ermöglichen. Ältere Menschen sind oft einsam, insbesondere wenn sie gesundheitlich eingeschränkt oder auf Pflege angewiesen sind. Smartphone oder Tablet bieten zwar Kontaktmöglichkeiten, doch sind viele Ältere nicht in der Lage, die moderne Technik zu nutzen. Hier setzt das Projekt HILDE der HTW Dresden an. Das dreijährige Forschungsvorhaben hat das Ziel, durch leicht handhabbare digitale Kommunikationsmittel die sozialen Kontakte zu verbessern und der Einsamkeit im Alter…
Ein neues KI-Modell der Universität Freiburg und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) berechnet erstmals, wie sich die Hitzebelastung einer Stadt zukünftig pro Quadratmeter entwickeln wird.Das Modell kann Städte bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen und bietet Impulse für eine klimagerechte Stadtplanung.Am Beispiel von Freiburg simulierten die Forschenden drei verschiedene Klimaszenarien für den Zeitraum von 2070 bis 2099 und zeigen dadurch die Entwicklung von Hitzestunden in Bezug zur Stadtstruktur auf. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Freiburg und des Karlsruher…
TU Berlin startet gemeinsames Forschungsprojekt zur Anpassung des Technologieparks Adlershof an den Klimawandel Klimawandel, Energiekrisen und Hitzestress fordern neue Lösungen für urbane Hightech-Standorte wie den Technologiepark Adlershof. Gemeinsam mit der Betreibergesellschaft des Technologieparks, der WISTA Management GmbH, und der Hochschule Neubrandenburg entwickelt die TU Berlin praxisnahe Strategien, um den Berliner Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof klimaresilient und krisensicher aufzustellen. Das Forschungsprojekt TransformResQ – Transformation zum klimaresilienten Technologiequartier zeigt, wie ein Technologiequartier zukunftsfest wird. Gefördert wird das Projekt mit einer Summe von…
Der ostdeutsche Hochschul- und Wissenschaftsumbau in den 90er Jahren ist inzwischen nicht nur zu einem zeithistorischen Thema geworden, sondern weckt als solches auch Interesse: Die damaligen Prozesse werden zunehmend zum Gegenstand von Tagungen, Untersuchungen und Veröffentlichungen. Dabei ist das Interesse nicht allein zeitgeschichtlich motiviert: Der Wissenschaftsumbau gilt als einer der Vorgänge, die in ihrer Konfliktintensität herangezogen werden müssten, wenn man die anhaltenden Verwerfungen innerhalb der ostdeutschen Teilgesellschaft verstehen möchte. Zweimal vier Kategorien sind in eine Gesamtbetrachtung einzubeziehen. Einerseits betraf der…
Der Forschungsbericht der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management bietet fundierte Einblicke, mögliche Handlungsfelder und strategische Empfehlungen für den verantwortungsvollen KI-Einsatz in der Finanzbranche. Wie setzen Banken heute Künstliche Intelligenz (KI) produktiv ein – und wohin geht die Entwicklung? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Dirk Neuhaus und Salim Willems im aktuellen Forschungsbericht der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management (HFM) nach. Die Analyse zeigt: Vorreiter sind vor allem Länder mit hoher Digitalisierung und Innovationskraft, darunter die USA und westeuropäische Staaten. Banken nutzen…