Tautomycetin bei Transplantationen einsetzbar – Wirkung aber erst am Tier erprobt
Forscher der koreanischen Yonsei Universität haben aus Streptomyces-Bakterien eine wirksame Substanz isoliert, die das Immunsystem des Menschen unterdrücken kann. Wie die Wissenschaftler um San-Kyou Lee im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) schreiben, ruft der Wirkstoff im Gegensatz zu einer Großzahl bisher verwendeter Immunsuppressiva im Tiermodell keine schweren Nebenwirkungen hervor. Klinische Versuche am Menschen stehen bislang noch aus.
Die Substanz Tautomycetin vernichtet ausschließlich T-Zellen und lässt andere Zellarten unangetastet. Die Wirkung trete bereits in sehr geringer Konzentration auf, wie das Forschungsteam bei Mäusen, denen ein Herz transplantiert wurde, zeigen konnten. Die Wirkung war stärker als das in diesem Zusammenhang herkömmlich verwendete Cyclosporin.
Tautomycetin wurde zwar noch nicht beim Menschen erprobt, dennoch räumen die Wissenschaftler der Verbindung ein starkes Zukunftspotenzial ein – dies vor allem aufgrund seiner geringeren Toxizität. Immunsuppressiva werden hauptsächlich bei Organ- und Gewebetransplantationen eingesetzt. Bei diesen Eingriffen kommt es häufig zur Abstoßung des neuen Bestandteils des Körpers, der dem Immunsystem “fremd” ist.





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