Hepatitis-E-Viren (HEV) verursachen normalerweise Leberinfektionen. Sie können aber auch andere Organe befallen und insbesondere neurologische Erkrankungen auslösen. Über die Details ist noch wenig bekannt. Ein Forschungsteam um Michelle Jagst und Prof. Dr. Eike Steinmann aus der Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie der Ruhr-Universität Bochum hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Barbara Gisevius aus dem Forschungszentrum Neuroimmunologie von Prof. Dr. Ralf Gold ein Zellmodell entwickelt, an dem sich die Interaktion des Virus mit Nervenzellen erstmals untersuchen lässt. Damit gelang…
Detaillierte Analyse im Journal Blood von Extramedullären Läsionen beim multiplen Myelom und neue Therapieansätze. Die extramedulläre Erkrankung (EMD) ist ein Hochrisikofaktor beim Multiplen Myelom. Angela Riedel und Leo Rasche vom Uniklinikum Würzburg haben die Mikroumgebung dieser Myelomzellen außerhalb des Knochenmarks erstmals detailliert analysiert und ihre bahnbrechenden Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Blood publiziert. Die Studie zeigt, warum EMD so schlecht auf gängige Immuntherapien anspricht und welche neuen therapeutischen Möglichkeiten in Frage kommen, um auch diese Läsionen erfolgreich bekämpfen zu können. Schon…
DFG-Graduiertenkolleg wird verlängert… Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Graduiertenkolleg unter Federführung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für weitere viereinhalb Jahre / Max-Planck-Institut für Polymerforschung, TU Darmstadt und Universität Stuttgart beteiligt. Doktorandinnen und Doktoranden des Graduiertenkollegs 2516 auf dem Gutenberg-Campus. Foto/©: Pol Besenius / JGU Die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden im Graduiertenkolleg 2516 “Kontrolle über die Strukturbildung von weicher Materie an und mittels Grenzflächen” geht in die nächste Runde: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einer Verlängerung für weitere viereinhalb Jahre zugestimmt und stellt…
Veränderter Lebensstil entstresst das Immunsystem bei Morbus Crohn. Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, bei der Immunzellen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Stress kann die Symptome verstärken und den Krankheitsverlauf beschleunigen. Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Sozialstiftung Bamberg hat kürzlich gezeigt, dass ein multimodales Programm zur Stressbewältigung und Lebensstilveränderung das Immunsystem positiv beeinflussen kann. Die umfangreichen Analysen der Immunzellen für die jetzt in „Inflammatory Bowel Diseases“ veröffentlichte Studie wurden in Essen durchgeführt. Schon länger ist…
…ebnen den Weg für die empfindliche Erkennung von Luftschadstoffen. Um Klimaschadstoffe in der Atmosphäre zu detektieren und überwachen, haben Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL) eine neue Lasertechnologie entwickelt. Ein Hochleistungs-Ytterbium-Scheibenlaser treibt einen optisch parametrischen Oszillator (OPO) an, um hochleistungsfähige, stabile Impulse im kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) zu erzeugen. Dies ermöglicht es Forscher*innen, eine Vielzahl von atmosphärischen Verbindungen zu erkennen und zu analysieren. Die Methode kann eine wichtige Rolle bei der Verfolgung von Treibhausgaskreisläufen und den Auswirkungen des…
Immer wieder finden Forschende bislang unbekannte Arten direkt vor unserer Haustür: SNSB Zoologen haben in Deutschland eine neue Wasserwanzennart entdeckt – eine bisher selbst von Experten übersehene Art, die in Deutschland und ganz Europa heimisch ist. Die Tierchen sind winzig: Nur 2-3 mm misst der Wasserzwerg, eine Gattung der Wasserwanzen. Wasserzwerge sind gesellige Tierchen und leben in stehenden und langsam fließenden Gewässern zwischen dichten Wasserpflanzen. Man findet den Wasserzwerg weit verbreitet in ganz Europa – vertreten durch eine einzige Art:…
Neue Technologie ahmt Natur nach und macht Rhythmusgefühl berechenbar. Menschen und Tiere bewegen sich – ohne bewusst darüber nachzudenken – besonders ökonomisch, indem sie die Eigenschwingungen ihres Körpers nutzen. Ein neues Tool von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) ist nun erstmals in der Lage, dieses Wissen für die effizientere Bewegung von Robotern zu nutzen. Vierbeiner, die sich im Schritt bewegen und langsam schneller werden, fallen irgendwann automatisch in den Trab. Der Grund dafür ist, dass es mehr Energie bräuchte,…
Neuer Ansatzpunkt für die Krebsforschung. Eine aktuelle Studie der Uni Würzburg zeigt, wie ein wichtiges Enzym in unserem Körper bei der Produktion von Selen-Proteinen unterstützt – für die Behandlung von Krebs bei Kindern könnte diese Entdeckung neue Strategien eröffnen. Eigentlich sind Proteine, die das Element Selen enthalten, für uns Menschen überlebenswichtig: Sie helfen beim Abbau schädlicher Stoffe in unserem Körper, unterstützen das Immunsystem und spielen eine wichtige Rolle bei Stoffwechselprozessen. Allerdings können sie auch unerwünschte Aktivitäten entfalten – so etwa…
– h_da präsentiert fahrbereiten Prototyp des „Darmstadt Vehicle“. Das „Darmstadt Vehicle“, kurz DaVe, ist ein neuartiges Allwetter-Fahrzeug für Pendelnde. Es ist als schnelle und komfortable Alternative zum Auto gedacht, soll den öffentlichen Nahverkehr entlasten und zur Mobilitätswende beitragen. Entwickelt wird das Pendler-Bike innerhalb eines Forschungsprojekts am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt (h_da) in Kooperation mit dem Industriepartner Ca Go Bike aus Koblenz. Bei einem Pressetermin wurde nun erstmals ein fahrbereiter DaVe-Prototyp präsentiert. DaVe soll insbesondere Pendelnde ansprechen, die im Umkreis…
Carl-Zeiss-Stiftung fördert Projekt der Hochschule Aalen mit einer Million Euro. Die bisherige Krebstherapie effizienter gestalten bei deutlicher Reduzierung der Nebenwirkungen auf gesundes Gewebe – dies ist das Ziel eines Projekts von Prof. Dr. Andreas Walter, der an der Hochschule Aalen lehrt und forscht. Gefördert wird es mit einer Million Euro von der Carl-Zeiss-Stiftung. Hierzu entwickelt der Biophysiker mit seinem Team neuartige Nanopartikel aus Gold. Die Partikel setzen Strahlen- und Chemotherapie gleichzeitig ein und töten die Krebszellen gezielt ab. Für die…
Mit einem selbst entwickelten, digitalen Monitoring-System wollen Forschende der TU Graz dazu beitragen, dass bei Betonarbeiten kostspielige und potenziell gefährliche Fehler der Vergangenheit angehören. Fehler beim Betonieren können teuer sein. Zu schnell eingegossener Beton führt häufig zu fehlender Farbgleichheit, Unregelmäßigkeiten in der Struktur und unebenen Flächen. Besonders im Fall von Sichtbeton sind dann teure Nacharbeiten durch Betonkosmetiker notwendig, eventuell muss eine Wand sogar wieder abgerissen werden. Zusätzlich birgt es ein gewisses Gefährdungspotenzial für die Arbeitskräfte, wenn der Frischbeton zu schnell…
Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Mainz decken in Kooperation mit Forschenden des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin vielversprechende Eigenschaften des Schädelknochenmarks auf: Das Knochenmark im Schädel stellt eine geschützte und dynamisch expandierende Umgebung für blutbildende Stammzellen dar und unterscheidet sich damit wesentlich vom Knochenmark in anderen Knochenregionen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit Beteiligung von Forschenden des Instituts für Transfusionsmedizin – Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz, die heute in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde. Die Bildung von menschlichen Blutzellen ist ein komplexer…
Wie hindert man Meeresorganismen daran, auf einem Tanker zu siedeln? Diese Frage erfordert kreative Antworten, unter anderem aus der Chemie. Was juckt es einen Tanker, wenn sich Seepocken auf ihm ansiedeln? Angesichts der gigantischen Größe dieser Schiffe sollte man meinen: gar nicht. Die Besiedlung von Schiffsoberflächen mit Meeresorganismen erhöhen aber den Strömungswiderstand so sehr, dass der Treibstoffverbrauch des Schiffs dadurch um bis zu 60 Prozent steigt. Forschende der Ruhr-Universität Bochum entwickelt deswegen spezielle Oberflächen, die es den Organismen ungemütlich machen…
FH Südwestfalen leitet Verbundvorhaben ReForm-regioWald – Vernetzung und regional angepasste Ideen für die Wiederaufforstung im Fokus. Klimawandel, Borkenkäfer und weitere Faktoren haben große Schäden in den Waldbeständen in ganz Deutschland verursacht. Als waldreiche Region ist Südwestfalen besonders stark betroffen. Im Projekt ReForm-regioWald arbeiten Expert*innen und Waldnutzer*innen interdisziplinär und transdisziplinär zusammen, um die Herausforderungen für den Wald anzugehen und Strategien für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Aufforstung von Kalamitätsflächen zu diskutieren. Wie geht man mit Herausforderungen um, die nicht vorhersehbar sind?…
THWS-Studierende nehmen an COSIMA-Wettbewerb teil. Hitzebelastung in Städten verringern – Mikrosystem sorgt für automatische Bewässerung. Ein Team von fünf Robotik-Studierenden der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) nimmt mit einem innovativen Projekt an dem studentischen Wettbewerb COSIMA teil. COSIMA ist ein seit 2009 jährlich stattfindender Wettbewerb für Mikrosystem-Anwendungen, der vom VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) veranstaltet wird. Das THWS-Team ist eines von neun studentischen Teams, die ihre Projekte auf der Fachmesse electronica in München präsentieren werden. Das Projektteam der…
Ein internationales Forscherteam hat einen neuen Mechanismus identifiziert, der für die Produktion von Zellproteinen entscheidend ist. Wenn dieser Mechanismus gestört ist, wird die Bearbeitung („Spleißen“) der Baupläne fehlerhaft, die die Zelle zur Herstellung von Proteinen verwendet. Die Arbeiten unter Federführung der Goethe-Universität Frankfurt könnten erklären, wie bestimmte Mutationen zur Netzhaut-Erkrankung Retinitis pigmentosa führen. Sie könnten aber auch den Weg zu neuen diagnostischen Tests und Therapien bei vielen anderen Krankheiten eröffnen, etwa bestimmten Krebsarten, Parkinson oder Alzheimer. Gene enthalten die Bauanleitungen…