Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Forschung mit Neutronen für bessere mRNA-Medikamente

Spätestens, seit die ersten mRNA-Impfstoffe gegen das SARS CoV2-Virus in Deutschland zugelassen sind, ist der Begriff mRNA auch über Fachkreise hinaus bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich mit Hilfe der “Boten-RNA” nicht nur Impfstoffe herstellen lassen. Rund 50 Verfahren zur Behandlung von Krankheiten, darunter Krebserkrankungen, werden bereits in klinischen Studien untersucht. Forschende des Pharma-Unternehmens AstraZeneca haben nun mit Unterstützung von Neutronenforschern des Forschungszentrums Jülich herausgefunden, wie sich die subkutane Verabreichung von mRNA verbessern lässt. Ziel ist, dass chronisch kranke Patienten…

Biowissenschaften Chemie

MERS-Coronavirus: Die Impfstoffentwicklung geht in die nächste Runde

Neben dem aktuell weltweit verbreiteten SARS-Coronavirus-2 lassen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch das verwandte MERS-Coronavirus nicht aus dem Blick, könnte es doch zukünftig potentiell auch zu einer überregionalen Gesundheitsgefahr werden. In einer Zusammenarbeit des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH wird bereits seit einigen Jahren ein MERS-Corona-Impfstoff entwickelt, für den nun am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die geplante internationale Phase-Ib-Studie beginnen kann. „Die Fortsetzung der MERS-Impfstoffentwicklung ist ein wichtiger Schritt, auch in Zeiten von SARS-COV-2“, erklärt Studienleiterin…

Agrar- Forstwissenschaften

Dem Geheimnis der Kakao-Bestäuber auf der Spur

Team unter Göttinger Leitung untersucht Agroforstsysteme in Indonesien … Wie wichtig Bestäuber für erfolgreiche Ernten und damit für die globale Ernährungssicherheit sind, ist weithin anerkannt. Allerdings ist oft nicht geklärt, wer genau die Bestäuber sind – selbst bei wichtigen Nutzpflanzen wie Kakao. Zudem ist bislang wenig erforscht, wie die Plantagen geschützt und bewirtschaftet werden sollten, um die Populationen der Bestäuber und deren Bestäubungsleistung zu erhöhen. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat in Zentral-Sulawesi, Indonesien, herausgefunden, dass Ameisen und…

Energie & Elektrotechnik

Gedruckte Schaltungen schützen Sensoren

Elektronische Sensoren können vielen Anwendungen in der Industrie, etwa im Automobilbau, zugutekommen. Doch sie müssen vor Angriffen und Verfälschungen geschützt sein. Das neue Verbundvorhaben „sensIC“ zielt darauf, gedruckte Elektronik und Siliziumkomponenten direkt in Produkte zu integrieren, um Sensoren abzusichern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeln Forschende dafür eine zentrale Komponente: gedruckte Sicherheitsschaltungen mit speziellen hardwarebasierten Funktionen, sogenannte Physical Unclonable Functions (PUFs). Das Bundesforschungsministerium fördert sensIC mit insgesamt 2,9 Mio Euro. Die Industriepartner investieren weitere 1,35 Millionen Euro in das…

Physik Astronomie

Ultraschallmesstechnik der Zukunft

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden entwickelt seit vielen Jahren robuste, verlässliche und vielseitige mikromechanische Ultraschallsensoren. Die sogenannten MUTs, Micromachined Ultrasonic Transducers, ermöglichen aufgrund ihrer geringen Größe energiesparende, multifunktionale, umweltfreundliche und äußert kompakte messtechnische Systeme. Auf der digitalen und für Besucher kostenfreien Fachmesse SENSOR+TEST, dem weltweit führenden Forum für Sensorik-, Mess- und Prüftechnik, stellt das Institut vom 4.-6. Mai 2021 seine neuesten Entwicklungen der Öffentlichkeit vor und lädt zum Gespräch ein. Ultraschallsensoren sind heute fest im Alltag integriert….

Biowissenschaften Chemie

Korallen, die Algen spucken

Eine alte Immunantwort reguliert die Entstehung von vorteilhaften Symbiosen. Mikroalgen aus der Gruppe der Dinoflagellaten sind bekannt für ihre Fähigkeit, in anderen tierischen Zellen zu überleben. Auch mit Korallen gehen diese winzigen Einzeller seit Urzeiten wechselseitig vorteilhafte Beziehungen ein. Indem sie lebenswichtige Nährstoffe an ihre Wirte weitergeben, ermöglichen es Dinoflagellaten den Korallen etwa, auch in kargen Regionen zu gedeihen. Ein Forschungsteam vom Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg hat nun herausgefunden, dass solche Symbiosen innerhalb der Zelle entscheidend…

Veranstaltungsnachrichten

Lebende Materialien als Stoff der Zukunft?

Internationale Konferenz „Engineered Living Materials“ bereitet den Weg … Selbstbelüftende Sportbekleidung, selbstheilende Betonwände, Bio-Kunststoff, der sich nach Gebrauch auflöst, oder Implantate zur langfristigen und personalisierten Abgabe von Medikamenten in den Körper sind nur einige Beispiele für die Anwendung sogenannter „Lebender Materialien“. Der Leibniz WissenschaftsCampus „Lebende Therapeutische Materialien“ mit Sitz in Saarbrücken widmet dem Thema die viertägige internationale Konferenz „Engineered Living Materials“. Sie findet vom 4. bis 7. Mai 2021 in virtueller Form statt. Vor gut einem Jahr, im Februar 2020,…

Interdisziplinäre Forschung

KI-Turbo für die Zukunftsarbeit

Interdisziplinäres Projektteam entwickelt KI-gestützte Werkzeuge und Methoden für die Forschungs- und Innovationsarbeit der Zukunft. Das Fraunhofer IAO schafft mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im neu gestarteten Projekt CoCo die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Arbeitsforschung. In Zusammenarbeit von regionalen Kompetenzzentren soll es gelingen, die KI-Technologien gewinnbringend in der Arbeitswelt zu nutzen. Im Mittelpunkt des BMBF-geförderten Projektvorhabens steht eine »Cloud der Arbeitsforschung«. Die Arbeitswelt verändert sich so schnell und tiefgreifend, dass die Arbeitsforschung mit ihren tradierten Methoden und Werkzeugen kaum Schritt…

Materialwissenschaften

Fraunhofer IKTS baut Entwicklung für Transparentkeramik aus

Fraunhofer IKTS erwirbt die Transparentkeramik-Sparte und die Marke PERLUCOR vom Keramik-Unternehmen CeramTec-ETEC und baut ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für transparente Keramik am IKTS-Standort in Hermsdorf, Thüringen auf. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS übernimmt zum 1. April 2021 die Transparentkeramik-Sparte der Firma CeramTec-ETEC, bekannt für den Markennamen PERLUCOR®. Das Institut weitet damit seine bestehenden Kompetenzen in der Entwicklung von Transparentkeramiken deutlich aus. Die durch die Übernahme hinzugewonnene technische Infrastruktur ermöglicht den Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums für transparente…

Materialwissenschaften

Neue effiziente Herstellungsmethode für optisch aktive Nanoschichten

In einem in Nature Materials veröffentlichten Artikel von Patrick Probst et al. beschreiben Forscher um Prof. Dr. Andreas Fery und Dr. Tobias A.F. König vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden eine neue Designstrategie zur Herstellung dünner, nanostrukturierter Schichten für die aktive Kontrolle zirkular polarisierten Lichts.Sie basiert auf einer chiralen Nanoanordnung durch Stapeln zweier Substrate mit Nanopartikelketten. Das kostengünstige kolloidale Verfahren ermöglicht ausgeprägte, reversibel variierbare optische Effekte sowie ultrasensitive Detektion chiraler Moleküle.Damit kann es u.a. die Entwicklung tragbarer Spektrometer und von „Labon-a-chip“-Plattformen…

Kommunikation Medien

TV-Doku: Aliens – wo sind Sie denn alle?

Aliens – wenn es sie gibt: Wie könnten sie sich mit galaktischen Raumschiffen in unserer Milchstraße ausbreiten? Und: wie viele von ihnen kann es überhaupt geben? Fragen, auf die die Wissenschaft heute nur hypothetische Antworten geben kann. Mit Simulationen hat ein amerikanisches Forscherteam versucht abzuschätzen, wie lange es für eine raumfahrende Zivilisation dauern würde, die Milchstraße trotz der großen Entfernungen zwischen den Sternen zu besiedeln. Zu dieser einerseits spektakulären großen Frage, die andererseits aber eher zu den etwas abseitigen Themen…

Physik Astronomie

Grundlagen für ultraschnelle magnetische Speicher gelegt

Internationales Forschungsteam unter Beteiligung der TU Chemnitz beobachtet erstmalig ultra-schnelle Bewegungen in ferromagnetischen Dünnschichtsystemen – Veröffentlichung in Nature Physics. Für moderne Speicher- und Datenverarbeitungs-Technologien auf ferromagnetischer Basis ist es essentiell, die Dynamik magnetischer Phänomene auf Zeitskalen von einem Tausendstel einer Milliardstel Sekunde (Terahertz-Bereich) zu verstehen. Das betrifft zum Beispiel Anwendungen in MRAMs (Magnetic Random Access Memories) oder die klassischen und nach wie vor relevanten Festplatten in Datenzentren. Diese arbeiten bisher bei der Datenübertragung im Gigahertz-Bereich (ein Gigahertz entspricht einer Schwingung…

Biowissenschaften Chemie

Rostocker Wissenschaftler enttarnen Diamant und Graphit

Riko Siewert will Gymnasiallehrer werden. Doch zuvor hat der 27-Jährige, in Eutin Geborene, der am Institut für Chemie der Universität promoviert, gemeinsam mit seinem Betreuer Professor Sergey P. Verevkin in einem internationalen Projekt die Stabilität von Diamant und Graphit untersucht. Denn: Jüngste quantenchemische Berechnungen legten nahe, dass Diamant bei sehr tiefen Temperaturen stabiler als Graphit sein könnte. Diese Theorie wurde jedoch mit dieser Arbeit widerlegt. Wissenschaftler aus Kanada, Portugal und Rostock haben festgestellt, dass Graphit unter Atmosphärendruck bei allen Temperaturen…

Architektur Bauwesen

Brückenbau mit Spoiler

Viele Brücken werden heute im Taktschiebeverfahren gebaut, also von einem Widerlager aus ins Freie geschoben, bis zu 120 Meter weit. Schon schwache Windböen können ihnen in der Bauphase gefährlich werden. Um ein Aufschaukeln zu verhindern, entwickeln Forschende der Arbeitsgruppe Windingenieurwesen und Strömungsmechanik an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) Tricks, die das wachsende Bauwerk vor den Gefahren des Windes schützen. Spoiler, Stoßdämpfer und Gegengewichte gehören dazu. Das Team um Prof. Dr. Rüdiger Höffer berichtet in Rubin,…

Biowissenschaften Chemie

Leichter CO2-Katalysator

Elektrochemische Kohlenstofffixierung an einem Aerogel aus preiswerter Legierung. Viele Industrieprozesse blasen Kohlendioxid in die Luft. Die derzeitigen elektrochemischen Abscheideverfahren für Kohlendioxid sind jedoch energieintensiv und teuer, und neben viel Strom werden Edelmetalle als Katalysatoren benötigt. Wissenschaftler:innen haben nun ein Aerogel aus einer preisgünstigen Metalllegierung entwickelt, mit dem sie Kohlendioxid hocheffizient elektrochemisch umwandeln können. Dabei entsteht vor allem Ameisensäure, eine ungiftige Grundchemikalie, schreiben sie in ihrer Studie in der Zeitschrift Angewandte Chemie. Könnte man Kohlendioxid aus Industrieprozessen abfangen und chemisch binden,…

Medizin Gesundheit

Geballte Ladung gegen Wasserkeime

Krankheitserreger aus dem Trinkwasser zu entfernen, ist dann besonders schwierig, wenn die Keime zu winzig sind, um von herkömmlichen Filtern abgefangen zu werden. Forscherteams der Empa und der Eawag entwickeln neue Materialien und Prozesse, mit denen sich Wasser von hartnäckigen Kleinsterregern wie Viren befreien lässt. Wasser ist Leben, lehrt uns die Biologie. Etwas Anderes lehrt die Realität: Mit Krankheitserregern verunreinigtes Wasser bringt jährlich Hundertausenden den Tod an Orten, wo die Wasseraufbereitung fehlt oder nur mangelhaft funktioniert. Um dem ein Ende…

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