Multikopter werden zu Assistenten für die Pflanzenzüchtung „ausgebildet“. Im vom JKI koordinierten Verbundprojekt „Standards4DroPhe“arbeiten Forschende und das Bundessortenamt mit Züchtungsunternehmen zusammen, um den Einsatz von Drohnen für die Phänotypisierung im Feld voranzubringen. Gute zwei Monate liegt die Rapsblüte zurück. Jetzt im Juli ist die Ölfrucht reif für die Ernte. Die Kreuzungsarbeiten in den Zuchtgärten, in denen neue, optimierte Rapssorten entwickelt werden, die für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind, sind für diese Saison abgeschlossen. Um die Pflanzenhöhe und den Blühverlauf…
Mehrjährige Energiepflanzen bieten viele Vorteile für die Landwirtschaft: stabile Erträge ohne Erosionsrisiko oder Nährstoffauswaschung. Gleichzeitig tragen sie durch geringen Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und unüblicher Pflege- und Erntezeiten zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft bei. Zu diesem Schluss kommen das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die in einem sechsjährigen Forschungsprojekt die Umweltparameter sowie das Ertragspotenzial von mehrjährigen Energiepflanzen untersucht hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt im TFZ-Bericht Nr. 71 veröffentlicht. Die mehrjährigen Energiepflanzen Silphie, Sida, Switchgras, Riesenweizengras…
Großer Klang ganz klein… Modellierungsansatz für Lautsprecherkonzept des Fraunhofer IPMS im Nature Journal Microsystems & Nanoengineering vorgestellt. Das Internet der Dinge und speziell das Internet der Sprache erfordert energieeffiziente und hochwertige Audiogeräte. Eine besondere Herausforderung stellen hierbei In-Ohr-Kopfhörer dar. Diese akku-betriebenen Kleinstgeräte sollen einen immer größeren Funktionsumfang abdecken. Eine vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS entwickelte innovative Lautsprechertechnologie stellt aufgrund ihres geringen Bauteil-Volumens und hoher Energieeffizienz einen wichtigen Entwicklungsschub dar. Im Nature Journal Microsystems & Nanoengineering wurden nun neue Forschungsergebnisse…
reFuels umfassen erneuerbare Kraftstoffe, die über unterschiedliche Wege hergestellt werden können. Wenn diese so gemischt und aufbereitet werden, dass sie die bestehenden Kraftstoffnormen erfüllen, können damit alle verbrennungsmotorischen Anwendungen bedient werden. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Fahrzeug- und Flottentests im Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Vergleich zu rein fossilen Kraftstoffen ermöglichen die reFuels-Kraftstoffgemische eine mindestens 25-prozentige CO₂-Reduktion. Zusätzlich bieten sie leichte Vorteile bei den Schadstoffemissionen. „Flüssige Kraftstoffe werden im Mobilitäts-Mix noch länger…
Mit fast 1500 Anlagen und einer Leistung von 7500 Megawatt entwickelt sich die Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee immer mehr zu einer tragenden Säule der Energiewende in Deutschland. Allerdings müssen die Anlagen auch unter Wasser regelmäßig inspiziert und kontrolliert werden. Neue Ansätze dafür werden in der interdisziplinären Forschungsgruppe »Smart Ocean Technologies« in Rostock entwickelt. Die Instandhaltung von Unterwasser-Infrastruktur ist alles andere als trivial. Oftmals kommen bisher Industrietaucher in gefährlicher Umgebung zum Einsatz. Auf Basis des Unterwasserroboters BlueROV2 wollen Fraunhofer-Forschende nun…
Der schwedische Softwarehersteller IAR Systems bietet mit seinem neuesten Release von Entwicklungstools für RISC-V-Prozessoren Unterstützung für den nach ISO 26262 ASIL-D ready zertifizierten RISC-V-Prozessorkern „EMSA5-FS“ des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS. Nutzer der Toolchain-Software profitieren nun von vereinfachten Zertifizierungsprozessen für funktionale Sicherheit, geringeren Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg und maximaler Performance in RISC-V-basierten Anwendungen. Vermarktet wird der neue Prozessorkern EMSA5-FS des Fraunhofer IPMS durch den Partner CAST Inc. Sicherheitsrelevante Anwendungen sind in der Welt überall zu finden, in Antriebssteuerungen,…
Gemeinsam mit den Dresdener Start-Up asgen wird am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiertes Softwaresystem für die Verwendung in der Krebsdiagnostik erprobt. Das Vorhaben, das sich aktuell in der Validierungsphase befindet, ist Teil des BMWi-geförderten Leuchtturmprojektes EMPAIA und fügt sich in die Strategie der Dresdener Hochschulmedizin bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz ein. KI-Anwendungen aus der Industrie werden verstärkt klinisch erprobt, könnten perspektivisch in immer mehr Fachbereichen zum Einsatz kommen und…
Das Exzellenzcluster ORIGINS ist der Weltraummission Twinkle als Gründungsmitglied beigetreten. Twinkle startet 2024 und soll AstrophysikerInnen der Ludwig-Maximilians-Universität München über ein neuartiges Weltraumteleskop erstmals Daten über die chemische Zusammensetzung der Atmosphären von Exoplaneten liefern – diese könnten Aufschluss über dortige Lebensbedingungen geben. Das Weltraumteleskop Twinkle analysiert ab dem Jahr 2024 Exoplaneten durch Beobachtung des Sternenlichts, das durch ihre Atmosphären gefiltert wird, mit Hilfe der Spektroskopie im sichtbaren und infraroten Bereich (0,5 bis 4,5 Mikrometer). Es wird die erste Mission sein,…
Im gerade gestarteten Verbundprojekt SAVE CO2 arbeitet Fraunhofer UMSICHT mit vier Partnern beider Industrien unter der Leitung des FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. gemeinsam daran, die zukünftig erzeugten Eisenhüttenschlacken für die Zement- und Baustoffindustrie weiterzuentwickeln und so auch in Zukunft CO2-Emissionen zu verringern und Ressourcen zu schonen. Das auf vier Jahre angelegte Projekt ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme »KlimPro-Industrie« und verfolgt das Ziel, eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft aufzubauen und die Rohstoffabhängigkeit zu verringern. Stahl- und Zementindustrie sind eng miteinander verzahnt, um…
Berechnungen und Modelle eines Teams aus Utrecht und Potsdam zeigen, wie ein aus dem Erdmantel gespeister Supervulkan Erdkrustenplatten nicht nur spreizte, sondern auch drehte. Die Vorgänge, die vor 105 Millionen Jahren begannen, haben noch heute dramatische Folgen: Erdbeben im Mittelmeerraum entstehen durch die seinerzeit angestoßenen Subduktionsprozesse. Die Platten der Erdkruste vollführen komplizierte Bewegungen, die sich auf einfache Mechanismen zurückführen lassen. Das ist die kurze Version der Erklärung eines Risses, der die Welt vor 105 Millionen Jahren auf einer Länge von…
Vom 21. bis 24. Juni 2021 fanden die Industry Days der LASER World of PHOTONICS statt. Mit diesem Online-Event bot die Messe München, Veranstalter der weltweit größten Messe für angewandte Lasertechnik und Photonik, ihrer Community ein hochwertiges Programm mit Marktübersichten, Trendanalysen und Podiumsdiskussionen. Die industrielle Lasertechnik heute und morgen bildete einen Schwerpunkt des Programms. Photonikbranche übersteht COVID-19 gut und erwartet 2021 starkes Wachstum Die Laserbranche hat die Pandemie bis jetzt erstaunlich gut überstanden. Das zumindest sagen die Zahlen der Analysten…
Die Proteomik produziert enorme Datenmengen, deren Analyse und Interpretation sehr komplex sein kann. Die kostenlose Software-Plattform MaxQuant hat sich in den letzten 13 Jahren als äußerst hilfreich für die Datenanalyse in der Shotgun-Proteomik erwiesen. Nun stellen Jürgen Cox, Gruppenleiter am MPI für Biochemie, und sein Team die neue Version 2.0 vor. Sie bietet einen verbesserten, computergestützten Workflow für die datenunabhängige Erfassung (DIA) von Proteomik-Daten, der MaxDIA genannt wird. Durch die Zusammenführung von DIA und DDA in eine gemeinsame Arbeitsumgebung ist…
Krebsstudie liefert Ansätze für neue Immuntherapien. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Vorhabens Glioblastome, die aggressivsten Hirntumoren bei Erwachsenen, untersucht und dort erstmals Stammzellen des blutbildenden Systems entdeckt. Das Team des DKTK-Partnerstandorts Essen/Düsseldorf fand heraus, dass diese Blutstammzellen die Teilung der Krebszellen fördern und die Immunabwehr gegen den Tumor unterdrücken. Ihre Entdeckung könnte helfen, wirksamere Immuntherapien gegen die Hirntumoren zu entwickeln. Die Studie wurde in Nature Communications publiziert und in…
Hochschule Anhalt und Fraunhofer IMWS erhalten 750.000 Euro. Zusammen mit koreanischen Forschungspartnern untersuchen und erforschen die Hochschule Anhalt und das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS die Möglichkeiten und Bedarfe eines zukünftigen Imports von grünem Wasserstoff. Der Studiengang Logistik und Luftverkehrsmanagement an der Hochschule Anhalt und das Fraunhofer IMWS haben sich erfolgreich um ein insgesamt fünfjähriges Vorhaben zur Errichtung eines deutsch-koreanischen Forschungsnetzwerkes und Aufbau einer Forschungspräsenz in Korea beworben. Das Vorhaben »H2DeKo« ist am 1. Juli 2021 gestartet…
…dank neuem hybriden Beschichtungsverfahren. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT in Aachen hat ein hybrides additives Fertigungsverfahren entwickelt, das draht- und pulverbasiertes Laserauftragschweißen (LMD) verbindet. Mit dem neuen Verfahren können Schutzschichten aus hochfestem Werkzeugstahl auf Werkstücke aufgebracht und Oberflächendefekte kostengünstig repariert werden. Die so erzeugten Werkzeugbeschichtungen sind verschleißbeständiger, ressourcen- und kosteneffizienter als solche, die mit anderen Methoden hergestellt werden. Nach erfolgreichen Testreihen mit Werkzeugbauteilen ist ein Einsatz des Verfahrens zur Bearbeitung von Hydraulikkomponenten geplant. Additive Fertigungsverfahren wie das Laserauftragschweißen…
Forschende der Universität Freiburg und der Universität Stuttgart haben ein neues Verfahren entwickelt, um bewegliche, sich selbst-anpassende Materialsysteme im handelsüblichen 3-D-Drucker herzustellen. Die Systeme können unter dem Einfluss von Feuchtigkeit komplexe Formveränderungen durchlaufen, sich auf vorprogrammierte Weise zusammenziehen und ausdehnen. Bei der Entwicklung haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Bewegungsmechanismen einer windenden Kletterpflanze orientiert, der so genannten Luftkartoffel (Dioscorea bulbifera). Mithilfe der Methode hat das Team als ersten Prototyp eine Unterarmschiene produziert, die sich an die Trägerin oder…