Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Wenn Spinnengift die Nerven angreift

Forschungsgruppe untersucht Neurotoxin der Schwarzen Witwe… Im wahrsten Sinne des Wortes die Nerven verlieren – bei Spinnen geraten viele Menschen in Angst und Schrecken, doch nur wenige sind gefährlich. Die Schwarze Witwe hat es allerdings in sich: Sie schnappt sich ihre Beute mit Nervengift; genauer gesagt mit Latrotoxinen (LaTXs). Prof. Dr. Christos Gatsogiannis vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Münster hat sich der Substanz angenommen, auch im Hinblick auf medizinische Anwendungen. Mit Hilfe der sogenannten Kryo-Elektronenmikroskopie ist…

Biowissenschaften Chemie

Röntgenlaser zeigt Entstehung von Strahlungsschäden

Mit dem europäischen Röntgenlaser European XFEL hat ein internationales Forschungsteam neue Einblicke in die Entstehung von Strahlenschäden in biologischem Gewebe gewonnen. Die Untersuchung enthüllt erstmals im Detail, auf welche Weise Wassermoleküle durch energiereiche Strahlung in potenziell gefährliche Radikale und elektrisch geladene Ionen auseinanderbrechen, die im Organismus dann schädliche Reaktionen auslösen können. Das Team um Maria Novella Piancastelli und Renaud Guillemin von der Pariser Sorbonne, Ludger Inhester von DESY und Till Jahnke von European XFEL in Schenefeld bei Hamburg stellt seine…

Biowissenschaften Chemie

Der Weg zur Erhöhung des Ertragspotenzials hängt vom Ähren-Typ der Gerste ab

Um die Erträge von Getreide zu sichern und zu erhöhen, ist es wichtig, das Ertragspotenzial der jeweiligen Pflanzen zu kennen. Wissenschaftler des IPK Leibniz-Institutes haben herausgefunden, dass das maximale Ertragspotenzial von Gerstenlinien abhängig vom Genotyp und von den Wachsstumsbedingungen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien angelegt wird. Darüber hinaus zeigen ihre Ergebnisse, die jetzt im Magazin „Journal of Experimental Botany“ veröffentlich worden sind, dass bei zwei- und sechszeiliger Gerste jeweils unterschiedliche Ährenmerkmale wichtig sind, um das Ertragspotenzial ausschöpfen zu können. Das Wissen über…

Geowissenschaften

Neue Art von Erdbeben entdeckt

Eine neue Art von Erdbeben hat ein kanadisch-deutsches Forschungsteam in Britisch Kolumbien entdeckt. Anders als herkömmliche Erdbeben der gleichen Stärke verlaufen sie langsamer und dauern länger an. Bei den untersuchten Ereignissen handelte es sich um sogenannte induzierte Erdbeben, die durch Fracking ausgelöst werden, eine Methode, die in Westkanada zur Öl- und Gasgewinnung genutzt wird. Mit einem Netz aus acht seismischen Stationen rund um das Bohrloch zeichneten die Forschenden des Geological Survey of Canada, der Ruhr-Universität Bochum und der McGill University…

Architektur Bauwesen

Kinos: Gute Lüftung sorgt für geringe Infektionsrisiken

Ein Kinobesuch bringt Abwechslung in den Alltag und kann gerade in Pandemiezeiten eine schöne Auszeit sein. Um den Film auch entspannt genießen zu können, ist es gut zu wissen, dass während des Aufenthalts nur ein geringes Infektionsrisiko besteht. Die in Filmtheatern typischen guten Lüftungsanlagen sorgen für eine zügige Abfuhr möglicher infektiöser Aerosole. Dies belegen auch die jüngsten Analysen im Projekt »CineCov«, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die nächste Welle der Corona-Pandemie rollt über Deutschland….

Biowissenschaften Chemie

Flüssigkristalle für schnelle Schaltprozesse

Ein internationales Team hat eine neu synthetisierte  flüssigkristalline Verbindung untersucht, die Anwendungen in der Opto-Elektronik verspricht. Einfache stäbchenförmige Moleküle mit nur einem einzigen Chiralitätszentrum ordnen sich bei Raumtemperatur von selbst zu spiralförmigen Strukturen. Durch resonante Röntgenstreuung an BESSY II konnten die Forscher*innen nun die Ganghöhe der Helixstruktur bestimmen. Mit nur etwa 100 Nanometern ist diese extrem kurz, was besonders schnelle Schaltprozesse ermöglichen könnte. Flüssigkristalle sind zwar nicht fest, sondern flüssig, aber einige ihrer physikalischen Eigenschaften sind dennoch richtungsabhängig  wie in…

Biowissenschaften Chemie

Mikroalge Stylodinium – ein geheimnisvoller Unbekannter aus dem Moor

Die Alge des Jahres 2022 … LMU-Biologe Marc Gottschling untersucht die Panzergeißler seit Langem. Einer ihrer bemerkenswertesten Vertreter wird jetzt zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Die Mikroalge Stylodinium wird auf Vorschlag von LMU- und AWI-Forschern von der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Die Alge lebt vor allem als Aufsitzer auf anderen Algen, an die sie sich mit einem Stiel heftet. Der Einzeller ist auch im Plankton bayerischer Moorseen zu finden. Algenforscherinnen…

Medizin Gesundheit

Zur Rolle von Bitterrezeptoren bei Krebs

Rezeptoren als Angriffspunkte für Chemotherapeutika. Bitterrezeptoren unterstützen den Menschen nicht nur beim Schmecken. Sie befinden sich auch auf Krebszellen. Welche Rolle sie dort spielen, hat ein Team um Veronika Somoza von der Fakultät für Chemie der Universität Wien und dem deutschen Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München untersucht. Hierzu stellten die Wissenschafter*innen umfangreiche wissenschaftliche Daten zusammen und werteten sie aus. Ihre Ergebnisse legen nahe, Bitterrezeptoren künftig auch als zusätzliche Angriffspunkte für Chemotherapeutika zu sehen und diesbezüglich zu erforschen….

Physik Astronomie

Das ungleichmäßige Universum

Forscher untersuchen kosmische Expansion mit Methoden aus der Physik von Vielteilchensystemen. Mathematische Beschreibungen der Expansion des Universums beinhalten einen systematischen Fehler: Man nimmt an, dass die Materie im Universum gleichmäßig verteilt ist. Die Physiker Michael te Vrugt und Prof. Dr. Raphael Wittkowski (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und die Physikerin Dr. Sabine Hossenfelder (Frankfurt Institute for Advanced Studies) schlagen nun eine Lösung für das Problem vor. In kosmologischen Rechnungen wird fast immer angenommen, dass die Materie im Universum gleichmäßig verteilt ist. Das…

Physik Astronomie

Riesenplaneten – viel früher „erwachsen“ als bisher angenommen

Ein internationales Team hat die Massen der Riesenplaneten des Systems um den Stern V1298 Tau bestimmt, das gerade einmal 20 Millionen Jahre alt ist. Dafür verwendeten die Forschenden Radialgeschwindigkeitsmessungen von Teleskopen auf La Palma, in Südspanien und auf Teneriffa, darunter auch das STELLA-II-Teleskop des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP). Die Masse solcher jungen Riesenplaneten war bisher noch unbekannt. Die nun in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlichte Studie liefert den ersten Hinweis darauf, dass junge Riesenplaneten ihre endgültige Größe bereits in…

Physik Astronomie

Quantenprozessor liefert Einblicke in exotische Zustände in Quantenmaterialien

Simulationen mit Quantencomputer: Während die Anzahl der Qubits und die Stabilität der Quantenzustände die derzeitigen Quantencomputer noch begrenzen, gibt es Fragen, bei denen diese Prozessoren ihre enorme Rechenleistung bereits jetzt nutzen können. In Zusammenarbeit mit dem Google Quantum AI Team haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der University of Nottingham mit einem Quantenprozessor den Grundzustand eines sogenannten Toric Code-Hamiltonian simuliert – ein archetypisches Modellsystem in der modernen Physik der kondensierten Materie, das ursprünglich im Zusammenhang mit der Quantenfehlerkorrektur…

Energie & Elektrotechnik

Produktionstechnik für Feststoffbatterien

Im Zentrum für Digitalisierte Batteriezellenproduktion am Fraunhofer IPA wird gemeinsam mit den mittelständischen Unternehmen Dr. Fritsch Sondermaschinen GmbH und Dr. Fritsch GmbH & Co KG die Prozesstechnik für die Festkörperbatterien der Zukunft entwickelt. Das Forschungsprojekt fördert das Land Baden-Württemberg mit über einer Million Euro. »Feststoffbatterien haben das Potenzial, die bisherige Batterietechnik abzulösen«, davon ist Carsten Glanz überzeugt. Der Gruppenleiter für Applikationstechnik funktionaler Materialien am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA will zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern und zwei mittelständischen…

Automotive

Transfernetzwerk »Automotive goes Subsea« geht an den Start

Das am Fraunhofer IOSB-AST angesiedelte und vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft mit rd. 440.000 EUR geförderte Transfernetzwerk »Automotive goes Subsea« beginnt seine Tätigkeit. Durch die Vernetzung zu maritimen Anwendungsfeldern werden Thüringer Unternehmen gestärkt. Die Thüringer Fahrzeug- und Fahrzeugzulieferindustrie steht einem grundlegenden Strukturwandel gegenüber. Ein neues gesellschaftliches Verständnis von Umwelt- und Klimaschutz, demographischer Wandel und Urbanisierung in Verbindung mit technischen Entwicklungen, wie Elektrifizierung der Antriebe, Digitalisierung sowie Automatisierung von Fahrzeugen und Verkehr, schafft ein Klima der Veränderung….

Unternehmensmeldungen

Expertentipps zur Digitalisierung im Schiffbau

Rittal Branchentag Schiff & See … Wie lässt sich der Schiffbau effizienter gestalten und was können die Zulieferer dazu beitragen? Diese Frage war einer der Schwerpunkte des Branchentags Schiff & See, den Rittal am 16.11. in einem digitalen Format veranstaltet hat. Wie in vielen anderen Branchen auch spielt in der maritimen Industrie die Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Im Fokus stehen dabei Datendurchgängigkeit von der Planung über Engineering und Fertigung bis hin zum Betrieb. Bereits zum 11. Mal hat Rittal zum…

Förderungen Preise

Biomimetisches langzeitresorbierbares Trommelfellimplantat

… unter den TOP 3 beim Otto von Guericke-Preis der AiF 2021. Ein interdisziplinär aufgestelltes Forscherteam der TU Dresden, bestehend aus Dr. Dilbar Aibibu und Lukas Benecke vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) sowie Prof. Marcus Neudert und Dr. Zhaoyu Chen von der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) der Medizinischen Fakultät, hat es mit seiner Entwicklung eines biomimetischen Trommelfellimplantats in die Endrunde des Otto von Guericke-Preises 2021 der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) geschafft. Erstmalig:…

Biowissenschaften Chemie

Bahnbrechende Forschung an menschlichen Blastoiden und Auswirkungen auf IVF und Verhütung

Bahnbrechende Forschung an menschlichen Embryonenmodellen ebnet den Weg zur effizienteren In-Vitro-Fertilisation und zu einer neuen nicht-hormonellen Verhütungsmethode. Die Möglichkeit, Zellmodelle im Reagenzglas das machen zu lassen, was menschliche Embryonen normalerweise im Mutterleib tun, eröffnet neue Wege zur Verbesserung der In-vitro-Fertilisationsverfahren (IVF) und zur Entwicklung verträglicherer Verhütungsmittel. Hormonelle Verhütungsmittel werden seit langem eingesetzt und funktionieren bei vielen Frauen. Sie haben jedoch mitunter beträchtliche Nebenwirkungen, und ihre Wirksamkeit lässt nach, wenn sie nicht täglich eingenommen werden. Viele Brustkrebspatientinnen können nicht mit Hormonen…

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