Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Lockdown für Tumorzellen

Forschungsteam der Universität Konstanz um den Biologen Christof Hauck entdeckt neuartigen Inhibitor, der Tumorzellen unbeweglich macht. Proteinphosphatasen sind die Gegenspieler der Proteinkinasen, zusammen steuern diese beiden Enzymgruppen praktisch jeden Aspekt des Zellverhaltens. Daher ist die Möglichkeit, in die Aktivität spezifischer Kinasen oder Phosphatasen einzugreifen, die Grundlage für eine wachsende Zahl medizinischer Behandlungen, von der Unterdrückung von Entzündungen bei Organtransplantationen bis hin zur Therapie von Leukämie. Ein neuartiger Inhibitor, der an der Universität Konstanz entdeckt wurde, schaltet in Tumorzellen ein entscheidendes…

Biowissenschaften Chemie

In Kombination noch besser: Therapien gegen Muskelabbau im Alter

Jeder möchte auch im Alter fit und gesund bleiben. Doch mit dem Alter baut unser Körper ab, die Muskeln schwinden und die Kraft lässt nach. Einige ältere Menschen leiden an einem übermässig starken Muskelabbau, man spricht dabei von Sarkopenie. Eine Kombinationstherapie könnte die Sarkopenie hinauszögern. Darüber berichten Forschende der Universität Basel. Wir leben heute länger als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Um diese zusätzlichen Lebensjahre geniessen zu können, müssen wir gesund, mobil und unabhängig bleiben. Mit dem Alter…

Medizintechnik

Avatera-OP-Roboter im ersten klinischen Einsatz

UKL-Experten arbeiten mit deutscher Eigenentwicklung. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist das OP-Robotersystem Avatera erstmals klinisch in der Routineversorgung in der Urologie eingesetzt worden. Das neue System ist eine deutsche Eigenentwicklung und soll das bestehende Angebot an OP-Robotersystemen ergänzen. Während des mehrwöchigen Einsatzes soll das in der robotergestützten Chirurgie erfahrene Team der Klinik für Urologie zunächst 25 Eingriffe vornehmen. Minimal-invasive Chirurgie bietet viele Vorteile: Die erforderlichen Schnitte sind sehr klein, umliegende Gewebe und Strukturen wie Nerven und Gefäße können auf diese…

Geowissenschaften

Passgenaue Geodaten für die Gesellschaft

Die Klaus Tschira Stiftung führt HeiGIT, das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology, in die Zukunft. Geboten werden Geoinformationstechnologie und Geoinformatik, die ganz konkret helfen. Unterführungen, Treppen und hohe Bordsteinkanten sind für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen eine große Herausforderung. Ein maßgeschneiderter Routenplaner kann aber ihre Mobilität erhöhen, indem er Wege mit möglichst wenigen Hindernissen berechnet. Dieses Beispiel zeigt, wie Geoinformationstechnologie und Geoinformatik speziellen Gruppen in der Gesellschaft ganz konkret helfen. HeiGIT, das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology, entwickelt nicht nur passgenaue Routenplaner,…

Materialwissenschaften

Selbstorganisation mit Ecken und Kanten

Polyeder bringen Chancen für neue Materialien. In vielen Prozessen bilden kleine Objekte geordnete Schichten zwischen Flüssigkeiten und Festkörpern. Gängige Modelle beschreiben die Objekte als Kugeln mit homogenen Oberflächen. Oft sind diese aber nicht kugelförmig, sondern polyedrisch – zum Beispiel, wenn sie aus Metall bestehen. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neue Materialien in Saarbrücken und der Universität Sydney konnten nun zeigen, dass solche Partikel ganz andere Strukturen bilden als kugelförmige Partikel. Das verändert auch die Eigenschaften von Materialien, die daraus entstehen –…

Biowissenschaften Chemie

Neuer Ansatz gegen chronische Entzündungen

Forschenden der Universitäten Bonn und Sao Paulo ist es in Mäusen gelungen, chronische Entzündungen einzudämmen. Sie nutzten dazu maßgeschneiderte „Mini-Antikörper“. Mit diesen Nanobodies gelang es ihnen, Molekülkomplexe im Gewebe aufzulösen, die normalerweise das Immunsystem aktivieren. Möglicherweise könnten die hergestellten Nanobodies in Zukunft ungewollte Entzündungsreaktionen bremsen, die Krankheiten wie Arthritis oder Neurodegeneration verursachen. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift EMBO Molecular Medicine. Nicht nur die Villen der Reichen und Schönen verfügen über einen direkten Draht zur Polizei. Auch die Zellen in…

Physik Astronomie

Der tiefe Blick ins Molekül

Neue Methode zur Abbildung der chemischen Struktur einzelner Moleküle – Publikation von Physikern und Chemikern des LOEWE-Schwerpunkts PriOSS. Um die chemische Struktur einzelner Moleküle sichtbar zu machen, haben Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der University of Newcastle (UON) in Australien eine neue Methode in der Zeitschrift “Nanoscale” veröffentlicht. Für die Messungen benötigt man ein Tieftemperatur-Rasterkraftmikroskop mit einer extrem scharfen Spitze, welche nur aus einem einzelnen CO-Molekül besteht, sowie Stimmgabelsensoren (qPlus Sensoren), welche zu sehr kleinen Schwingungen im Bereich von…

Physik Astronomie

MAGIC-Teleskope beobachten Sternexplosion

Die MAGIC-Teleskope haben die Nova RS Ophiuchi bei extrem hoher Energie im Gammabereich beobachtet. Die Gammastrahlung geht von Protonen aus, die in der Schockwelle nach der Explosion auf höchste Energien beschleunigt werden. Damit liegt nahe, dass Novae auch eine Quelle für die allgegenwärtige kosmische Strahlung im Universum sind: Diese besteht überwiegend aus Protonen, die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durchs All rasen. Die Arbeit ist in Nature Astronomy erschienen. Licht an, Licht aus – so könnte man das Verhalten der Nova beschreiben,…

Biowissenschaften Chemie

Tumore ausdrucken im Labor

Neues Tumormodell in 3D macht es möglich, Krebsmedikamente in realistischer Gewebeumgebung zu testen. Mit Hilfe einer Biotinte aus Alginat und menschlichen Zellen haben Forschende der Technischen Universität (TU) Berlin und weiterer Einrichtungen ein dreidimensionales Modell einer Krebsmetastase in gesundem Gewebe ausgedruckt. Sie verwendeten dafür einen handelsüblichen Biodrucker, so dass das Tumormodell von anderen Arbeitsgruppen leicht übernommen werden kann. Im Gegensatz zu Tierversuchen ist es bei dem neuen Verfahren möglich, sowohl den Tumor als auch das umliegende Gewebe aus menschlichen Zellen…

Förderungen Preise

Fossile Rohstoffe durch Enzymnachbau energiesparender nutzen

Förderung für neue DFG-Forschungsgruppe unter Bielefelder Leitung Der Nachbau von Enzymen soll dafür sorgen, dass die chemische Industrie nicht erneuerbare Kohlenwasserstoff-Ressourcen künftig effizienter und energiesparender als bisher verarbeitet. Acht Professor*innen aus ganz Deutschland bringen dafür ihre Expertise zusammen. Sie kooperieren in der Forschungsgruppe „Bioinspirierte Oxidationskatalyse mit Eisenkomplexen“ (BioOxCat). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Gruppe über vier Jahre mit rund 3,3 Millionen Euro. Sprecher von BioOxCat ist Professor Dr. Thorsten Glaser von der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld. Die Forschungsgruppe…

Geowissenschaften

Kein eiszeitlicher Düngeeffekt im Antarktischen Ozean

Kann eisenhaltiger Staub den Ozean düngen, dort das Algenwachstum anregen und dadurch das Kohlendioxid in der Atmosphäre wegfangen? Ob diese hypothetische Treibhausgasbremse in Eiszeiten wirkte, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Bonn anhand von Tiefsee-Sedimentkernen aus der Scotia-See untersucht. Obwohl der Staubeintrag in Eiszeiten hoch war, ließen sich keine Belege für einen Düngungseffekt im antarktischen Ozean finden. Vielmehr war die Produktion etwa von Algen und damit die Kohlendioxid-Festlegung lediglich in Warmzeiten hoch, wenn der Staubeintrag gering war. Die…

Messenachrichten

Intelligente Sensorlösungen für die Industrie 4.0

Die Industrie der Zukunft wird digitaler, effizienter und automatisierter. Autonome Fahrsysteme und Roboter werden dabei die Arbeit des Menschen erleichtern. Um diese Vision Realität werden zu lassen, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS auf mikroelektromechanischen Systemen basierende Sensoren, optische Komponenten sowie Aktorik, welche die Umgebung erfassen und die Interaktion sicher gestalten. Die Sensorik wird dabei zum Sinnesorgan der Digitalisierung: Sie bildet die Schnittstelle zwischen Maschine und Mensch. Einige der neuesten Entwicklungen – wie innovative Vektorscannermodule – stellt das Institut…

Biowissenschaften Chemie

Erstaunlich kurze Lebensdauer von vermeintlichen Schlüsselstrukturen in der Genexpression

Studie zeigt, dass Genomschlaufen in Zellen nicht lange überleben – Theorien, wie diese Schlaufen Genexpression steuern, müssen möglicherweise neu überdacht werden. In menschlichen Chromosomen ist die DNA von Proteinen umhüllt, sodass eine sehr lange Faser entsteht. Diese Faser ist in zahlreiche Schlaufen zusammengefaltet, von denen man vermutet, dass sie unter anderem die DNA-Reparatur erleichtern und den Zellen helfen, ihre Genexpression zu steuern. Eine neue Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT), des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und…

Messenachrichten

Rittal auf der IFFA 2022

Rundum sauber gelöst: Rittal erweitert sein Hygienic Design Programm Schnell, sicher, sauber, smart. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Lebensmittelhersteller immer höhere Anforderungen hinsichtlich Hygiene, Effizienz und Digitalisierung erfüllen. Auf der internationalen Leitmesse der Fleischwirtschaft, der IFFA 2022 in Frankfurt, stellt Rittal neue „Zutaten und Rezepte“ für das Hygienic Design von Steuerungs- und Schaltanlagen vor: Der Hersteller präsentiert erstmalig einen neuen System-Schaltschrank sowie ein neues Tastergehäuse für hygienekritische Anwendungen – und erweitert damit sein Hygienic Design (HD)-Programm aus Edelstahl für die…

Physik Astronomie

Elektrisierte Wassertropfen

Elektrostatik beeinflusst die Bewegung von Tropfen auf Oberflächen. Etwas so einfaches wie die Bewegung von Wassertropfen auf Oberflächen sollte eigentlich verstanden sein – würde man mutmaßen. De facto gibt es aber bisher noch zahlreiche offene Fragen zu den Kräften, die auf einen gleitenden Tropfen wirken. Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Zusammenarbeit mit Kollegen der TU Darmstadt fand nun heraus: Neben der Oberflächenenergie und der viskosen Reibung innerhalb des Tropfens spielt auch die Elektrostatik eine bedeutende Rolle. Die Ergebnisse…

Biowissenschaften Chemie

Flexibles Quantensieb filtert den Treibstoff von Raumschiff Enterprise

Deuterium, der schwere Bruder von Wasserstoff, gilt als vielversprechender Stoff der Zukunft – denn sein Anwendungsspektrum ist vielfältig: ob in der Wissenschaft, zur Energiegewinnung oder bei der Arzneimittelherstellung. Doch die Gewinnung aus der natürlichen Isotopenmischung des Wasserstoffs ist bislang aufwendig und teuer. Mit einem porösen Material, das an der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde, könnte das nun bald effizienter und kostengünstiger gehen. Die neue Methode wird aktuell im Fachjournal „Science Advances“ vorgestellt. Bereits Raumschiff Enterprise flog mit Deuterium als Treibstoff…

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