Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Neu identifiziertes Protein ermöglicht Krebszellen, auf alternative Nahrungsquellen auszuweichen

Bösartige Tumoren sind oft schlecht an die Blutversorgung angeschlossen, daher leiden Krebszellen häufig unter Nährstoffmangel. Unter diesen Bedingungen sichern sie ihr Überleben, indem sie auf alternative Nahrungsquellen wie Proteine umsteigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien konnten nun in Laborversuchen ein Protein identifizieren, das den Krebszellen diese Umstellung ermöglicht. Die Entdeckung könnte einen Weg aufzeigen, Krebszellen gezielt auszuhungern. Die Ergebnisse wurden nun in der Zeitschrift Science veröffentlicht. Wenn ausreichend Nährstoffe…

Energie & Elektrotechnik

Mit vereinten Kräften für die Energiewende

Das Paul Scherrer Institut PSI und das Startup AlphaSYNT gehen gemeinsame Wege. Mit der Unterzeichnung einer Kooperations- und Lizenzvereinbarung wollen sie einen neuen Ansatz zur «Power-to-Gas»-Umwandlung vermarkten – genauer gesagt: «Power-to-Methane», denn mit dem vom PSI entwickelten Methanisierungsprozess soll künftig Energie in Form von Methangas gespeichert werden. Seit fast 10 Jahren forscht das Labor für Bioenergie und Katalyse am PSI an Prozessen, um Biogase aus land- und forstwirtschaftlichen Abfällen sauber und effizient in gasförmige oder flüssige Brenn- oder Treibstoffe umzuwandeln….

Energie & Elektrotechnik

So geht Wasserstoff

… mit dem Hydrogen Lab Görlitz in eine klimaneutrale Zukunft. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Oberbürgermeister Octavian Ursu zu Besuch auf dem Siemens Energy Innovationscampus Görlitz. Die Fraunhofer-Gesellschaft baut mit dem Hydrogen Lab Görlitz (HLG) auf dem Siemens-Gelände eine international einzigartige Forschungsplattform auf. In Görlitz können ab Ende 2023 entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette neuartige Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff entwickelt und erprobt werden. Die beiden Fraunhofer-Institute IWU und IWES werden das HLG gemeinsam betreiben und gaben am…

Veranstaltungsnachrichten

Lösungen zur Schadstoffsenkung der Schifffahrt

Die Universität Rostock hat sich mit der Forschung zur Senkung von Abgasemissionen und Treibhausgasen im Schiffsverkehr international einen Namen gemacht. Am 15. und 16. September ist der Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik gemeinsam mit der FVTR GmbH in der Yachthafenresidenz Gastgeber der 7. Rostocker Großmotorentagung, die der Lehrstuhl 2010 ins Leben gerufen hat. In diesem Jahr haben über 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Ländern, darunter den USA, aus Kanada, Südkorea und Ägypten ihr…

Medizin Gesundheit

Medikamentenspiegel-gesteuerte Antibiotikadosierung bei Sepsis

In der Target-Studie untersuchte ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Jena, ob die an der Konzentration im Blutplasma ausgerichtete Dosierung der Antibiotikatherapie bei Sepsis einen Vorteil bringt. Im Fachjournal Intensive Care Medicine stellt das Team die Ergebnisse einer kontrollierten multizentrischen Studie vor: In Bezug auf die Organfunktion konnten nur minimale, für Sterblichkeit und Heilungsrate geringe Verbesserungen erreicht werden, die jedoch nicht statistisch signifikant waren. Die frühzeitige und ausreichende Gabe von Antibiotika ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie gegen eine Sepsis. Bei dieser…

Biowissenschaften Chemie

Schlüsselprotein mit Bedeutung für Virusinfektionen und Erbkrankheit entdeckt

Professorin Sabrina Jabs vom Exzellenzcluster PMI klärt in internationaler Kooperation die Funktion ein neues Krankheitsgens auf. Ausgangspunkt der Forschung war die Suche nach Wirtsfaktoren, ohne die RNA-Viren wie zum Beispiel SARS-CoV-2 sich nicht vermehren können. Dazu wurde mittels genomweiten CRISPR-Cas-Knockout-Screens in menschlichen Zellkulturen untersucht, welche Zellen nach Infektion mit bestimmten Viren überleben. „Das heißt, wir haben in der Zellkultur praktisch jedes Gen im Genom mindestens einmal ausgeschaltet und anschließend analysiert, bei welchem Gen-Knockout die Zellen trotz Virusinfektion überleben, weil die…

Physik Astronomie

Ein neuer Weg zu spinpolarisierten Strömen

Die Übergangsmetall-Dichalcogenide (TMD) sind eine Materialklasse mit großem Potential für die Spintronik. Eine Studie an BESSY II hat gezeigt, dass in einem dieser Materialien bereits einfach linear polarisiertes Licht ausreicht, um Spins unterschiedlicher Ausrichtung selektiv zu manipulieren. Dieses Ergebnis eröffnet einen neuen Weg zur Erzeugung spinpolarisierter Ströme und ist ein Meilenstein für die Entwicklung spintronischer und opto-spintronischer Geräte. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Zeitalter der Elektronik: Elektronische Bauelemente wurden immer komplexer und kleiner, aber diese Prozesse stoßen…

Biowissenschaften Chemie

Ein biobasiertes Lösungsmittel für Farben und Lacke

Weltweit werden jedes Jahr etwa 20 Millionen Tonnen Lösungsmittel verbraucht, von denen bisher nur ein kleiner Teil biobasiert hergestellt wird. Ein internationales Projektteam möchte mit Dimethylfuran eine Alternative zu etablierten Lösungsmitteln bereitstellen. Der Stoff ist biobasiert und bioabbaubar. Für das Vorhaben kooperieren die Ruhr-Universität Bochum (RUB), das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Straubing und der Industriepartner AURO Pflanzenchemie AG. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt von Oktober 2022 bis September 2025 mit 214.200 Euro. Ausgangspunkt für die Arbeiten…

Verkehr Logistik

Neuer Sensor ermöglicht mehr Züge auf einer Strecke

Um Menschen oder Waren klimaschonend von A nach B zu bringen, gilt der Schienenverkehr als optimal. Doch mangelnde Kapazitäten, häufige Verspätungen und teils unvorteilhafte Taktung dämpfen die Begeisterung vieler Reisender für die Bahn. Könnten innerhalb eines engeren Zeitraums mehr Züge auf demselben Gleis fahren, ließen sich viele dieser Engpässe abmildern oder gar beseitigen. Expertinnen und Experten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und von ITK Engineering haben jetzt einen Sensor entwickelt, der mittels magnetischen Fingerabdrucks die Position von Zügen genau…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weltraumtechnologien für nachhaltiges Leben auf der Erde

Das Leben im Weltraum ist hart. Möchte man ihn besiedeln, zum Beispiel mit Stationen auf Mond oder Mars, braucht man Technologien, die eine äußerst effiziente Nutzung der knappen Ressourcen ermöglichen. Diese Weltraumtechnologien auch im Sinne des Klimaschutzes und der langfristigen Sicherung unserer Existenzgrundlagen für die Erde zu nutzen, ist Ziel des Forschungsprojektes ERIS. Die Universität Stuttgart unterstützt ERIS mit der Entwicklung von nachhaltigen Lebenserhaltungs- und Versorgungssystemen, um eine effizienten Produktion von Sauerstoff, Wasser und Nahrung für die Besiedelung des Weltraums…

Biowissenschaften Chemie

Bislang unbekannte Dinosaurier-Art in Südwestdeutschland identifiziert

Tuebingosaurus maierfritzorum lebte auf der Schwäbischen Alb – Paläontologen klassifizieren seit 100 Jahren bekannten Fund neu. Paläontologen des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben eine bislang unbekannte Dinosaurier-Gattung und -Art entdeckt. Tuebingosaurus maierfritzorum lebte vor etwa 203 bis 211 Millionen Jahren im Bereich der heutigen Schwäbischen Alb und war ein Pflanzenfresser. Die neue Art zeigt Ähnlichkeit mit den großen Langhalssauriern (Sauropoden) und wurde bei der erneuten Untersuchung von bereits bekannten Dinosaurierknochen identifiziert. Die Ergebnisse…

Biowissenschaften Chemie

Spiegelmoleküle verraten Trockenstress von Wäldern

Veränderungen von Ökosystemen lassen sich über die Emissionen chiraler Verbindungen genauer vorhersagen. Weltweit geben Pflanzen etwa 100 Millionen Tonnen an Monoterpenen an die Atmosphäre ab. Zu diesen flüchtigen organischen Molekülen zählen viele Duftstoffe wie beispielsweise das Molekül Pinen, das für seinen frischen Kiefernduft bekannt ist. Da diese Moleküle sehr reaktiv sind und winzige Aerosolpartikel bilden können, die zu Kondensationskernen für Regentropfen anwachsen können, spielen die natürlichen Emissionen eine wichtige Rolle für unser Klima. Für Klimavorhersagen ist es daher wichtig zu…

Medizin Gesundheit

Personalisierte Antibiotika-Behandlungsstrategien bei Tuberkulose-Erkrankten

Mit geschätzt 1.4 Millionen Todesfällen und zehn Millionen Erkrankten jährlich ist Tuberkulose eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Resistente und multiresistente (MDR) Varianten des Tuberkuloseerregers Mycobacterium tuberculosis stellen eine große Gefahr für die Kontrolle der Tuberkulose und die globale Gesundheit dar. Um Erkrankte zielgerichtet behandeln und die Übertragung von Antibiotika-resistenten Tuberkulosebakterien erfolgreich eindämmen zu können, ist die rasche Erkennung dieser patientenspezifischen Resistenzmuster daher von entscheidender Bedeutung – ein Ziel, dem DZIF-Wissenschaftler:innen nun einen großen Schritt nähergekommen sind. Mutationen im Erbgut von…

Energie & Elektrotechnik

Grünes Ammoniak für den Klimaschutz

Globaler PtX-Atlas zeigt Potenziale und Kosten für den Export nach Europa. Grünes Ammoniak gewinnt in der Debatte um PtX-Importe und Klimaschutz mehr und mehr an Bedeutung. Mit gutem Grund, ist der Aufwand für Erzeugung und Transport der chemischen Verbindung doch relativ gering. Das Fraunhofer IEE in Kassel hat daher nun seinen globalen PtX-Atlas erweitert: Er liefert jetzt auch Daten zu den Produktionspotenzialen von grünem Ammoniak in 97 Ländern und Gebieten weltweit. Auch die jeweiligen Erzeugungs- und Transportkosten stellt er dar….

Medizin Gesundheit

Mehr Sicherheit für Medikamente

MHH-Professor erhält „ERC Proof of Concept Grant“, um die Sicherheit von Arzneimittel zu revolutionieren / Neuartige Immunzellen sollen Millionen Menschen zu Gute kommen. Arzneimittel, die gespritzt werden, müssen im Rahmen ihrer Herstellung und Freigabe kontinuierlich auf Verunreinigungen getestet werden, da diese Fieber oder sogar eine Blutvergiftung verursachen können. Bisher geschieht dies meist mit Tierversuchen, Tierprodukten oder mit dem sogenannten Monozyten-Aktivierungstest (MAT). Doch den Einsatz von Tierversuchen und -produkten gilt es zu vermeiden – auch, weil sie die menschliche Physiologie zum…

Biowissenschaften Chemie

Lage, Lage, Lage! Was zur Verholzung auf Inseln führt

Verstärkte Trockenheit, das Fehlen von Fressfeinden und Abgeschiedenheit bilden die wichtigsten Gründe dafür, dass Pflanzen auf Inseln dazu neigen, zu verholzten Wuchsformen überzugehen. Daneben wirken jedoch auch andere Faktoren darauf hin, eine krautige Form aufzugeben – je nach Lage der Inseln, auf der die betroffenen Arten heimisch sind. Das hat eine deutsch-niederländische Forschungsgruppe unter Federführung des Marburger Biologen Professor Dr. Alexander Zizka herausgefunden, indem sie Daten von 375 Inseln zusammengetragen und analysiert hat. Das Team berichtet in der Wissenschaftszeitschrift „PNAS“…

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