Alle Neuigkeiten

Medizin Gesundheit

Forschende entschlüsseln neues Antibiotikum

Kooperation aus Uni Bonn, den USA und den Niederlanden knackt die Wirkweise des Clovibactins. Immer mehr bakterielle Krankheitserreger entwickeln Resistenzen. Die Gefahr nimmt zu, dass gängige Medikamente nicht mehr gegen Infektionskrankheiten wirken. Forschende der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF), der Universität Utrecht (Niederlande), der Northeastern University in Boston (USA) und der Firma NovoBiotic Pharmaceuticals in Cambridge (USA) haben nun gemeinsam ein neues Antibiotikum entdeckt und seine Wirkweise aufgeklärt. Clovibactin attackiert hochwirksam die Zellwand von Bakterien, einschließlich zahlreicher…

Physik Astronomie

Wie schreibt man in Wasser?

Forschende der JGU, der TU Darmstadt und der Universität Wuhan entwickelten einen Ansatz, mit dem man Tintenpartikel im Wasser zu Linien und Buchstaben anordnen kann. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Small veröffentlicht. Schreiben ist eine uralte Kulturtechnik – bereits vor mehreren tausend Jahren meißelten Menschen Schriftzeichen in Steinplatten. Zwar hat sich das Schriftsystem seither perfektioniert, doch ist eines geblieben: Sowohl die Keilschrift als auch die heutige Schrift nutzen feste Oberflächen, um die Schriftzeichen festzuhalten, also etwa Steintafeln…

Informationstechnologie

Schlaue Kommissionierroboter greifen gemeinsam besser

Forschende entwickeln datensichere Trainingsplattform für intelligente Industrieroboter. Autonome, flexibel einsetzbare Roboter gelten als Schlüsseltechnologie für Industrie und Logistik 4.0. Das Problem: Um mit Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerte Roboter zu trainieren, sind sehr große Datenmengen nötig, über die aber nur die wenigsten Unternehmen verfügen. Die Lösung: Roboter unterschiedlicher Unternehmen an verschiedenen Standorten lernen voneinander. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit Partnern Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens entwickelt, ohne dass sensible Daten und Betriebsgeheimnisse geteilt werden müssen. „Bei herkömmlichen maschinellen…

Geowissenschaften

Selten aber verheerend: Wenn Vulkane Tsunamis auslösen

Expedition nach Indonesien erforscht Hangrutschung des Anak-Krakatau. Vulkanausbrüche und Hangrutschungen haben das Potential zerstörerische Tsunamiwellen auszulösen. Um besser zu verstehen, welche Anzeichen einem Kollaps vorausgehen und gefährdete Vulkanregionen zu identifizieren, untersucht Professorin Dr. Morelia Urlaub vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit ihrem Team Inselvulkane auf der ganzen Welt. Auf ihrer jüngsten Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE sammelt sie derzeit Daten am Anak Krakatau in Indonesien. Die Westflanke des Anak Krakatau rutschte im Dezember 2018 ins Meer. Der Tsunami, der…

Biowissenschaften Chemie

DNA-Abstrich von Blättern zeigt enorme Vielfalt der Regenwaldbewohner

Erfassung der Wildtierpopulationen erlaubt Rückschlüsse auf das Übertragungsrisiko von Infektionskrankheiten auf den Menschen. Die allseits bekannten Wattestäbchen, mit denen wir während der COVID-19-Pandemie so vertraut geworden sind, könnten auch ein wertvolles Werkzeug sein, um Biodiversität zu erfassen. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) in Greifswald, einem Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI). Die Gruppe fand heraus, dass sich unzählige Vögel und Säugetiere durch einfaches Abtupfen der von den Tieren auf…

Biowissenschaften Chemie

Zelluläre Entsorgung therapeutisch nutzen

Alexandra Stolz erhält Exploration Grant der Boehringer Ingelheim Stiftung. Mit einem „Exploration Grant“ von 161.000 Euro fördert die Boehringer Ingelheim Stiftung ein Projekt von Dr. Alexandra Stolz von der Goethe-Universität. Die Gruppenleiterin am Institut für Biochemie II sucht gemeinsam mit Prof. Jeff Kelly vom Scripps Research Institute im kalifornischen San Diego nach Substanzen, mit denen sich das zelleigene Entgiftungs- und Entsorgungsprogramm gezielt anschalten lässt, um damit vor allem neurodegenerative Krankheiten bekämpfen zu können. Alexandra Stolz ist assoziiert mit dem Clusterprojekt…

Biowissenschaften Chemie

Auf die genetische Vielfalt kommt es an

Durch mehr Nachkommen in Jahren mit niedrigem Schädlingsbefall bleiben natürliche Tabak-Mutanten mit Abwehrschwäche in der Pflanzenpopulation bestehen. Ein Team von Forschenden am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena zeigt in einer aktuellen Studie in der Zeitschrift PNAS, dass eine einzelne Mutation, die unmittelbare Auswirkungen auf die pflanzliche Fitness hat, in natürlichen Pflanzenpopulationen langfristig erhalten bleibt. Wenn weniger Fraßfeinde in der Nähe sind, wachsen Pflanzen mit dieser Mutation sogar schneller und erzeugen mehr Nachkommen. Ein Team von Forschenden am Max-Planck-Institut für…

Biowissenschaften Chemie

Auf das richtige Timing kommt es an

Wie Kortisonpräparate bei der Behandlung von akuten und chronischen Entzündungserkrankungen wirken. Forschungsteam der Universität Jena, des Universitätsklinikums Jena und der Harvard Medical School klärt einen wichtigen Mechanismus der Wirkung von Kortisonpräparaten bei der Behandlung von akuten und chronischen Entzündungserkrankungen auf. Ob Sportverletzung, „Mausarm“ oder Schmerzen im Knie – zur Behandlung von akuten Entzündungen kommen häufig Kortisonpräparate zum Einsatz. Auch chronische Entzündungskrankheiten wie Asthma, Diabetes und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen werden mit Kortison-haltigen oder davon abgeleiteten Medikamenten behandelt. Der Grund: Diese Medikamente haben…

Biowissenschaften Chemie

Stärke als neuartiger Transporter für Medikamente?

Eine spezielle Stärke könnte als Hilfsstoff für Medikamente die Behandlung von Patientinnen und Patienten verbessern. Sie eignet sich als Trägersubstanz für Wirkstoffe und hat Vorteile gegenüber bereits etablierten Hilfsstoffen. Das hat ein Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) herausgefunden. Über seine Forschung berichtet es im „Journal of Controlled Release“. Viele Wirkstoffen können aktuell nicht optimal verabreicht werden: Sie werden vom Körper schlecht aufgenommen und zu schnell abgebaut. Diese Probleme können durch sogenannte Wirkstoffträger-Systeme gelöst werden, die im Körper Wirkstoffe kontrolliert über…

Unternehmensmeldungen

Die Revolution der Materialforschung: Neue Erkenntnisse durch fortschrittliche Analysetechniken

Innovationen betreffen so gut wie jeden Lebensbereich. Vor allem die Materialforschung kann dazu beitragen, neue Erkenntnisse zu erlangen. Dieser Artikel zeigt anhand von drei interessanten Beispielen, wie die Materialforschung Innovationen hervorbringen kann. Auf der Suche nach Innovationen Nicht nur die Technologie-Branche, sondern auch viele weitere Bereiche profitieren von Innovationen. Deshalb ist man immer weiter auf der Suche nach neuen Materialien und herausragenden Eigenschaften. Immerhin erfordern sich ändernde Anforderungen neue Gegebenheiten. Die Materialanalyse macht es möglich! Im Labor werden Materialien durch…

Materialwissenschaften

Wie man Nicht-Recycelbares recycelt

Neuer Kunststoff schützt vor Flammen – und vor Verschwendung. Empa-Forschende haben ein Epoxidharz entwickelt, das sich reparieren und recyceln lässt – und zudem schwer entflammbar und mechanisch widerstandsfähig ist. Mögliche Anwendungen reichen von Beschichtungen für Parkettböden bis hin zu Verbundwerkstoffen für Züge und Flugzeuge. Epoxidharze sind widerstandsfähige und vielseitige Kunststoffe. In Kombination mit Glas- oder Kohlenstofffasern werden sie beispielsweise zur Herstellung von Bauteilen für Flugzeuge, Autos, Züge, Schiffe und Windkraftanlagen verwendet. Solche faserverstärkten Kunststoffe auf Epoxidbasis haben auszeichnete mechanische und…

Medizintechnik

Ionentherapie sicher und wirksam bei der Behandlung von Tumoren der Schädelbasis

Österreichisches Zentrum für Ionentherapie (MedAustron) demonstriert hervorragende Kontrolle kleiner bis mittelgroßer Chordome. MedAustron, Zentrum für Ionentherapie, hat die Sicherheit und Wirksamkeit sowohl der Protonen- als auch der Kohlenstoffionen-Therapie bei der Behandlung von Chordomen an der Schädelbasis, einer Knochenkrebsart, nachgewiesen. In einer kürzlich erschienenen Veröffentlichung in der Zeitschrift Cancers stellte die Einrichtung überzeugende Daten aus der Behandlung von 44 Patientinnen und Patienten mit dieser seltenen Krebsart vor. Alle Betroffene wurden zwischen August 2017 und Oktober 2021 bei MedAustron behandelt und erhielten entweder eine Protonen- oder eine Kohlenstoffionen-Therapie….

Informationstechnologie

Deutlich verbessertes Multimedia-Erlebnis mittels VVC-Technologie

Mit der Einbindung des Fraunhofer Versatile Video Decoder (VVdeC) hat Electronic Team, Inc. den Support von H.266/VVC in seinen populären Elmedia Player eingeführt. Der kostenlose Mediaplayer für macOS ist der erste, der die native Wiedergabe von Videos unterstützt, die mit dem neuesten und effizientesten Videocodierungsstandard Versatile Video Coding (VVC) codiert sind. VVdeC wurde in der Abteilung “Videokommunikation und Applikationen” des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) entwickelt. Basierend auf der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Fraunhofer HHI und Electronic Team, Inc., konnte die native Unterstützung…

Biowissenschaften Chemie

Wie Salmonellen im Darm koexistieren und Antibiotikaresistenzen austauschen

Der Darm ist ein idealer Ort für eng verwandte Bakterien, um lebenswichtige Informationen wie Antibiotikaresistenzen auszutauschen. Theoretisch sollten Bakterien der gleichen Art ähnliche Nährstoffe verbrauchen und so das Wachstum ihrer Artgenossen blockieren. Wie also können verschiedene Stämme im Darm zusammenleben? ETH-​Forschende zeigen, dass Unterschiede in der Nährstoffverwendung die Koexistenz zweier Stämme ermöglichen und so den Austausch von Resistenzen fördern. Bakterien werden zunehmend resistent gegen gängige Antibiotika. Ein Schlüsselfaktor ist dabei der Austausch von Resistenzen zwischen eng verwandten Bakterienstämmen. Wenn verwandte…

Biowissenschaften Chemie

„Virale Relikte“ im Erbgut könnten Neurodegeneration beschleunigen

Genetische Überreste von Viren, die im menschlichen Erbgut natürlicherweise vorkommen, könnten für den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen von Bedeutung sein. Zu diesem Schluss kommen Forschende des DZNE auf der Grundlage von Studien an Zellkulturen. Sie berichten darüber im Fachjournal „Nature Communications“. Nach ihrer Einschätzung könnten solche „endogenen Retroviren“ zur Ausbreitung abnormaler Proteinaggregate – wie sie für bestimmte Demenzerkrankungen typisch sind – im Gehirn beitragen. Die viralen Relikte wären damit potenzielle Ansatzpunkte für Therapien. Schon länger wird diskutiert, ob Virusinfektionen zur Entstehung…

Biowissenschaften Chemie

Neue Perspektiven für Behandlung akuter lymphatischer Leukämie

Forschende des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg haben an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erkrankte Erwachsene mit CAR T-Zellen der dritten Generation behandelt. Ihre Studie stellt eine hohe Wirksamkeit bei vergleichsweise schwachen Nebenwirkungen fest und eröffnet damit neue therapeutische Perspektiven für Patientinnen und Patienten mit ALL. Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Die akute lymphatische Leukämie ist…

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