Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Krebsimmuntherapie mit veränderten CAR-T-Zellen noch wirksamer machen

Freiburger Forschende erzielten im präklinischen Modell eine deutlich verbesserte Anti-Tumor-Wirkung von CAR-T-Zellen. Die CAR-T-Zell-Therapie ist für viele Erkrankte mit Blut-, Knochenmark- oder Lymphdrüsenkrebs eine letzte Hoffnung, wenn andere Behandlungen wie Chemotherapie erfolglos bleiben. Ein limitierender Faktor der sonst sehr wirksamen und sicheren Therapie ist, dass die dabei eingesetzten Zellen schnell einen Erschöpfungszustand erreichen. Forschende der Universität Freiburg konnten diese Erschöpfung nun verhindern und so die Wirkung der Therapie im präklinischen Tiermodell deutlich verbessern. Die neuen Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature…

Biowissenschaften Chemie

Proteinvorrat für den Anfang eines neuen Lebens

Ein Säugetier-Embryo kann sich nicht von allein entwickeln. Bevor er sich in der Gebärmutter einnistet, versorgt die Eizelle den frühen Embryo mit allem Lebenswichtigen. Sie stellt unter anderem wichtige Proteine bereit. Forschende um Melina Schuh am Max-Planck-Institut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften haben nun gemeinsam mit Göttinger Kolleg*innen aufgeklärt, wie Eizellen Proteine auf Vorrat halten. Ihre Experimente liefern auch wertvolle Erkenntnisse dazu, wie Fehler bei der Proteinspeicherung zu Unfruchtbarkeit führen können. Eine entscheidende Rolle dabei spielen Strukturen der Eizelle, die Wissenschaftler*innen…

Informationstechnologie

Passgenaue Beatmungsmasken mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz

TH Köln entwickelt Assistenz- und Feedbacksystem für die Produktion. Auf Beatmungsintensiv- und Weaningstationen, bei neuromuskulären Erkrankungen oder bei Schlafapnoe werden individuell angepasste Beatmungsmasken genutzt, um Patient*innen beim Atmen zu unterstützen. Bislang werden diese weitestgehend manuell produziert, was allerdings zeit- und kostenintensiv ist. Zudem kann die Qualität der Masken stark schwanken. Die TH Köln arbeitet daher im interdisziplinären Projekt „KI-Assistenz“ an einem Assistenzsystem, das auf Künstlicher Intelligenz basiert. Dieses soll als Wissensmanagementsystem für neue Mitarbeitende fungieren und digitale Vorschläge für die…

Verfahrenstechnologie

Tragende Kunststoffstrukturen aus dem 3D-Drucker

Screw Extention Additive Manufacturing (SEAM) macht’s möglich. Bei Granulat basierten Kunststoffverfahren ist es nun möglich, Produkte hochbelastbar auszulegen und besonders wirtschaftlich herzustellen, auch in geschlossenen Stoffkreisläufen. Das Fraunhofer IWU demonstriert mit einem hoch belastbaren Regal und einem Fahrzeugrahmen, dass sich individuelle Formgebung, niedrige Materialkosten und hohe Tragkraft perfekt zu Produkten mit besonderem Nutzwert ergänzen können (Formnext, 7. – 10. November 2023 in Frankfurt a.M., Fraunhofer-Gemeinschaftsstand Halle 11/Stand D31). 3D-gedruckte Regale aus Kunststoff für batterieelektrische Polizei-Einsatzfahrzeuge: damit möglichst viel Nutzlast erhalten…

Medizin Gesundheit

Parkinson: Neue Hoffnung für „austherapierte“ Betroffene

Bei fortschreitender Parkinson-Erkrankung kommen Therapien zum Einsatz, die beispielsweise Operationen am Gehirn erfordern. Obwohl mehrere Optionen existieren, wird selten mehr als eine angewandt. Hilft diese nicht mehr, gelten Erkrankte meist als austherapiert. Eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) zeigt nun, dass auch vermeintlich hoffnungslose Fälle noch von einem Therapiewechsel profitieren können. Parkinson ist nach Alzheimer weltweit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Bislang ist die Erkrankung nicht heilbar, es können lediglich die Symptome behandelt werden. In…

Informationstechnologie

Nanosatellit soll neuartige KI-Technologien testen

Eine neue Würzburger Weltraum-Mission ist auf der Zielgeraden: Der Nanosatellit SONATE-2 wird im Orbit neuartige Hard- und Softwaretechnologien der Künstlichen Intelligenz testen. Nach über zwei Jahren Entwicklungszeit steht der Nanosatellit SONATE-2 kurz vor dem Start. Voraussichtlich im März 2024 wird er mit einer Rakete in den Orbit gebracht. Designt und gebaut wurde der Satellit von einem Team um den Raumfahrttechniker Professor Hakan Kayal von der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Viel Technik für die Kommunikation mit dem Satelliten: das Missionskontrollzentrum auf dem…

Informationstechnologie

Weltneuheit: TU Chemnitz entwickelte intelligenten Drohnenhangar

Professur Technische Informatik ist an der Entwicklung eines neuen Rettungssystems beteiligt, dass u. a. bei Notfällen im Wasser zum Einsatz kommen und überlebenswichtige Zeit beim Retten verkürzen kann. Aus der Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) geht hervor, dass im Jahr 2022 mindestens 355 Personen in Deutschland ertranken. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 56. Angesichts dieser Zahlen sind neue Lösungen gefragt, um Menschen möglichst schnell in offenen Gewässern vor dem Ertrinken zu bewahren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen…

Materialwissenschaften

Neuartige Verkapselungs- und Rückseitenfolien

… für extreme Langlebigkeit von Photovoltaik-Modulen. Für die Zuverlässigkeit eines Solarmoduls spielen die Qualität und die Verarbeitung der Verkapselungs- und Rückseitenfolien eine bedeutende Rolle. Nur wenn die Qualität, Verarbeitung und Kompatibilität der Folien stimmen, ist ein Schutz der verschalteten Solarzellen vor Umwelteinflüssen gewährleistet und das Modul für Jahrzehnte einsatzbereit. Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP untersucht zusammen mit Partnern neuartige Verkapselungs- und Rückseitenfolien für PV-Module, die eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren vorweisen sollen. Die polymeren Verkapselungs- und Rückseitenfolien in Solarmodulen…

Medizintechnik

Medizinische Bilddaten mit neuer Technologie einfacher und sicher analysieren und visualisieren

Medica 2023: In der Medizin fallen viele Daten an, etwa bei der Computertomographie. Auf dem Weg zur personalisierten Medizin sind sie wichtig. Verfahren der Künstlichen Intelligenz, wie zum Beispiel das maschinelle Lernen, lernen mit ihnen dazu und helfen, Diagnosen und Therapien künftig individuell zu zuschneiden. Solche Techniken sind aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Ein Forscherteam aus Kaiserslautern und Leipzig arbeitet an einem System, das medizinische Daten automatisch analysiert und visualisiert, auch deren Unsicherheiten. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf stellt…

Energie & Elektrotechnik

Energiewende: Energieautark im Einfamilienhaus

Photovoltaikanlagen in Kombination mit Batteriespeichern ermöglichen mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung. Wie groß das Potenzial für eine vollständig autarke Energieversorgung von Wohngebäuden ist, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern untersucht. In der Fachzeitschrift Joule zeigen sie, dass bereits heute 53 Prozent der Einfamilienhäuser in Europa technisch energieautark werden könnten. Bis zum Jahr 2050 könnten durch Mehrinvestitionen von 50 Prozent mehr als zwei Millionen Gebäude das Netz verlassen. (DOI: https://doi.org/10.1016/j.joule.2023.09.012) Die Strompreise in Europa steigen seit…

Biowissenschaften Chemie

Atherosklerose: RNA-Schnipsel eröffnet Perspektive für neue Therapien

LMU-Forschende konnten erstmals zeigen, welche Rolle eine spezielle Mikro-RNA bei Atherosklerose spielt – und wie es gelingt, in diesen Signalweg einzugreifen. Atherosklerose gilt als Wegbereiter für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle. Trotz medizinischer Fortschritte steigen die Fallzahlen stetig; neue, spezifische Therapieansätze sind daher wichtiger denn je. Ein internationales Team um Professor Christian Weber, Direktor des Instituts für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK) am Klinikum der LMU, und Professor Donato Santovito, Leiter der Forschergruppe „Translational Vascular Therapy“ am IPEK, hat nun ein…

Geowissenschaften

Geothermie-Forschungsprojekt startet am KTB-Tiefenlabor

Dieser Tage startet die hydraulische Stimulation in heißem Gestein in vier Kilometer Tiefe im Tiefenlabor des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) in Windischeschenbach/Oberpfalz. Das Feldexperiment ist Teil des Forschungsprojektes GEOREAL, das von Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ koordiniert wird. In diesen Tagen startet das Feldexperiment zum Forschungsprojekt GEOREAL im Tiefenlabor des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) in Windischeschenbach/Oberpfalz. Dabei wollen Wissenschaftler:innen des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) Fragestellungen zur Durchlässigkeit des Gesteins im Kontext Tiefe Geothermie testen. Es werden neueste Forschungsansätze von hydraulischer Stimulation, also zur Injektion von…

Geowissenschaften

Wie ein Klimamodell eiszeitliche Klimaschwankungen abbilden und erklären kann

Internationales Team von Forschenden zeigt erstmals einen Mechanismus auf, der starke Klimaschwankungen während der letzten Eiszeit erklärt. Während der letzten Eiszeit, dem letzten glazialen Maximum vor rund 20.000 Jahren, unterlag das Klima im Nord-Atlantik viel größeren mehrhundertjährigen Schwankungen, als es in der jetzigen Warmzeit auf dieser Skala variiert. Darauf deuten Funde in Eis- und Ozeanbodenkernen hin. Forschende des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und des Fachbereichs Geowissenschaften der Universität Bremen sowie der Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande) haben nun zum…

Biowissenschaften Chemie

Geladene „Molekül-Bestien“ als Basis für neue Bindungen

Massenspektrometer sind High-Tech-Maschinen, die in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen. Als hochempfindliche Analysegeräte sind sie in Bereichen wie der medizinischen Diagnostik, der Qualitätskontrolle von Lebensmitteln oder dem Nachweis gefährlicher chemischer Substanzen unverzichtbar. Die Forschergruppe um Dr. Jonas Warneke am Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig arbeitet daran, Massenspektrometer so zu modifizieren, dass sie für einen ganz anderen Zweck eingesetzt werden können: die chemische Synthese neuer Moleküle. Mit diesen so genannten „präparativen Massenspektrometern“ lassen sich chemische Verbindungen…

Biowissenschaften Chemie

Wie sich die Organe männlicher und weiblicher Säugetiere unterscheiden

Wissenschaftler aus Heidelberg und London entschlüsseln genetische Programme, die der Entwicklung geschlechtsspezifischer Merkmale von Säugetierorganen zugrunde liegen. Die Ausbildung geschlechtsspezifischer Merkmale kommt bei Säugetieren häufig vor. Diese Merkmale entstehen durch die Aktivierung entsprechender genetischer Programme, die wissenschaftlich bisher weitgehend unbeschrieben sind. Ein internationales Forschungsteam des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg und des Francis Crick Institute in London hat nun erstmals die Programme entschlüsselt, die die geschlechtsspezifische Entwicklung wichtiger Organe bei ausgewählten Säugetieren – Mensch, Maus, Ratte, Kaninchen und…

Veranstaltungsnachrichten

Entdeckungsreise vom Urknall bis in die Welt der kleinsten Teilchen

In der Woche der Teilchenwelt vom 6. bis 12. November 2023 laden Forschungseinrichtungen bundesweit alle Interessierten ein, Teilchenphysik auf vielfältige Weise zu erleben. Woher kommt unser Universum? Und wie hat es sich nach dem Urknall entwickelt? Welche Geheimnisse birgt der Kosmos? Und was hat es mit der „Weltmaschine“ auf sich? Gemeinsam mit Forschenden lassen sich in der bundesweiten Woche der Teilchenwelt Antworten auf solche Fragen finden. Die Wissenschaftsstandorte im Netzwerk Teilchenwelt öffnen ihre Türen, um die Öffentlichkeit mit ihrer Begeisterung…

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