Die Immuntherapie mit CAR-T-Zellen findet immer neue Anwendungen und wird, neben dem Einsatz in der Behandlung von Blut- und Lymphdrüsenkrebs, inzwischen auch für solide Tumore und verschiedene Autoimmunerkrankungen untersucht. Mit den zunehmenden Indikationen und Patientenzahlen rückt das Thema der Nebenwirkungen dieser innovativen Therapie noch dringlicher in den Fokus. Ein Team um Privat-Dozent Dr. Kai Rejeski von der Medizinischen Klinik III des LMU Klinikums hat im renommierten Fachblatt „Nature Medicine“ eine neue Strategie vorgeschlagen, um auch neuartigen Nebenwirkungen systematisch und schneller…
Im Naturdenkmal „Trog“ bei Quedlinburg befindet sich ein Hotspot wilder Verwandter von Kulturpflanzen. Hier wurde das erste von 60 geplanten genetischen Erhaltungsgebieten für Hotspots von Wildpflanzen mit Bedeutung für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) eingerichtet. Das Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniert mit seiner Fachstelle die bundesweite Einrichtung und Betreuung solcher Erhaltungsgebiete für WEL (Quedlinburg) Im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprojektes ist im Naturdenkmal „Trog“ bei Quedlinburg das erste genetische Erhaltungsgebiet für einen Hotspot von Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) eingerichtet worden. Das…
Burghausen / Burgkirchen, 18. Juli 2025 – Traditionell dient die Summer Lounge von ChemDelta Bavaria, der Gemeinschaftsinitiative von Chemieunternehmen im Bayerischen Chemiedreieck, dem Austausch von Verantwortlichen der Che-mieunternehmen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Be-hörden aus den südostoberbayerischen Landkreisen – dieses Jahr stand sie ganz im Zeichen der Energietransformation. Erstmalig vorgestellt wurde bei der diesjährigen Summer Lounge die Ergebnisse der brandaktuellen Energiestudie „Trans4In 2.0: Energietransformation im Chemiedreieck Bay-ern“ der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE). Sie liefert Antworten auf die zentrale…
Sepsis, früher auch oft als „Blutvergiftung“ bezeichnet, zählt zu den gefährlichsten medizinischen Notfällen überhaupt. Die Erkrankung ist die Folge einer fehlgeleiteten Immunreaktion auf eine Infektion, die rasch zu Organversagen und Tod führen kann. Jede Stunde zählt – doch gerade die frühzeitige Erkennung gestaltet sich in der klinischen Praxis schwierig. Eine neue Studie aus Heidelberg stellt nun einen innovativen Ansatz vor: Künstliche Intelligenz und hyperspektrale Bildgebung der Haut ermöglichen eine sofortige und nicht-invasive Sepsis-Diagnose direkt am Krankenbett. Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums…
Forschende der Universität Hamburg und des DESY haben Hinweise auf das schwer fassbare Toponium gefunden. Mit dieser Entdeckung könnte die grundlegende Struktur aller Materie noch detaillierter entschlüsselt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg (UHH) und des Elektronen-Synchrotrons DESY, die gemeinsam im Exzellenzcluster „Quantum Universe“ der UHH arbeiten, haben in zwei Experimenten am Teilchenbeschleuniger „Large Hadron Collider“ (LHC) des CERN Signale gefunden, die auf ein extrem seltenes Teilchen namens Toponium – einen gebundenen Zustand aus einem Top-Quark und seinem Antiteilchen…
Ein internationales Forschungsteam hat das Bewegungsverhalten von Studienteilnehmenden aus Berliner Innenstadtbezirken und Singapur unter die Lupe genommen. In ihre Analysen flossen gemessene und selbstberichtete Informationen der Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie und den Singapore Population Health Studies ein. Das Ergebnis: Die Teilnehmenden in Singapur waren körperlich aktiver als die Berlinerinnen und Berliner. Die Studie hilft, Risikogruppen besser zu erkennen, und unterstützt die Entwicklung von Bewegungsstrategien in Städten. Körperliche Aktivität senkt nachweislich das Risiko für Krankheiten. Weltweit erreicht dennoch rund ein Drittel…
Die Selbstorganisation ist ein grundlegendes Naturphänomen, das man sowohl in kleinen Skalen unter dem Mikroskop als auch in riesigen Dimensionen im Weltall beobachten kann. Es ist allgegenwärtig in unserem täglichen Leben und zeigt sich zum Beispiel eindrucksvoll bei Vogelschwärmen. Im Quantenbereich ist die Selbstorganisation noch weitgehend unerforscht. Forscherteams an der ETH Zürich und der Saar-Universität konnten nun die Mechanismen enthüllen, die zur Selbstorganisation eines Quantengases in Form eines Kristalls und zu seinem Zerfall führen. Ihr Forschungsergebnis wurde in dem renommierten…
Chemie-Forschungsteam der Universität Jena beeinflusst Spin eines Moleküls erstmals direkt durch ein elektrisches Feld Vor einigen Jahren entwickelten Chemiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein Molekül, das als potenzielles Qubit – also als Recheneinheit in einem Quantencomputer – funktionieren kann. Mithilfe dieses Kupferkomplexes haben sie nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Florenz die Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen in der Quantentechnologie enorm vergrößert. Denn erstmals gelang es ihnen, den Spin Zustand eines Moleküls direkt mit elektrischen Feldern zu steuern, indem man…
Eine einzigartige evolutionäre Lösung für den Fortbestand männlicher Tiere haben Vögel in Form einer wirkungsvollen Mikro-RNA ausgebildet. Dieses winzige Gen sorgt dafür, dass männliche Embryonen trotz eines genetischen Ungleichgewichts zwischen den Geschlechtern überleben können, indem es die Aktivität von Geschlechtschromosomen ausbalanciert. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Biologen der Universität Heidelberg und der University of Edinburgh (Schottland) herausgefunden. Dieser Mechanismus war bislang nicht bekannt und unterscheidet sich deutlich von dem System, das Säugetiere im Laufe der Evolution für…
Studie der IESE Business School zeigt Weg zu mehr Innovation bei weniger RisikoMake-or-Buy, selbst produzieren oder einkaufen? Für kleinere Hersteller heißt die Alternative agile Fertigung. Laut einer Studie der IESE Business School kann sie der bessere Weg zur Wettbewerbsfähigkeit sein. Agile Fertigung lässt Unternehmen ohne hohe Kapitalinvestitionen mit neuen Designs und Produktionsprozessen experimentieren. Innovationen ohne langfristige Risiken, „man bezahlt nur, was man tatsächlich benötigt“. so IESE-Professor Joan Jané. Die klassische Make-or-Buy-Entscheidung stehe zunehmend in Frage, so die Studie der IESE…
In vielen Sprachen gibt es Wörter, die zwar gleich ausgesprochen werden, aber Unterschiedliches bedeuten – sogenannte Homophone. Forschungen zum Englischen und Deutschen haben gezeigt, dass es dennoch manchmal feine Unterschiede im Klang von Homophonen gibt, zum Beispiel bei time (‚Zeit‘) und thyme (‚Thymian‘), aber es war bislang unklar, ob das eine universale Eigenschaft von menschlicher Sprache ist. Eine neue am Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft durchgeführte Studie zeigt ein unerwartetes Ergebnis: In den meisten Sprachen weltweit wird auf akustische Unterscheidung weitgehend verzichtet….
Anfang Juli hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verkündet, eine neue Forschungsgruppe an der TU Dortmund einzurichten. Prof. Andreas Steffen von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie ist Sprecher des Verbunds mit dem Namen „STIL-COCOs“, an dem sechs weitere Einrichtungen beteiligt sind. Gemeinsam werden die Partner smarte Leuchtmaterialien für photonische Technologien entwickeln. Die DFG fördert das Projekt für zunächst vier Jahre mit rund 3,7 Millionen Euro. Photonische Technologien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Sie stecken in OLED-Displays, Lasersystemen…
Magenbypass-Operation bei starkem Übergewicht verändert Gallensäure und schützt so möglicherweise vor Darmkrebs / Tiermodell und Patient*innendaten zeigen wichtigen Zusammenhang Jährlich erkranken mehr als 60.000 Menschen neu an Darmkrebs, einer der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Menschen mit starkem Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko. Eine nun veröffentlichte Studie zeigt: Ein operativer Magenbypass hilft nicht nur dabei das Gewicht langfristig zu reduzieren und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die Operation könnte auch das Risiko senken, an Darmkrebs zu erkranken. Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg berichten in einer…
Wie viel Mikroplastik steckt in Fisch und Meeresfrüchten, die auf unseren Tellern landen? Die Angaben schwanken stark. Das liegt auch daran, dass der Lebensmittelüberwachung standardisierte Analyseverfahren fehlen, um die winzigen Kunststoffpartikel in Fischereierzeugnissen quantitativ nachzuweisen. Dadurch lassen sich die Ergebnisse unterschiedlicher Studien nur schwer bewerten und oft ist unklar, wie zuverlässig vorliegende Daten sind. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts haben Methoden aus der Umweltanalytik weiterentwickelt, um sie für die Untersuchung von Mikroplastik in Fisch und Meeresfrüchten nutzbar zu machen….
Neue Forschungsergebnisse aus einer Zusammenarbeit zwischen den Laboren von Stefan Mundlos (Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin), Dario G. Lupiáñez (Centro Andaluz de Biología del Desarrollo, Sevilla, Spanien/Max Delbrück Center, Berlin) und Francisca M. Real (Centro Andaluz de Biología del Desarrollo/MPI für Molekulare Genetik) zeigen, wie genetische Programme in der Evolution des Säugetierflugs wiederverwendet werden. Der Wunsch zu fliegen hat die Menschheit immer begleitet. In der Evolution wurde die Fähigkeit zu fliegen nur dreimal, und das voneinander unabhängig, entwickelt: In den…
Aktuelle BfS-Studie zum Mammographie-Screening zeigt: Teilnehmerinnen sterben seltener an BrustkrebsFrauen, die am Mammographie-Screening-Programm der gesetzlichen Krankenkassen teilnehmen, haben eine um bis zu 30 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu versterben als Nichtteilnehmerinnen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) über insgesamt zwölf Jahre durchgeführt wurde. Die Deutsche Krebshilfe weist in diesem Rahmen auf die Bedeutung von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen hin und fordert, auch weitere gesetzliche Krebs-Früherkennungsprogramme wissenschaftlich begleiten und evaluieren zu lassen. „Das gesetzliche Programm zur…