Wie gelangt die Welt in den Roboter, oder anders: Wie orientieren sich autonome Fahrzeuge in ihrer Umgebung? Diese Frage treibt ein Team der Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum um, und zwar weniger technisch als vielmehr darauf bezogen, welche Entscheidungen getroffen werden müssen, damit aus den Daten, die das System generiert, ein Modell der Welt entsteht, mit dem das Fahrzeug interagieren kann. Diese Entscheidungen wurden von Menschen getroffen. Um ihnen auf die Spur zu kommen, konstruierten die Forschenden ein selbstfahrendes Fahrzeug von…
TU Berlin stellt Tandem-Elektrolyseur für eine Kreislaufwirtschaft mit Kohlendioxid vor. Wissenschaftler*innen der TU Berlin haben eine Kombination aus zwei Elektrolysezellen vorgestellt, die Kohlendioxid zusammen mit Wasser unter Zuhilfenahme von Strom direkt in Grundchemikalien für die chemische Industrie umwandeln kann. Dabei wird bei der ersten Elektrolyse aus Kohlendioxid zunächst Kohlenmonoxid hergestellt, was dann in der zweiten Elektrolysezelle zusammen mit Wasser Kohlenwasserstoffe bildet. Im Gegensatz zu den sonst üblicherweise verwendeten teuren Metallkatalysatoren wird hier eine mit wenigen Nickelatomen und Stickstoff dotierte Kohlenstoffelektrode…
Zoom ist eine der bekanntesten Video-Konferenz-Softwares der Welt. Täglich wird sie von Millionen Nutzer:innen in dem Vertrauen verwendet, dass ihre Daten sicher sind und ihre Unterhaltungen nicht abgehört werden können. Bislang hängt dies von den Zoom-Servern ab, die den Zugang zu den einzelnen Gruppen kontrollieren: Die Zoom-Server überprüfen, ob alle Gruppenmitglieder das Passwort für das Meeting kennen. Nun gibt es einen neuen Weg: CISPA-Faculty Prof. Dr. Cas Cremers, sein Postdoc Mang Zhao und Dr. Eyal Ronen haben eine neue Methode…
… löst großes Rätsel des Meeres. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie haben im Meer eine bisher unbekannte Partnerschaft zwischen einer Kieselalge und einem Bakterium gefunden, die für große Teile der Stickstofffixierung in weiten Ozeanregionen verantwortlich sein kann. Der neu beschriebene, bakterielle Symbiont ist eng verwandt mit stickstofffixierenden Rhizobien, die mit vielen Kulturpflanzen zusammenleben. Diese Entdeckung könnte neue Wege für die Entwicklung von stickstofffixierenden Pflanzen eröffnen. Stickstoff ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Er steuert zudem das Wachstum von Nutzpflanzen…
Ein verbessertes Verfahren zur Isolierung zirkulierender Tumorzellen ebnet den Weg für maßgeschneiderte Therapien in der personalisierten Onkologie: Wissenschaftlerinnen vom DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universitätsmedizin Mannheim zeigen in einer aktuellen Studie, dass es möglich ist, über eine Anreicherungstechnik von Blutzellen (Diagnostische Leukapherese) ausreichend zirkulierende Tumorzellen zu gewinnen, um den Tumor und dessen Heterogenität umfassend analysieren zu können. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur personalisierten Onkologie: „Damit können wir zukünftig minimal invasiv – mittels Blutprobe – tiefe Einblicke in das Ansprechen…
Zwei Arten von Meeresbakterien aus der Nordsee pflegen eine ungewöhnliche und teils zerstörerische Beziehung, um gemeinsam das wichtige Vitamin B12 herzustellen. Das berichten Forschende aus Oldenburg und San Diego im Wissenschaftsmagazin „Nature“. Die Experimente des Teams decken auf, dass die beiden Mikrobenarten eine koordinierte Strategie entwickelt haben, um an das knappe, aber essentielle Vitamin zu kommen. Die komplexe Interaktion von Kleinstlebewesen im Meer besser verstehen: Diesem Ziel ist ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam um den Oldenburger Mikrobiologen Dr. Gerrit Wienhausen ein Stück…
Ein internationales Forschungsteam von Friedrich-Schiller-Universität und Helmholtz-Institut Jena entschlüsselt den Mechanismus, mit dem hochenergetische Laserpulse auf der Oberfläche von Festkörpern ein Plasma erzeugen. Die Wechselwirkung von hochintensiven, ultrakurzen Laserpulsen mit Festkörpern hat in den zurückliegenden Jahren bedeutende technologische Möglichkeiten eröffnet: So macht etwa die sogenannte Laserablation die hochpräzise Bearbeitung von Materialien und damit die Miniaturisierung von Bauelementen in medizinischen oder Telekommunikationsanwendungen möglich. Das Zusammenspiel von intensiven Laserpulsen und Festkörpern kann außerdem genutzt werden, um beschleunigte Ionenstrahlen zu erzeugen, die in…
Die Verteilung der Elektronenzahl verschiedener Lichtquellen wurde bereits eingehend wissenschaftlich untersucht. Über die statistische Verteilung der emittierten Elektronen unter intensiver Lichteinwirkung hingegen ist kaum etwas bekannt. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun extreme und höchst ungewöhnliche statistische Ereignisse in der Elektronenzahlverteilung entdeckt, welche sich ergeben, wenn nanometergroße Metallnadelspitzen mit ultrakurzen Pulsen aus intensivem Quantenlicht beleuchtet werden. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Physics veröffentlichten Ergebnisse belegen, dass die Anzahl der…
Nicht nur in Konsumentenkreisen spielt Künstliche Intelligenz dank leicht bedienbarer Tools wie ChatGPT eine immer größere Rolle. Vor allem in der IT treten mehr und mehr Lösungen mit KI-Komponenten in Erscheinung und die Nachfrage steigt. Laut einer Umfrage des Versicherungsunternehmens Hiscox erhalten 65 % der befragten Unternehmen aktuell verstärkt Aufträge aus dem KI-Segment. Damit sich Reseller für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz rüsten und als Trusted Advisor perfekt positionieren können, informieren ADN und Microsoft im Rahmen der „ADN Microsoft CSP…
Forscher der ETH Zürich haben erstmals sichtbar gemacht, wie Elektronen in einem Material bei Raumtemperatur Wirbel bilden können. Dies gelang ihnen mit einem extrem hochauflösenden Quantenmessgerät. In Kürze In Graphen verhalten sich Elektronen wie eine Flüssigkeit. Dabei können auch Wirbel entstehen. Solche Elektronenwirbel wurden nun mit Hilfe eines Quanten-Magnetfeldsensors mit hoher räumlicher Auflösung sichtbar gemacht. Normalerweise können solche Fliessphänomene leichter bei tiefen Temperaturen nachgewiesen werden. Dank eines hochempfindlichen Sensors konnten die ETH-Forscher ihre Experimente bei Raumtemperatur durchführen. Verbindet man einen…
Innovativer Werkstoff für eine energieeffiziente Architektur: Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stellen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications ein polymerbasiertes Material mit besonderen Eigenschaften vor. Das Material lässt Sonnenlicht ins Innere, sorgt für ein angenehmeres Raumklima und reinigt sich wie ein Lotusblatt selbst. Die Neuentwicklung könnte in Zukunft Glaskomponenten in Wänden und Dächern ersetzen. In Außentests auf dem Campus des KIT hat das Forschungsteam das Material erfolgreich erprobt. (DOI: 10.1038/s41467-024-48150-2). Möglichst viel natürliches Licht in Gebäuden…
Prof. Achim Hoerauf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB), und seinem Team ist es in Kollaboration mit der Abteilung Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Universität Bonn und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) gelungen, für die Weiterentwicklung des Antibiotikums Corallopyronin A (CorA) als Mittel zur Behandlung der vernachlässigten Tropenkrankheiten Flussblindheit und Lymphatischer Filariose eine Partnerschaft mit der japanischen Pharmafirma Eisai einzugehen und eine hohe Fördersumme einzuwerben. Das Ziel des Teams ist die Entwicklung eines…
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Einrichtung eines neuen Graduiertenkollegs (GRK) in der Biologie an der Universität Göttingen. Das GRK mit dem Titel „Evolutionary Genomics: Consequences of Biodiverse Reproductive Systems (EvoReSt)“ verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der die Evolution von Genomen unter verschiedenen Reproduktionsformen an Organismen aus dem gesamten „Tree of Life“ untersucht. Die DFG fördert das GRK in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt rund 6,6 Millionen Euro. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Evolution des Kerngenoms mit asexueller und…
… mit einer onkologischen Immuntherapie am LMU Klinikum München. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V.(DGRh) begrüßt einen eventuell bahnbrechenden Erfolg in der Behandlung der systemischen Sklerose am LMU Klinikum München. Ein interdisziplinäres Team unter der Leitung der Sektion Rheumatologie und Klinische Immunologie sowie der Medizinischen Klinik und Poliklinik III hat weltweit erstmalig eine junge Patientin mithilfe einer onkologischen Immuntherapie von schweren Symptomen befreit. Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops, Leiter der Sektion Rheumatologie und Klinische Immu-nologie an der…
Eine innovative Idee. Reichlich Durchhaltevermögen in vier Jahren Entwicklungs- und Testzeit. Jetzt kommt das fertige Produkt auf den Markt. Das interdisziplinäre Start-up „STEETS“ aus drei Studierenden der Fachhochschule Dortmund sowie der Universität und der Hochschule Paderborn launcht die finale Version ihrer Abstellhilfe für Gehhilfen auf der OTWorld, der Leitmesse für Orthopädie- und Rehabilitationstechnik. „Geschafft“, sagt Phil Janßen. Er hält einen überraschend kleinen Pappkarton in der Hand. Darin: die technische Lösung, die Millionen Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, das Leben…
In den vergangenen Jahren konnten sich mikrooptische Projektoren für Anwendungen im Bereich Verkehr und Automotiv etablieren. Dabei ermöglichen diese Projektoren die Kommunikation von Autos mit ihrer Umgebung. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF haben nun ein dynamisches Blinklicht entwickelt, das in kompakter Form eine größtmögliche Sichtbarkeit auch unter Tageslichtbedingungen garantiert. Der Blinker wird erstmals auf der OPTATEC 2024 in Frankfurt (Main) vom 14. bis 16. Mai vorgestellt werden. Prinzip eines herkömmlichen mikrooptischen Projektors basierend auf Blenden (oben)…