Täglich entstehen tausende radiologische Aufnahmen, die wertvolle Einblicke in Krankheitsverläufe geben. Damit diese Daten künftig schneller und präziser ausgewertet werden, bündeln das deutschlandweite Netzwerk RACOON und das Schwerpunktprogramm SPP2177 ihre Expertise. Gemeinsam möchten die Forschenden neue KI-gestützte Methoden entwickeln, die Diagnostik und Therapie entscheidend verbessern können. Jeden Tag entstehen deutschlandweit tausende von radiologischen Bildern, die uns mehr über Krankheiten verraten. Wie diese Datenmengen künftig schneller und besser ausgewertet werden können, erforschen zwei große Gruppen von Expert:innen im Konsortium RACOON und…
Prof. Dr. Dr. Axel Schambach, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), erhält zum zweiten Mal den begehrten Proof of Concept Grant für seine Pionierforschung zum Usher-Syndrom. Er möchte eine gesunde Kopie des defekten Gens direkt in das Auge einbringen und so eine drohende Erblindung verhindern. Es gibt verschiedene erblich bedingte Ursachen, weshalb Menschen einen Sehverlust erleiden. Eine besonders schwere Form ist das Usher-Syndrom Typ 1B (USH1B). Neben dem allmählichen Verlust des Sehvermögens leiden Betroffene auch…
Chemiker:innen der ETH Zürich konnten mit extrem kurzen, drehenden Lichtblitzen erstmals die ungleichen Bewegungen von Elektronen in spiegelbildlichen Molekülen vermessen und steuern. Damit zeigten sie, dass Händigkeit vom Molekülen nicht nur ein strukturelles, sondern auch ein elektronisches Phänomen ist. Das Prinzip ist uns allen seit der Kindheit vertraut: Unsere linke und rechte Hand sind zwar strukturell gleich aufgebaut, aber räumlich anders angeordnet, so dass sie nicht deckungsgleich sind. Vielmehr verhalten sie sich wie Bild und Spiegelbild. Im Alltag heisst das:…
Forschende der Universität Bern und der ETH Zürich haben untersucht, wie der Klimawandel sogenannte Superzellen-Gewitter in Europa beeinflusst. Eine Klimaerwärmung von 3 Grad Celsius dürfte gerade im Alpenraum deutlich öfter zur Entstehung dieser zerstörerischen Stürme führen. Als Basis für die Simulation diente den Forschenden eine neuartige digitale Karte, die die Häufigkeit von Superzellen-Gewittern in bisher unerreichter Genauigkeit abbildet. Superzellen-Gewitter zählen zu den gefährlichsten Wetterphänomenen Europas. Diese besonders intensiven Gewitterzellen treten meistens im Sommer auf. Sie zeichnen sich durch einen rotierenden…
Heute Wüste – soweit das Auge reicht. Wer genau hinsieht, entdeckt aber auf den Felsen Hunderte eingeritzte Darstellungen. Diese altägyptischen Graffiti zeugen davon, dass sich hier vor mehr als 5.000 Jahren an der Peripherie eine neue Herrschaft herausbildete. Einer dieser Könige nannte sich „Skorpion“. Mit einer Inszenierung als göttlicher Herrscher und rohen Gewaltdarstellungen zeigte er seine Macht. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn hat nun mit Mohamed Abdelhay Abu Bakr in seinem Buch die neuesten Erkenntnisse…
Neuartiger Detektor ermöglicht tieferes Verständnis des Universums PRESSEMITTEILUNG DER JUNO-KOLLABORATION Das unterirdische Neutrinoobservatorium „Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO)“ nahe der Stadt Jiangmen in der südchinesischen Provinz Guangdong, hat die Befüllung des Neutrinodetektors mit 20.000 Tonnen Flüssigszintillator abgeschlossen und startet jetzt mit der Datennahme. Nach über zehn Jahren Bauzeit ist JUNO das erste Experiment einer neuen Generation weltweit führender Neutrino-Experimente, das nun in Betrieb gehen kann. In den vergangenen Monaten konnten erste Tests zeigen, dass die wichtigsten Leistungsmerkmale des Detektors die…
Todesfälle durch Verzehr vergifteten Tierkadavern tragen wesentlich zum Rückgang der Bestände vieler Geierarten bei. Da Geier bei der Nahrungssuche interagieren und einander folgen, sterben an einem vergifteten Kadaver mitunter hunderte Exemplare bedrohter Arten wie dem Weißrückengeier. Forschende der GAIA-Initiative am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) konnten nun zeigen, dass Sender an Geiern es ermöglichen, Vergiftungsfälle rasch zu erkennen und den Kadaver zu entfernen. Geier sind als Aasfresser resistent gegenüber vielen in der Umwelt vorkommenden Krankheitserregern und erfüllen unter anderem…
Meeresbiologie: Veröffentlichung in Frontiers in Marine ScienceDer Klimawandel lässt die Ozeane zusehends saurer werden. Dies kann für Haie zum Problem werden, wie ein Biologenteam unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) herausgefunden hat. In der Fachzeitschrift Frontiers in Marine Science beschreibt das Forschungsteam, dass eine saurere Umgebung die Zähne der Haie schwächt, die so leichter brechen können, so dass die Räuber an Bisskraft einbüßen. Je mehr des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt, desto mehr nehmen davon…
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Lebenserwartung sehr schnell an – von durchschnittlich 62 Jahren für 1900 Geborene auf 80 Jahre für 1938 Geborene. Doch werden die zwischen 1939 und 2000 Geborenen von diesen raschen Gewinnen an Lebenserwartung profitieren? Eine aktuelle Studie legt nahe, dass keine dieser Generationen im Durchschnitt ein Alter von 100 Jahren erreichen wird. Selbst wenn sich die Überlebensrate von Erwachsenen doppelt so schnell verbessern würde, wie prognostiziert, könnte die Lebenserwartung mit den raschen…
Migrationserfahrungen sind von tiefgreifenden Ungewissheiten (Uncertainties) geprägt. Ein interdisziplinäres Symposium an der Universität Bielefeld untersucht am 8. Oktober, wie Unsicherheiten auf Migrationsprozesse, politische Entscheidungen darüber und die Forschung wirken. Die Tagung wird am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld im Rahmen von INTER.SECT ausgerichtet, einem vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderten Forschungsprojekt. Anmeldungen sind bis zum 5. September möglich. Die Tagung beleuchtet Unsicherheiten auf drei eng verknüpften Ebenen. Zunächst stehen die subjektiven Erfahrungen von Migrant*innen im Mittelpunkt. Dabei illustrieren…
Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) haben eine neuartige Methode zur Untersuchung der inneren Struktur von Atomen entwickelt und dabei bisher unbekannte atomare Übergänge in Samarium, einem Element der Seltenen Erden, entdeckt. Ihre Ergebnisse wurden im renommierten Wissenschaftsjournal Physical Review Applied veröffentlicht. Bisher unbekannte Eigenschaften des Elements Samarium enthüllt Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) haben eine neuartige Methode zur Untersuchung der inneren Struktur von Atomen entwickelt und dabei bisher…
Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Universität Tübingen analysierte Herstellung, Technologie und Inhalte von 51 keramischen Ölgefäßen aus der phönizischen Siedlung Mozia, vor der Küste Siziliens. Die Ergebnisse erlauben Einblicke in die immaterielle Dimension der Antike und die zentrale Rolle von Düften für die Identitätsbildung, die Erinnerungskultur sowie den interkulturellen Austausch im Mittelmeerraum der Eisenzeit. Zum ersten Mal hat ein interdisziplinäres Forscherteam eine umfassende Analyse der Herstellung, Technologie und Inhalte von 51 keramischen Ölgefäßen aus der phönizischen Siedlung Mozia auf…
Forschende der Universität Jena und der Pennsylvania State University starten ein gemeinsames Projekt zur Verschmelzung von Neutronensternen und Schwarzen Löchern Wenn Schwarze Löcher und Neutronensterne aufeinanderprallen, dann bebt die Raumzeit: Die Verschmelzung dieser Himmelskörper setzt nicht nur riesige Energiemengen frei, die sich als Gravitationswellen mit Lichtgeschwindigkeit durch das Universum ausbreiten und von Gravitationswellenobservatorien wie LIGO und Virgo – und in Zukunft auch mit dem Einstein-Teleskop – erfasst werden können. Bei den Kollisionen von Neutronensternen und Schwarzen Löchern wird zudem Materie…
Empa-Forschenden ist es gelungen, organische Porphyrin-Moleküle mit funktionellen Metallzentren an ein Graphen-Nanoband zu binden, und das mit atomarer Präzision. Das resultierende Hybridsystem ist magnetisch und elektronisch gekoppelt und ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen in der molekularen Elektronik, von chemischen Sensoren bis hin zu Quantentechnologien. Organische Chemie, die Chemie der Kohlenstoffverbindungen, ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Bei vielen biochemische Prozesse spielen aber auch Metalle eine Schlüsselrolle. Wenn es darum geht, die grossen und schweren Metallatome mit den leichten…
Satellitenbilder, soziale Medien oder Barcode-Scanner in Geschäften bieten einen reichen Datenschatz, der bisher in den Sozialwissenschaften noch wenig genutzt wird. Neue KI-gestützte Methoden helfen hier bei der Auswertung, sie erfordern jedoch viel IT-Knowhow und eine rechtliche und ethische Einordnung. Diese interdisziplinären Fachkenntnisse sollen jetzt in einem Kompetenzzentrum genannt „Societal Observatory Using Novel Data Sources (SOUNDS)“ gebündelt werden. Die Landesregierung fördert dies mit 29 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds, um neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch konkrete wirtschaftliche Impulse für die Transformation der…
Forschungsteam der TU Chemnitz demonstriert erstmalig autonome Kommunikation und koordiniertes Verhalten von elektronischen Robotern auf der Mikroskala In einem entscheidenden Schritt hin zu intelligenten Mikrorobotersystemen hat ein Team des Forschungszentrums für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) der Technischen Universität Chemnitz eine neue Generation autonomer Mikroroboter entwickelt – sogenannte Smartlets –, die in wässrigen Umgebungen kommunizieren, agieren und zusammenarbeiten können. Diese Smartlet-Mikroroboter, jeder nur einen Millimeter groß, sind mit integrierter Elektronik, Sensoren, Aktoren und Energiesystemen ausgestattet. Sie sind in…