Verglichen mit der Entwicklung von Januar bis September 2005 hat sich die Dynamik im Seeverkehr damit weiter verstärkt. Im Vorjahr hatte die Zunahme in den ersten neun Monaten bei knapp 9 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,3% gelegen. Insgesamt hat 2006 der Versand ins Ausland mit knapp 10% am stärksten zugenommen, gefolgt vom Empfang aus dem Ausland (+ 6,5%). Beim innerdeutschen Verkehr gab es dagegen einen Rückgang von 7,6%.
Halb- und Fertigerzeugnisse machten mit 77,8 Millionen Tonnen mehr als ein Drittel aller umgeschlagenen Güter aus und haben mit einem Plus von gut 12% überdurchschnittlich zugenommen. Die mengenmäßig zweitwichtigste Güterabteilung stellte mit 46,8 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse dar. Hier war eine Abnahme von 2,6% zu verzeichnen, was wohl auf die hohen Erdölpreise und eine damit verbundene geringere Nachfrage zurückzuführen ist. Weiterhin sehr dynamisch entwickelte sich dagegen der Umschlag von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, festen mineralischen Brennstoffen sowie Steinen und Erden.
Bei diesen drei Güterabteilungen betrug die Zunahme von Januar bis September 2006 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres jeweils mehr als 10%, bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen sogar knapp 20%. Eine Abnahme, verglichen mit 2005, war neben den schon genannten Mineralölerzeugnissen nur noch für Düngemittel festzustellen, bei denen sich der Umschlag um mehr als 10% verringerte.
Weiterhin stark überdurchschnittlich nahm die Menge der in Containern transportierten Güter zu. Von Januar bis September 2006 waren es gut 10,1 Millionen TEU (= Twenty-foot-Equivalent-Unit), eine Zunahme von 14% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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