Dagegen hat die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im September 2006 um 21,7% auf 7 350 zugenommen. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und den Nachlassinsolvenzen lag die Gesamtzahl der Insolvenzen im September 2006 bei 12 160 Fällen; das waren 7,0% mehr als im September 2006.
Von Januar bis September 2006 wurden 23 391 Insolvenzen von Unternehmen (- 17,2%) und 67 002 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 37,0%) gezählt. Insgesamt registrierten die Gerichte in diesen neun Monaten 114 068 Insolvenzen, das waren 13,8% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für Januar bis September 2006 mit 25 Milliarden Euro gegenüber 28 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Fünftel der Insolvenzfälle ausmachen, entfielen auf sie rund 60% aller Forderungen.
Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2006 mit knapp 32 000 Unternehmensinsolvenzen (2005: 36 843) und mit über 90 000 Verbraucherinsolvenzen (2005: 68 898). Insgesamt werden über 150 000 Insolvenzfälle (2005: 136 554) erwartet.
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