Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Lärmbelastung den Einzelnen auf unerwartete Weise beeinflussen kann. Schlafmangel, erhöhter Blutdruck, schlechtes Wahrnehmungsverhalten und auch Stress können mit den Lärmpegeln im Umfeld zusammenhängen.
Das von der Europäischen Kommission finanzierte RANCH-Projekt lieferte stichhaltige Beweise für einen Zusammenhang von Lärmbelastung und negativen Auswirkungen auf junge Menschen. Daraus gingen mehrere logische und gut platzierte Empfehlungen für die Entscheidungsträger hervor, damit sie diese bei der Lärmprävention berücksichtigten.
Zum Beispiel wird darin verdeutlicht, dass neue Schulen weit ab von Hauptverkehrsstraßen oder Autobahnen und Flughäfen errichtet werden sollten. Auch müsse eine angemessene Isolierung bedacht werden, um die Situation zu entschärfen, wenn eine Schule nahe an oder in einem lauten Umfeld steht.
Die genauere Bewertung der Isolierung bleibt Gegenstand künftiger Beobachtungen; das Fehlen einer Isolierung kann jedoch bereits studiert werden. Die Grade von Missempfinden, Leseverständnis und die Reaktion auf Missempfindungen sind nur einige Möglichkeiten zur Bewertung des Einflusses von Lärm.
Weitere Studien können auch die möglichen langfristigen oder dauerhaften Einflüsse von schädlichen Geräuschpegeln auf die Wahrnehmungsleistung von Kindern einbeziehen. Zudem sollten weitere Studien erwogen werden, um zu bewerten, ob sich die Wahrnehmungsleistung verbessert, wenn die Kinder eine laute Umgebung verlassen haben.
Dies sind nur einige Vorschläge, die anhand der Ergebnisse des RANCH-Projekts entstanden sind. Die Studie deutet darüber hinaus auf lärmbezogene Probleme auf einer europaweiten Ebene und damit auf einen möglichen pandemieartigen Effekt hin. Das RANCH-Projekt verdeutlicht die Notwendigkeit eines auf einer integrierten Lösung gründenden Ansatzes. Durch RANCH soll die Qualität des Lebensstandards für alle Europäer erhöht werden.

