Erneuerbare Energien: Unternehmer zuversichtlich
Die Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland erwarten in den naechsten Jahren deutlich steigende Umsaetze und zusaetzliche Arbeitsplaetze. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Bundesumweltministeriums zu den Beschaeftigungswirkungen der erneuerbaren Energien, die heute in Berlin im Rahmen eines Expertenworkshops vorgestellt wird.
Befragt wurden insgesamt etwa 1100 Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche. Einbezogen wurden dabei neben Anlagenherstellern, Zulieferern und Projektierern auch Anlagenbetreiber, Finanziers und Haendler. Die Umfrage ist Bestandteil eines laufenden wissenschaftlichen Forschungsprojekts des Bundesumweltministeriums zu den langfristigen Beschaeftigungswirkungen der erneuerbaren Energien. Demnach ist bis zum Jahr 2010 fuer die gesamte Erneuerbaren-Energien-Branche von einem deutlichen Umsatzwachstum auszugehen, besonders in den Teilbereichen der Bioenergie und Photovoltaik. Ein aehnliches Bild bietet sich hinsichtlich der erwarteten Beschaeftigungsentwicklung: Hier ist fuer die Branche insgesamt bis 2010 von einem Zuwachs um etwa 40 Prozent zu rechnen. Bei Photovoltaik sowie Biomasse wird jeweils in etwa eine Verdoppelung der Arbeitsplaetze prognostiziert.
Die Erneuerbaren-Energien-Branche ist klar mittelstaendisch gepraegt: Fast alle befragte Unternehmen beschaeftigen bis zu 250 Mitarbeiter. In allen Sparten der erneuerbaren Energien werden hoch qualifizierte Arbeitskraefte benoetigt. Nach der Ansicht der Befragten mangelt es der Branche weiterhin an gut ausgebildeten Fachleuten. Angesichts einer ganzen Reihe neuer Berufsbilder sowie neuer Ausbildungs- und Studiengaenge wird fuer 2010 zwar eine gewisse Entspannung auf dem Fachkraeftearbeitsmarkt angenommen, gleichwohl gehen auch dann immer noch rund 40 Prozent aller Befragten von einem Fachkraeftemangel aus.
Nur ein geringer Anteil der Befragten plant eine Standortverlagerung ins Ausland, offenbar ist Deutschland fuer die Erneuerbare-Energien Branche weiterhin attraktiv. Innerhalb Deutschlands sehen die befragten Unternehmen dabei Ostdeutschland als attraktivsten Standort an. Zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland erwarten bis 2010 eine weiter steigende Exportquote, 80 Prozent der befragten Unternehmen schaetzen ihre Wettbewerbsposition auf den auslaendischen Maerkten als positiv ein.

