Studien Analysen

Aktuelle Deutsche Studie deutet auf Überlegenheit des Sirolimus-freisetzenden Stents hin

Die im amerikanischen Ärzteblatt JAMA veröffentlichten Ergebnisse einer unabhängigen deutschen Studie weisen auf einen Behandlungsvorteil von Sirolimus-freisetzenden Stents gegenüber den ebenfalls Medikamenten-freisetzenden Paclitaxel-Stents sowie der Ballonangioplastie bei Patienten mit In-Stent-Restenose (Wiederverengung der mit einem Stent versehenen Koronararterien) hin.

An der unabhängigen, randomisierten, kontrollierten sogenannten ISAR-DESIRE-Studie* des Deutschen Herzzentrums in München und dem Klinikum rechts der Isar nahmen 300 Patienten teil. Sie wurden auf Sirolimus-freisetzenden Stent, Paclitaxel-freisetzenden Stent oder Ballonangioplastie randomisiert. Jede Studiengruppe bestand aus 100 Patienten. “Basierend auf den Resultaten der Studie kamen wir zu dem Ergebnis, dass Medikamenten-freisetzende Stents bei der Behandlung von In-Stent-Restenose-Patienten gegenüber einer Ballonangioplastie der Vorzug gegeben werden sollte”, so der Studienleiter Prof. Dr. Adnan Kastrati vom Deutschen Herzzentrum. “Dabei scheint der Einsatz von Sirolimus-freisetzenden Stents (CypherTM) einen größeren Benefit als der Paclitaxel-Stent (TaxusTM) zu bieten.”

Die Mehrheit der Patienten (92 %) erhielt eine angiografische Nachkontrolle. Während 44,6 % der Patienten im Ballonangioplastie-Arm nach sechs Monaten eine Restenose im betroffenen Gefäß erfuhren, lag die Rate der Wiederverengung bei Patienten im Sirolimus-Arm bei 14,3 % und im Paclitaxel-Arm bei 21,7 %. Im Gegensatz zu 19 % im Paclitaxel-Arm und 33 % im Ballonangioplastie-Arm fiel zudem die Zielgefäß-Revaskularisierung mit 8 % im Sirolimus-Arm signifikant niedriger aus.

Für die Behandlung von Patienten mit In-Stent-Restenose, einer besonders schwierig zu behandelnden Gruppe, erklärte Prof. Dr. Kastrati, dass er auf Grund der Erkenntnisse aus der ISAR-DESIRE-Studie Cypher-Stents bevorzugen würde.

*JAMA, January 12, 2005 – Vol 293, No. 2



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