Deutsche Börse führt elektronischen Handel mit Bezugsrechten ein
Anleger können Bezugsrechte fortlaufend auf Xetra handeln
Ab dem 3. Januar können Anleger Bezugsrechte fortlaufend über das pan-europäische Handelssystem Xetra handeln. Das hat die Deutsche Börse am Dienstag mitgeteilt. Der Bezugsrechthandel ist Teil der neuen Xetra Software Version 7.1, die am Montag erfolgreich eingeführt wurde. Damit erweitert die Deutsche Börse das Leistungsspektrum des vollelektronischen Xetra-Systems und erhöht die Transparenz und Effizienz beim Handel mit Bezugsrechten. Auf dem Parkett der FWB Frankfurter Wertpapierbörse werden die Kurse von Bezugsrechten unverändert einmal täglich festgestellt.
“Alle rund 300 Xetra-Teilnehmer aus rund 20 Ländern können jetzt am Handel mit Bezugsrechten teilnehmen – auch Handelsteilnehmer, die keinen Zugang zum Parkett der FWB haben,” sagte Rainer Riess, Managing Director bei der Deutschen Börse für den Bereich Kassamarkt. Kunden der Gruppe Deutsche Börse können durch den vollelektronischen Handel Arbitragemöglichkeiten zwischen dem Bezugsrecht, der zugrunde liegenden Aktie und dem entsprechenden Terminprodukt an der Terminbörse Eurex besser nutzen. “Der Handel von Bezugsrechten wird liquider, transparenter und internationaler,” so Riess. Unternehmen, die Bezugsrechte emittieren, profitieren davon, dass das Bezugsrecht und die zugrunde liegende Aktie auf der gleichen elektronischen Plattform mit sehr engen Geld- Brief-Spannen gehandelt werden.
Der Handel wird durch einen so genannten “Designated Sponsor” unterstützt, der während der gesamten Handelszeit kontinuierlich verbindliche Kauf- und Verkaufspreise stellt und so einen liquiden Handel im offenen Xetra-Orderbuch ermöglicht. In Abstimmung mit dem Emittenten beantragt der Konsortialführer die Aufnahme des Bezugsrechts auf Xetra. Für Bezugsrechte mit einem Nominalwert von mindestens einem Euro gilt eine Mindestordergröße von 1.000 Stück, für Bezugsrechte mit einem Nominalwert von unter einem Euro eine Mindestordergröße von 5.000 Stück.




