In der Behandlung des Schlaganfalls haben sich in den letzten Jahren neue Aspekte im Hinblick auf eine akute therapeutische Intervention innerhalb der ersten Stunden des Infarktgeschehens ergeben, die den bisher vorherrschenden Pessimismus umkehren könnten. Die Grundlage einer solchen Therapie kann nur eine fundierte Kenntnis der Pathophysiologie sein, die umgehend in die Diagnostik und Therapie Eingang findet. Die Forschergruppe verfolgt hierbei das Konzept, eine in der Klinik entstehende Frage jeweils simultan auf verschiedenen Ebenen zu beantworten: 1. durch direkte Messungen an Patienten, 2. durch kliniknahe Simulation im Tiermodell und 3. durch Untersuchungen in vitro. Diese Verzahnung verschiedener Ebenen zur Lösung klinischer Probleme ist das Spezifische der Forschergruppe. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt in den frühen Veränderungen verschiedener Messparameter innerhalb der ersten Stunden des Hirninfarkts. Arbeitsgruppen aus den beiden Neurologischen Kliniken und dem Physiologischen Institut der Universität Heidelberg beabsichtigen, die begonnene erfolgreiche Arbeit hierzu in gemeinsamen Projekten zu intensivieren



