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Delphi-Studie "Die Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland"

Die Studie ist das Ergebnis einer Umfrage unter Wissenschaftlern in Deutschland aus Grundlagenforschung, Industrie, der philosophisch-ethischen Begleitforschung sowie Klinikern. Sie ist Teil des vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Projekts “Diskurs zu den ethischen Fragen der Biomedizin”. Die Studie zur Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland wurde von der Arbeitsgruppe “Bioethik und Wissenschaftskommunikation” am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Zusammenarbeit mit der Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik (MUT) am Forschungszentrum Jülich (FZJ) durchgeführt.

Die Forscher des MDC und des FZJ setzten für ihre Umfrage das so genannte Delphi-Verfahren ein. Dabei erhalten die Studienteilnehmer Thesen zum Thema – in diesem Fall zur Stammzellforschung – mit der Bitte, dazu Stellung zu nehmen. Nach Auswertung der Antworten erhalten diejenigen, die sich an der ersten Runde beteiligt haben, das Ergebnis mit der Bitte um erneute Stellungnahme. Das Verfahren dient als Instrument zur vorausschauenden Erkennung längerfristiger Trends in der Wissenschafts- und Technikentwicklung.

Die Delphi-Studie zur “Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland” umfasste 57 Thesen aus den Bereichen Grundlagenforschung, Therapie und Anwendung, gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie Auswirkungen auf verwandte Forschungsbereiche, die unter anderem be-wertet werden sollten hinsichtlich:

  • des zu erwartenden Zeitraums der Realisierung der Entwicklung,
  • der Chancen und Risiken für Patienten, Industrie und Forschung sowie
  • der wichtigsten Faktoren zur Realisierung in Deutschland.

Die Delphi-Studie ergänzt das “Bürgervotum”, das im Rahmen der ersten Bürgerkonferenz zur Stammzellforschung in Deutschland Mitte März 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Diese Bürgerkonferenz, ebenfalls unter Federführung der MDC-Arbeitsgruppe und in Kooperation mit dem FZJ, stand unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.



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