Zeitersparnis bringt entscheidende Vorteile
Wissenschaftler der Cambridge University haben ein neues, nur drei Minuten dauerndes Scanverfahren für Schlaganfallpatienten entwickelt. Durch diese Zeitersparnis können lebenswichtige Medikamente deutlich früher verabreicht werden. Für herkömmliche Scans sind derzeit rund 20 Minuten erforderlich. Zusätzlich soll die Durchführung auch für die Patienten einfacher sein.
Das Team hat laut BBC einen MRI-Scanner dahingehend adaptiert, dass er die gleiche Anzahl von Bildern in einem Bruchteil der Zeit liefert. Die Qualität der gewonnenen Bilder ist für die Erkennung von blockierten Gefäßen ausreichend. Ein zusätzlicher Vorteil besteht laut dem leitenden Wissenschaftler Jonathan Gillard darin, dass Patienten nach einem Schlaganfall leichter drei Minuten still halten als 20.
Patienten sollten nach einem Schlaganfall, der durch ein Blutgerinnsel im Gehirn verursacht wurde, innerhalb von drei Stunden thrombolytische Medikamente erhalten. Bevor diese Medikamente verabreicht werden können, muss durch einen Gehirnscan eine weitere Art von Schlaganfall ausgeschlossen werden, der durch ein geplatztes Gefäß hervorgerufen wird.



