Acetylsalicylsäure kann möglicherweise Lungenkrebs vorbeugen

Raucher oder ehemalige Raucher können ihr Lungenkrebsrisiko möglicherweise durch die regelmäßige Einnahme des Aspirin®-Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS) um bis zu 40 Prozent verringern.

Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher der American Health Foundation in New York in einer Studie, die jetzt in der Zeitschrift „Cancer“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler erforschten den Zusammenhang zwischen dem Risiko an Lungenkrebs zu erkranken und der regelmäßigen Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, so genannten nicht steroidalen Antirheumatika (NSAIDS), zu denen auch ASS gehört.

An der Studie nahmen 1.038 Lungenkrebs-Patienten und eine Kontrollgruppe von 1.002 gesunden Personen teil. Die Studienteilnehmer, die ein Jahr oder länger mehr als dreimal wöchentlich Entzündungshemmer aus der Gruppe der NSAIDS einnahmen, hatten im Vergleich zu den Probanden, die diese Medikamente nicht bekamen, ein um 32 Prozent verringertes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Besonders bei Rauchern hatten die Entzündungshemmer einen positiven Effekt: ihr Risiko sank sogar um 40 Prozent!

„Die Arbeit der amerikanischen Forschergruppe liefert einen weiteren Hinweis auf eine risikomindernde Wirkung des Aspirin®-Wirkstoffs Acetylsalicylsäure gegen verschiedene Krebsarten“, kommentiert Umberto Filippi von Bayer HealthCare die Ergebnisse der Studie. „Schon frühere Studien haben gezeigt, dass ASS wahrscheinlich eine vorbeugende Wirkung gegen Darm-, Lungen- und Brustkrebs hat.“ Um die Wirkung von ASS gegen Lungenkrebs zu bestätigen, sind jedoch noch zusätzliche prospektive Studien nötig.

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