Anhand von umfangreichen Daten aus Deutschland, Großbritannien, Kanada und den USA verdeutlicht die Untersuchung die Wechselwirkungen zwischen fremd beurteilter Schönheit und selbst empfundener Lebenszufriedenheit. Die Erhebungen basieren auf sehr unterschiedlichen Ansätzen zur Messung und subjektiven Bewertung dieser beiden Eigenschaften.
Neben einem direkten “Wohlfühleffekt” guten Aussehens resultiert ein gesteigertes persönliches Glücksgefühl vor allem aus indirekten Wirkungen: Die von anderen wahrgenommene Schönheit bringt materielle Vorteile auf dem Arbeitsmarkt und bei der Partnersuche. Insgesamt profitieren Männer und Frauen gleichermaßen von optischer Attraktivität. Allerdings spielen bei Männern die wirtschaftlichen Erfolgschancen eine größere Rolle, während bei Frauen der direkte Einfluss der selbst empfundenen Schönheit auf die Lebenszufriedenheit etwas stärker ausgeprägt ist.
Die Forschungsergebnisse sind auch im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um alternative Wohlstandsindikatoren von Interesse. “Lebenszufriedenheit ist letztlich nur bedingt als Indikator für soziale Ungleichheit geeignet, da die Voraussetzungen bis zu einem gewissen Grade naturgegeben und nicht gesellschaftspolitisch beeinflussbar sind”, sagt der renommierte US-Ökonom und IZA-Gastwissenschaftler Daniel Hamermesh, der die Studie gemeinsam mit Jason Abrevaya von der Universität Texas-Austin verfasst hat.
Die englischsprachige Publikation ist über die IZA-Homepage abrufbar:
Daniel S. Hamermesh / Jason Abrevaya:
“Beauty Is the Promise of Happiness”?
IZA Discussion Paper No. 5600
http://ftp.iza.org/dp5600.pdf

