Die Studie gibt einen aktuellen Überblick über den Einsatz von Pestiziden in Kontinentalfrankreich sowie über den heutigen Kenntnisstand in Bezug auf die landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer Reduzierung des Pestizidverbrauchs.
Der Bericht liefert die ersten Aktionsfelder zur Umsetzung von Maßnahmen, die für die Reduzierung der in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide um 50 % bis 2018 erforderlich sind, gemäß der Zielsetzung des Abkommens für Umweltschutz (Grenelle de l’environnement).
Ziel der Studie war es, die folgenden Punkte zu erörtern:
· das agronomische, wirtschaftliche und umweltfreundliche Potenzial von Anbausystemen, die einer geringeren Konzentration von chemischen Pflanzenschutzmitteln bedürfen
· die Auswirkungen einer allgemeinen Umsetzung solcher Anbausysteme auf nationaler Ebene
· die Maßnahmen, die die Entwicklung und Verbreitung solcher Anbausysteme ermöglichen
An der Studie waren mehr als 100 Experten beteiligt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass eine beachtliche Diskrepanz zwischen den Anbauarten und den verschiedenen Regionen besteht. Die Wissenschaftler konnten dennoch nachweisen, dass eine Verringerung des Pestizideinsatzes um 30 % auf nationaler Ebene nur mit weitreichenden Veränderungen bei den Anbaumethoden möglich wäre.
Weder die Produktionssysteme noch das Ertragsniveau sollten zu stark davon betroffen sein. Bei den Feldkulturen, die die größte Anbaufläche und den stärksten Pestizidbedarf ausmachen, würden sich zwar die Gewinnmargen (gegenüber den Preisen für 2006) kaum verändern, der Ertrag würde jedoch um 6 Prozent sinken.
Eine Zusammenfassung sowie die neun Bände der Studie finden Sie unter folgender Adresse (auf Französisch):
http://www.inra.fr/l_institut/etudes/ecophyto_r_d/ecophyto_r_d_resultats
Quelle: Pressemitteilungen des INRA – 28.01.2010 Redakteur: Julien Sialelli, julien.sialelli@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 176 vom 03.02.010)
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