Regelmäßiges Training senkt den Blutdruck – das konnte jetzt eine Analyse von 54 diesbezüglichen Studien zeigen.
Dabei spielte es keine Rolle, wie alt und dick die Studienteilnehmer waren oder wie hoch ihr Blutdruck zu Beginn der Studie war.
Untersucht wurde aerobes Training, das heißt Sportarten, die die Fähigkeit des Körpers zur Nutzung von Sauerstoff verbessern. Dazu zählen etwa Radfahren, Schwimmen oder Joggen. Im Schnitt sank der systolische Blutdruck bei den zuvor trägen Studienteilnehmern, die sportlich aktiv wurden, um 3,8 mmHg und der diastolische Wert um knapp 2,6 mmHg.
Der systolische Wert verrät, wie hoch der Blutdruck ist, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in die Adern presst. Als Bluthochdruck gilt ein systolischer Wert von mehr als 140 mmHg. Der diastolische Wert gibt hingegen den Blutdruck an, wenn sich das Herz entspannt; er sollte bei maximal 90 mmHg liegen.
Auch wenn die Blutdrucksenkungen durch das Training nicht nach viel klingen, tragen sie doch dazu bei, das Risiko etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einen Schlaganfall zu senken.
Was die Untersuchung nicht berücksichtigen konnte: Studien, die länger als sechs Monate dauerten, zeigten kleinere Effekte auf den Blutdruck. Fraglich bleibt also, ob das Training auch langfristig, also wenn man mehr als ein Jahr lang regelmäßig Sport treibt, erfolgreich den Blutdruck senken kann. Trotzdem: Ein potenziell blutdrucksenkender Effekt sei nur einer von vielen Gründen, warum es sich lohne, mehrmals pro Woche 20 bis 30 Minuten lang sportlich aktiv zu werden, empfehlen Experten.
Annals of Internal Medicine (2002) Vol. 136, pp. 493 – 503

