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Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital haben Unterschiede in den sensorischen Bereichen des Gehirns von Menschen, die an Migräne leiden, entdeckt. Es zeigte sich, dass ein Teil des Kortex dicker ist. Derzeit ist nicht geklärt, ob der Unterschied ein Auslöser oder eine Folge der Migräneanfälle ist. Die in Neurology veröffentlichte Studie geht davon aus, dass diese Veränderungen Patienten generell sehr schmerzempfindlich machen.
Das Team des spitaleigenen Martinos Center for Biomedical Imaging verglich 24 Migräne-Patienten mit zwölf gesunden Teilnehmern. Der somatosensorische Kortex war bei den Migräne-Teilnehmern bis zu 21 Prozent dicker. Die leitende Wissenschaftlerin Nouchine Hadjikhani erläuterte, dass wiederholte Migräneanfälle zu diesen Veränderungen führen oder aber auch durch sie ausgelöst werden können. "Die meisten Teilnehmer litten seit ihrer Kindheit an Migräne. Eine übermäßige Stimulation dieses sensorischen Bereiches könnte daher die Ursache für die Veränderung des Kortex sein." Diese Forschungsergebnisse wiesen darauf hin, dass die sensorischen Mechanismen des Gehirns eine wichtige Rolle bei Migräne spielen. Damit könnte auch erklärt sein, warum Migräne-Patienten häufig auch an anderen schmerhaften Erkrankungen im Rücken und im Kiefer leiden. Dazu kommen immer wieder auch sensorische Probleme wie bei der Allodynie. Bei dieser Krankheit führt bereits ein leichter Luftzug zu Schmerzen.
Hadjikhani betonte, dass große Anstrengungen unternommen würden, die Migräne-Symptome zu behandeln. Sollte ein Anfall bereits im Vorfeld verhindert werden können, wäre es auch möglich, diese Veränderungen des Gehirns nicht stattfinden zu lassen. Frühere Studien haben laut BBC gezeigt, dass der Kortex bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Alzheimer dünner wird. Teile des Kortex verdicken sich auch bei intensivem motorischem Training oder beim Lernen.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.massgeneral.org
www.neurology.org
www.nmr.mgh.harvard.edu
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