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Laut Melamede ist Nikotin von entscheidender Bedeutung
Robert Melamede von der University of Colorado erklärte, dass das Rauchen von Cannabis weniger wahrscheinlich eine Krebserkrankung auslöst als das Rauchen von Tabak. Trotz der chemischen Ähnlichkeit wirke Tabak stärker krebserregend. Laut Melamede sei der Unterschied hauptsächlich auf das Nikotin im Tabak zurückzuführen. Cannabis könne eine Krebserkrankung durch das enthaltene THC unter Umstnden sogar hemmen. Gesundheitsaktivisten warnten vor jeder Form von Gleichgültigkeit. Cannabis bleibe die in Großbritannien am häufigsten konsumierte Droge. Laut der British Crime Survey wurde sie im letzten Jahr von einem von zehn Briten konsumiert. In der Vergangenheit wurde bereits ein Zusammenhang mit psychischen Problemen und Atemschwierigkeiten hergestellt. Andererseits wird ebenfalls erforscht, ob Cannabis zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Alzheimer eingesetzt werden kann.
Melamede, der zu den führenden amerikanischen Cannabisexperten gehört, erklärte, dass Nikotin krebserregende Bestandteile aktiviere. Bei THC sei hingegen nachgewiesen, dass es bei Mäusen diese Aktivierung blockiere. "Verbindungen, die in Cannabis enthalten sind, töten nachweisbar verschiedene Krebsarten ab. Dazu gehört Brust-, Prostata- und Hautkrebs sowie Lymphome und Leukämie." Zu einer Interaktion könne es kommen, da Cannabis häufig mit Tabak konsumiert werde. "Es ist möglich, dass sich mit dem Älterwerden der Konsumenten die Langzeitwirkungen des Cannabisrauchens jenen von Tabakrauchern angleichen." Die derzeitigen Forschungsergebnisse legten jedoch nicht nahe, dass das Rauchen von Cannabis ein vergleichbares karzinogenes Potenzial aufweise wie das Rauchen von Tabak. Jean King von Cancer Research UK erklärte laut BBC, dass viele der Studien für die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Krebs und Cannabis gereinigte Cannabinoide eingesetzt hatten. "Die Ergebnisse derartiger Studien dürften nicht die gesamten Auswirkungen des Rauchens von Cannabis berücksichtigen, da insgesamt mehr als 400 Chemikalien eine Rolle spielen."
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.uccs.edu
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