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Werte- und Unternehmenskultur sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Unternehmen. Eine gemeinsame Untersuchung von Deep White und dem MCM Institut der Universität St. Gallen kommt zu dem Ergebnis, dass ein Viertel des Geschäftserfolgs von Unternehmen mit der gelebten Wertekultur am Arbeitsplatz erklärt werden kann.
Mit Vorlage von Studienergebnissen über den Zusammenhang von Wertekultur und Unternehmenserfolg stellt die Bonner Unternehmensberatung Deep White Management-Erfolgsfaktoren für einen Werte-Wandel in Unternehmen vor, die aus einer wissenschaftlichen Untersuchung in Unternehmen im deutschsprachigen Raum ermittelt wurden.
Unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Herrmann vom MCM Institut der Universität St. Gallen und des Unternehmensberaters Gregor Schönborn, zuvor CEO von ECC Kohtes Klewes, entwickelte ein Forschungsteam aus Wissenschaftlern und Beratern die Methode zur Quantifizierung von Unternehmenskultur und Ermittlung von Werten als Erfolgsfaktoren. Hierzu wurde in St. Gallen in fast 1-jähriger Arbeit eigens ein Werte-Inventar von Wirtschaftsunternehmen aufgestellt und aus den Befragungsergebnissen von über 2134 Mitarbeitern in 33 Unternehmen erforscht, inwieweit Werte von einander abhängig sind und den Geschäftserfolg beeinflussen.
Die typische Unternehmenskultur im mittleren Management der Wirtschaft ist der Untersuchung zufolge in neun von zehn Fällen vor allem durch Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein und hohes Engagement geprägt. 90 Prozent der Mitarbeiter aus 33 untersuchten Unternehmen sind sogar bereit, mehr als nötig für den Erfolg der Firma zu tun. Doch der weit verbreitete hohe persönliche Einsatz aus Pflichtgefühl ist weniger Erfolg versprechend, als der Einsatz aus eigener Motivation und die Selbstverwirklichung in der Arbeit, die nur 6% der Mitarbeiter voll und ganz erreicht wird.
Die Arbeitswelt in deutschen Unternehmen ist insgesamt durch "harte Werte" wie Macht, Verantwortung und Hierarchie geprägt. Zuviel Routine, Führung mit Angst oder eine schlechte Streitkultur haben aber einen nachgewiesenen, negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und damit auf den Geschäftserfolg.
Erfolgreicher sind Unternehmenskulturen, die den Mitarbeitern eine klare Vision des Unternehmens vermitteln, gleichzeitig aber mit ausgeprägter Bodenständigkeit und Tradition arbeiten. Wenn die Führung den Mitarbeitern bei aller Leistungsorientierung keine Überschreitung der persönlichen Grenzen abverlangt, macht sie das Unternehmen erfolgreicher als die Konkurrenz.
Die Deep-White-Studie zeigt zudem, dass Leistungsanerkennung durch finanzielle Honorierung zu einseitig ist und nur kurze Motivationswirkung hat. Die Übertragung von zuviel Verantwortung auf den Einzelnen zu 65 Prozent in den Unternehmen erweist sich als regelrechter "Erfolgs-Killer", ebenso wie ausgeprägte Routine (60 Prozent) oder auch feste, hierarchische Strukturen (36 Prozent).
Auf Grundlage der wissenschaftlichen Methode entwickelte der Berater Schönborn gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin aus der Marktforschung Dr. Sylvia Peetz ein Modell des Wertemanagements für die Unternehmensführung. Die daraus hervorgegangene Unternehmensberatung Deep White in Bonn analysiert die gelebte Wertekultur von Unternehmen und berät Manager beim Prozess der Ausrichtung der Unternehmenskultur nach den ermittelten "Erfolgs-Werten" mit dem Ziel, den Geschäftserfolg zu verbessern.
Die Werteforschung und die Beratung sollen weiter ausgebaut werden, um im Prozess des Werte-Wandels alle Unternehmensbereiche zu erfassen. "Besonders interessiert an einem Werte-Wandel sind z. B. Kapitalmarkt-Unternehmen, die im Zuge des Börsenbooms zu einseitig auf den Shareholder Value ausgerichtet wurden oder Familien-Unternehmen, die noch von der Gründergeneration geprägt sind und Veränderungsprozesse zu bewältigen haben." sagt Gregor Schönborn.
Gregor Schönborn | Quelle: Deep White
Weitere Informationen: www.deep-white.com
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