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Mit 0,8 Promille Alkohol fährt man sicherer als beim Telefonieren selbst mit Freisprech-Anlage
Studie belegt außerordentliche Beeinträchtigung der Fahrleistung
Im Auto mit dem Handy telefonieren kann gefährlicher sein als Fahren nach Alkoholgenuss. Das belegt eine vom Telekommunikationsmagazin "connect" (Ausgabe 6, EVT: 16. Mai 2002) vorab veröffentlichte Studie des englischen Versicherers Direct Line. Dabei überraschte, dass selbst Fahrer mit einer Freisprech-Einrichtung (Car-Kit) schlechter abschnitten als ihre mit gut 0,8 Promille alkoholisierten Kollegen. Am schlechtesten reagierten Fahrer beim Telefonieren mit dem Handy in der Hand: Bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde traten sie erst 13 Meter später als bei einer normalen Reaktion auf die Bremse, mit Freisprech-Einrichtung war der Bremsweg immerhin acht Meter länger als normal. Nicht weniger gefährlich die Reaktionszeit bei alkoholisierten Autofahrern: Vier Meter später als im nüchternen Zustand bremsten die angeheiterten Testpersonen. Untersucht wurde die Reaktionszeit im Fahrsimulator auf einer Teststrecke bei 20 Personen zwischen 21 und 45 Jahren.
Dabei ist die Rechtslage klar: Wer aufgrund eines Telefonats am Steuer einen Unfall verursacht, dem droht der ganze oder teilweise Entzug des Versicherungsschutzes, so Martin Bendrich von der Allianz in München in "connect". Bei Strafen von 30 Euro in Deutschland und bis zu 125 Euro im europäischen Ausland lohnt sich für Autofahrer als Mindestanforderung der Einbau eines Car-Kits, das ohne Sprachsteuerung und Topqualität bereits für knapp 100 Euro zu erwerben ist. "connect": "Beim Telefonieren im Auto generell Fuß vom Gas nehmen, rechts einordnen, Sicherheitsabstand einhalten und so kurz wie möglich fassen oder den nächstliegenden Parkplatz ansteuern."
Dirk Waasen | Quelle: ots
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