Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) hat Licht in eine seit Jahrzehnten andauernde Debatte darüber gebracht, warum Galaxien sich schneller drehen als erwartet – und ob dieses Verhalten durch unsichtbare Dunkle Materie oder durch einen Zusammenbruch der Gravitation auf kosmischen Skalen verursacht wird. Unter der Leitung des AIP in Zusammenarbeit mit der University of Surrey, der University of Bath, der Nanjing University in China, der University of Porto in Portugal, der Leiden University in…
Physiker der Universität Regensburg weisen ultra-schnelle Pseudospin-Oszillationen exzitonischer Quasiteilchen nach. Physiker der Universität Regensburg aus den Forschungsgruppen um Professor Dr. Christian Schüller und Professor Dr. Jaroslav Fabian konnten erstmalig ultraschnelle quantenmechanische Oszillationen von verschiedenen Exzitonenarten beobachten. Darüber berichtet das Team nun im international renommierten Fachjournal Nature Communications. Dass aus Licht Strom gewonnen werden kann, erscheint für uns durch die Allgegenwärtigkeit von Solarzellen ganz normal. Dies basiert auf dem physikalischen Phänomen, dass in manchen Materialien durch die Absorption von Licht freie…
Bislang unverstandene quantenmechanische Effekte in Nanosystemen sichtbar zu machen, genauer zu erforschen und gegebenenfalls für Anwendungen nutzbar zu machen, ist Ziel eines neuen Projekts an der Universität Oldenburg. In winzigen Strukturen, die nur aus wenigen Tausend Atomen bestehen, lassen sich viele interessante quantenphysikalische Phänomene erzeugen und beobachten – mit Anwendungsmöglichkeiten etwa in der Photovoltaik, Informationsverarbeitung oder im Energietransport. An der Universität Oldenburg befassen sich mehrere Forschungsgruppen am Institut für Physik und am Institut für Chemie mit Vorgängen in solchen Nanostrukturen….
Die Erkennung von elektromagnetischen Wellen im sogenannten Terahertz-Bereich bleibt eine echte Herausforderung. Forschende der Universitäten Augsburg und Cambridge haben einen neuen physikalischen Effekt entdeckt, der das ändern dürfte. In einer neuen Studie entwickeln sie nun eine Theorie, die den Mechanismus dahinter erklärt. Ihre Erkenntnisse ermöglichen den Bau kleiner, günstiger und höchst empfindlicher Terahertz-Detektoren. Nutzen ließe sich diese etwa in der medizinischen Diagnostik, bei kontaktlosen Sicherheits-Checks oder auch zur schnelleren drahtlosen Übertragung von Daten. Die Ergebnisse der neuen Theorie sind in…
Quantenmaterialien – Verschränkung vieler Atome erstmals entdeckt. Ob Magnete oder Supraleiter: Materialien sind für ihre Eigenschaften bekannt. Doch unter extremen Bedingungen können sich solche Eigenschaften spontan ändern. Ein Forschungsteam der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Technischen Universität München (TUM) hat einen vollkommen neuen Typ solcher Phasen¬übergänge entdeckt. Dort tritt das Phänomen der Quantenverschränkung von vielen Atomen auf – bisher wurde das nur im Bereich weniger Atome beobachtet. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Neues Fell für…
• Die Machine Vision & Learning Arbeitsgruppe an der LMU um den Informatiker Prof. Björn Ommer hat einen der leistungsfähigsten Algorithmen zur Bildsynthese entwickelt • Das neue KI-Modell Stable Diffusion benötigt keinen Hochleistungsrechner und ist für alle Nutzer frei verfügbar • Die Essenz aus Milliarden von Trainingsbildern wird von dem KI-Modell in wenigen Gigabyte zusammengefasst In Sekundenschnelle aus Texten Bilder machen – und zwar mit einer herkömmlichen Grafikkarte und ohne Hochleistungsrechner. Das ermöglicht das neue KI-Modell Stable Diffusion. Den zugrundeliegenden…
2019 war BioNTech kaum jemandem ein Begriff, heute ist das Mainzer Pharmaunternehmen durch die Entwicklung und Produktion von Comirnaty©, einem Impfstoff gegen COVID-19, weltbekannt. Ursprüngliches und weiterhin verfolgtes Anliegen der Firma ist die Entwicklung personalisierter mRNA-basierter Therapien gegen Krebs. Für beide Anwendungsfälle hat ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM gemeinsam mit BioNTech zwei Softwareplattformen für die effektive und optimale Planung, Steuerung und Dokumentation der Produktionsprozesse entwickelt. Die Systeme sind bereits im Einsatz und werden kontinuierlich an sich…
Team unter Göttinger Leiung entwickelt Machine-Learning-Methode. Granulares Material ist überall um uns herum: Beispiele sind Sand, Reis, Nüsse, Kaffee und sogar Schnee. Diese Materialien bestehen aus festen Teilchen, deren Zustand durch mechanische Einflüsse bestimmt wird: Durch Schütteln entstehen „granulare Gase“, während man durch Komprimieren „granulare Feststoffe“ erhält. Ein ungewöhnliches Merkmal solcher Festkörper ist, dass sich die Kräfte innerhalb des Materials auf im Wesentlichen linearen Bahnen konzentrieren, die als Kraftketten bezeichnet werden und deren Form der eines Blitzes ähnelt. (pug) Forscher…
Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) stellt seine Weiterentwicklungen bei den Photonics Days Berlin Brandenburg auf der Konferenz und der begleitenden Ausstellung vor. Die Photonics Days finden am 5. und 6. Oktober 2022 in Berlin Adlershof statt und vernetzen Expert*innen aus den Bereichen Photonik, Optik, Mikrosystemtechnik und Quantentechnologie. Wissenschaftler*innen des Ferdinand-Braun-Instituts sind als Chairs der Sessions „Berlin Laser Tech Symposium“ und „Berlin Quantum Optics Symposium“ aktiv eingebunden. Zudem präsentieren sie die Fortschritte bei Hochleistungsdiodenlasern mit sehr hoher Wiederholrate in einem…
Prof. Dr. Stefan Flörchinger ist neuer Professor für Theoretische Physik und Quantenfeldtheorie der Universität Jena. In seiner Arbeit geht es darum, physikalische Gesetze auf fundamentalster Ebene zu verstehen und weiterzuentwickeln. „Es geht um das fundamentale Verständnis der Natur“ – so beschreibt Prof. Dr. Stefan Flörchinger sein Forschungs- und Tätigkeitsfeld. Er ist neuer Professor für Theoretische Physik und Quantenfeldtheorie am Theoretisch-Physikalischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Als theoretischer Physiker geht es ihm im Kern darum, physikalische Gesetze auf fundamentalster Ebene zu verstehen…
Informatiker der Uni Magdeburg haben eine Software entwickelt, mit der Industrieroboter schnell und kostengünstig programmiert werden können. Ein Forschungsteam der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat in dem Projekt „AuRora – Automated Robot Programming“ einen neuen Algorithmus entwickelt, mit dem Unternehmen künftig ihre Industrieroboter automatisiert und zeitsparend programmieren können. Dadurch können nun auch kleine und mittelständische Unternehmen Industrieroboter kostengünstig für ihre Produktion nutzen. Mit dem Algorithmus können alle gängigen Industrieroboter für Prozesse wie Schweißen, Bohren oder Kleben programmiert werden….
Mit dem JWST haben Astronomen, daruter Laura Kreidberg vom MPIA, Infrarotlicht gemessen, das durch die Atmosphäre eines heißen Gasriesen gefiltert wurde. Das Spektrum des Exoplaneten WASP-39 b liefert einige Neuerungen: Die erste offizielle wissenschatlch Beobachtung eines Exoplaneten mit de JWST, das erste detaillierte Spektrum eines Exoplaneten, das diesen Bereich der Nahinfrarotfarben abdeckt und der erste unbestreitbare Nachweis von CO2 in der Atmosphäre eines Exolaneten. Die Ergebnisse zeigen, dass Webb in der Lage ist, Schlüsselmoleküle wie CO2 auf einer Vielzahl von…
An der TU Wien und der Hebräischen Universität Jerusalem wurde eine „Lichtfalle“ entwickelt, in der ein Lichtstrahl sich selbst am Entkommen hindert. Dadurch lässt sich Licht perfekt absorbieren. Egal ob bei der Photosynthese oder in einer Photovoltaik-Anlage: Wenn man Licht effizient nutzen will, muss man es möglichst vollständig absorbieren. Schwierig ist das aber, wenn die Absorption in einer dünnen Materialschicht stattfinden soll, die normalerweise einen Großteil des Lichts durchlässt. Nun fanden Forschungsteams der TU Wien und der Hebräischen Universität Jerusalem…
Start für BMBF-Fördervorhaben an der TU Freiberg Im Rahmen der Projektförderung des Rahmenprogramms „Erforschung von Universum und Materie“ (ErUM) wurde Mitte August ein Projektantrag zum Thema „Untersuchungen des Ladungstransfers an Grenzflächen mittels pikosekunden-zeitaufgelöster Photoelektronenspektroskopie bei Umgebungsdruck“ bewilligt. Großgeräte der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung sind ein wesentlicher Teil der deutschen Forschungsinfrastruktur. Mit dem ErUM Rahmenprogramm zielt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) daher auf eine kontinuierliche Steigerung der Leistungsfähigkeit und Verbreiterung des nutzungsgetriebenen Anwendungsspektrums der naturwissenschaftlichen Großgeräte. Die Projektförderung zur Vernetzung von…
Wolfram-di-Tellurid (WTe2) hat sich zuletzt als vielversprechendes Material zur Realisierung topologischer Zustände bewährt. Diese gelten aufgrund ihrer einzigartigen elektronischen Eigenschaften als Schlüssel für neuartige „spintronische“ Bauelemente und Quantencomputer der Zukunft. Physiker des Forschungszentrums Jülich konnten mittels Untersuchungen am Rastertunnelmikroskop nun erstmals nachvollziehen, wie sich die topologischen Eigenschaften mehrlagiger WTe2-Systeme systematisch verändern lassen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nano Letters veröffentlicht. Topologische Isolatoren wurden unter anderem durch den Physik-Nobelpreis 2016 über Fachkreise hinaus bekannt. Ihre Erforschung steht aber noch recht…
Physikern am Max-Planck-Institut für Quantenoptik ist es gelungen, mehr als ein Dutzend Photonen auf definierte Weise und effizient miteinander zu verschränken. Damit schaffen sie eine Basis für eine neue Art von Quantencomputern. Um einen Quantencomputer nutzbringend einzusetzen, braucht es eine größere Zahl von speziell präparierten – im Fachjargon: verschränkten – Grundbausteinen für das Ausführen von Rechenoperationen. Ein Team an Physikern am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching hat nun erstmals gezeigt, wie sich das mit Photonen realisieren lässt, die von einem…
Team des Projektes SocialSTAGE-VR erstellte zu Forschungszwecken ein virtuelles Abbild vom Saal und angrenzender Bereiche des Chemnitzer Opernhauses – das Projekt zielt darauf ab, das Bühnen-Shows und TV-Events dank Virtual Reality von zuhause live miterlebt werden können Bis tief in die Nacht liefen vor einigen Wochen die Arbeiten im Chemnitzer Opernhaus, um einen virtuellen Zwilling des Opernsaales und weiterer Gebäudeteile zu erstellen. Für das Projekt „SocialSTAGE-VR“ der Technischen Universität Chemnitz (Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement sowie Professur Produktionssysteme und -prozesse) soll…