Eine Drohne, die in unbekannten Innenräumen autonom fliegen kann, haben Forschende am Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) im Projekt „Autodrohne in der Produktion“ entwickelt. Zur Navigation nutzt sie bordeigene Sensoren, die das GPS ersetzen. Im Forschungsumfeld funktioniert der Indoor-Drohnenflug, marktreif ist das System allerdings noch nicht – weil die Forschenden auf unerwartete Sicherheitsprobleme gestoßen sind, die weiter untersucht werden müssen. GPS funktioniert nur unter freiem Himmel. Unbemannte Luftfahrtsysteme (engl. Unmanned Aircraft System, UAS) können sehr zuverlässig navigieren, solange…
Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Universität Wuppertal sind aktuell auf dem Lichterfest in Lyon aktiv, um neue Daten für die Fußgängerforschung zu sammeln. Das Fête des Lumières, das gestern startete, zieht jedes Jahr rund 2 Millionen Menschen in die französische Großstadt. Die Forschenden zeichnen dort auf, wie sich Besucherströme durch die überfüllten Gassen drängen. Die Auswertung soll dazu beitragen, die Dynamik von dichten Menschenmengen mithilfe von innovativen Modellen mit künstlicher Intelligenz (KI) besser vorhersagen und verstehen zu können. „Die…
Keine Wand ist ihnen zu steil, sie laufen kopfüber an Decken, ihre fein-behaarten Füße haften besser als jeder Profikleber, ohne Spuren zu hinterlassen, und sie trotzen der Schwerkraft: Die Füße der Geckos! Sie sind gleichermaßen von Interesse für Forschende aus der Materialwissenschaft wie aus der KI-Forschung. Dieser Effekt der Geckofüße soll über das Verbundvorhaben »GecKI« nunmehr zur Entwicklung energieeffizienter, autoadaptiver und produktunabhängiger Haftpads für Robotergreifsysteme zu Nutze gemacht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert »GecKI« mit ca….
Die gestiegenen Ansprüche der Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, immer leistungsfähiger werdende Hardware und die steigende Verfügbarkeit von Daten und Algorithmen haben zu enormen Fortschritten im Rahmen der KI geführt. Um diesen Prozess für kritische Infrastrukturen, insbesondere in den Bereichen Energie und Medizin, weiter zu fokussieren und künftig als kompetenter Ansprechpartner zu fungieren, erforschen fünf Einrichtungen, wie ein KI-Servicezentrum aufgebaut werden kann. Das Verbundprojekt „KI-Servicezentrum für sensible und kritische Infrastrukturen“ unter Leitung der Universität Göttingen wird vom Bundesforschungsministerium für…
EU-Projekt ELIoT liefert LiFi-Lösungen für den Massenmarkt. Das Projekt ELIoT (Enhance Lighting for the Internet of Things), Teil der EU-Initiative Horizon 2020, ist erfolgreich abgeschlossen worden. Seit 2019 entwickelte das Konsortium, koordiniert vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI), LiFi-Lösungen für den Massenmarkt, die eine drahtlose Datenübertragung über Licht im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) möglich machen. Zum Projektabschluss wurde die neue LiFi-Infrastruktur in realen Anwendungsszenarien demonstriert und eine Roadmap für LiFi im zukünftigen IoT präsentiert. Je mehr wir unsere Umwelt…
Unkonventionelles Computing kombiniert Brownsches Computing mit Reservoir Computing / Erster Prototyp entwickelt. Ein Großteil der heutzutage genutzten Energie wird in Form elektrischen Stroms für die Verarbeitung und Speicherung von Daten und die entsprechenden Endgeräte verbraucht, wobei dieser Anteil zukünftig laut Prognosen noch weiter steigen wird. Neuartige Konzepte, wie neuromorphes Computing, nutzen energiesparende Ansätze, um dieses Problem zu lösen. In einem Gemeinschaftsprojekt von experimentellen und theoretischen Physikern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wurde ein solcher Ansatz jetzt im Rahmen eines ERC…
Teststrecke für Quantenkommunikation erfoscht hochsichere Kommunikation. 1,7 Kilometer Luftlinie trennt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF von den Stadtwerken Jena. Auf dieser Distanz erforscht das Institut mit einer Teststrecke den Austausch von Quantenschlüsseln via Freistrahl, also durch die Luft hindurch. Mithilfe dieser Technologie soll unsere Kommunikation in Zukunft hochsicher werden. Bei der »Langen Nacht der Wissenschaften Jena« am 25. November können Gäste die Teststrecke live in Aktion erleben. Hoch oben über den Dächern von Jena, auf dem Dach…
Forschende des Bremer Instituts für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) an der Universität Bremen arbeiten gemeinsam mit der RWTH Aachen und Industriepartnern an einem automatisierten unbemannten Flugsystem, mit dem der Ertrag von Windenergieanlagen deutlich erhöht werden soll. Das dreijährige Projekt mit dem Namen AutoFlow ist jetzt angelaufen. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Wieviel Energie eine Windenergieanlage produziert, ist nicht allein vom Wind abhängig, sondern auch vom Zustand der Rotorblätter. Aktuell müssen die…
Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) hat die neue Software NNCodec entwickelt, mit der neuronale Netze auf einen Bruchteil ihrer Größe komprimiert werden können. Dabei entsteht kein Qualitätsverlust. NNCodec steht ab sofort über die Softwareentwicklungsplattform GitHub für die nicht-kommerzielle Nutzung zum freien Download bereit. Die Software richtet sich speziell an Forschungsgruppen und Entwicklungsteams im Bereich KI, die mit NNCodec eine leistungsstarke und standardkonforme Lösung erhalten. NNCodec ist eine quelloffene und nutzerfreundliche Software, die Encoder- und Decoder-Module zur Kompression neuronaler Netze enthält. Sie…
Wer im komplexen System Stadt bauen oder planen will, braucht belastbare Daten. Oftmals sind Planungsdaten jedoch veraltet und unvollständig. Im Forschungsprojekt MuSiS entwickelt Fraunhofer IPM gemeinsam mit der incontext.technology GmbH einen Prozess, mit dem ein digitaler Zwilling urbaner Umgebungen schnell und engmaschig erstellt werden kann. Die Idee: Messsysteme – installiert auf Taxis, Bussen oder Straßenbahnen – rollen im Verkehr mit und nehmen ganz nebenbei jederzeit aktuell die Umgebung auf. Urbane Räume wandeln sich dynamisch. Heute erhobene Umgebungsdaten können schon morgen…
Einem deutsch-spanischen Forscherteam um Prof. Dr. Hubert Krenner vom Physikalischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist es gelungen, einzelne Photonen auf einem Chip mithilfe einer Schallwelle gezielt zwischen zwei Ausgängen mit Gigahertz-Frequenzen hin und her zu schalten. Einem deutsch-spanischen Forscherteam aus Valencia, Münster, Augsburg, Berlin und München ist es gelungen, einzelne Lichtquanten mit höchster Präzision zu kontrollieren. In der Fachzeitschrift „Nature Communications“ berichten die Wissenschaftler, wie sie einzelne Photonen auf einem Chip mithilfe einer Schallwelle gezielt zwischen zwei Ausgängen mit…
Roboter sollen möglichst selbstständig Dekontaminationsaufgaben in menschenfeindlichen Umgebungen ausführen – etwa bei Altlastensanierungen oder beim Rückbau kerntechnischer Anlagen und der Dekontamination von Anlagenteilen – damit Menschen der Gefahrenzone fernbleiben können. Diese Vision stand am Anfang von ROBDEKON. Nun ist die erste, vierjährige Förderphase des Kompetenzzentrums abgeschlossen und diverse, an den praktischen Anforderungen der Anwender ausgerichtete Systeme etwa zur Kontaminationsmessung, Gefahrstoffhandhabung oder zum autonomen Abtragen belasteter Erdschichten wurden entwickelt. Das Kompetenzzentrum »Robotersysteme für die Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen« (ROBDEKON) wurde vom…
Interaktive Kartenanwendung sammelt Ideen und Visionen. Wie prägt das Meer das Leben in Küsten- und Hafenstädten? Welche Ideen und Visionen haben Menschen für die Zukunft am Meer? Am Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven greifen gleich zwei Projekte diese Fragen auf. Bereits im Sommer machte das Verbundprojekt „Ocean Future Lab“ Station in Bremerhaven. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt! entwickelten Bremerhavener:innen in einem ko-kreativen Workshop Ideen für die Zukunft…
Entfernt und doch nah: Die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz ist am Forschungsprojekt „TeleInteraction-XR“ beteiligt, in dem die Fernassistenz im Maschinen- und Anlagenbau durch neue Technologien der Virtual und Augmented Reality ermöglicht wird. Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine wesentliche Säule der deutschen Industrie, hochkomplexe Maschinen und Anlagen werden in die ganze Welt verkauft. Damit zusammenhängende Service-Aufgaben, wie Inbetriebnahmen, Wartungen oder Schadensbehebungen, setzen oft hochspezialisiertes Wissen der herstellenden Unternehmen voraus. Dies stellt die Hersteller vor großen Herausforderungen, denn…
… mit integrierter neuromorpher Datenverarbeitung nimmt Fahrt auf. Im Fraunhofer-Leitprojekt NeurOSmart forschen fünf Institute (ISIT, IPMS, IMS, IWU, IAIS)* gemeinsam an einem besonders energieeffizienten und intelligenten Sensor für die nächste Generation autonom agierender Systeme. Nach knapp einem Jahr Projektlaufzeit präsentieren die Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher auf der Electronica das zu erwartende Sensorsystem und die hybride, neuromorphe Datenverarbeitungspipeline. Aktuell geht der Trend für komplexe anspruchsvolle Anwendungen, wie etwa dem autonomen Fahren, zu mobilen Supercomputern mit einem erheblich steigenden Energieverbrauch. Besonders bei mobilen…
Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können sich Laser leisten, doch gerade bei häufig wechselnden Anwendungen fehlen oft die Kapazität und das Know-how für optimales Feintuning. Auf Lasermaschinen mit Grips setzt das BMBF-Verbundprojekt DIPOOL, in dem vier Industrieunternehmen und zwei Forschungsinstitute gemeinsam zwei Demonstratoren für das Laserschneiden und das Laserschweißen entwickeln. Welche Rolle dabei KI und minimalinvasive Modulationstechnik spielen, erfuhr Technikreporter Nikolaus Fecht von Dr. Dirk Petring vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen. Ein Experte aus der Laser-Community sagte…