Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
Ein altbekanntes Mineral rückt durch Anwendungen in der Elektronik wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Die TU Wien zeigt, dass Glimmer Überraschungen bereithält. Glimmer ist auf den ersten Blick etwas ganz Gewöhnliches: Es ist ein häufiges Mineral, das etwa in Granit vorkommt, es wurde bereits unzählige Male untersucht, aus geologischer, chemischer und technischer Perspektive. Man könnte glauben, über so ein alltägliches Material lässt sich nichts Neuer mehr herausfinden. Doch das wäre ein Irrtum: Die Oberflächenphysikalischen Details von Glimmer wurden nämlich bisher…
Bei winterlichen Bedingungen war Mitte Dezember der „Digibus® 2.0“ zum ersten Mal auf Österreichs Straßen unterwegs. Salzburg Research und die Digitrans GmbH führten in der Gemeinde Koppl erste Messfahrten zur Vorbereitung des automatisierten Pilotbetriebs durch. Ab Frühjahr 2023 wird das 100% batterieelektrisch angetriebene Shuttle den öffentlichen Nahverkehr in der Gemeinde ergänzen. Der „Digibus®“ fährt wieder in der Salzburger Gemeinde Koppl – und sieht diesmal ganz anders aus. Noch fährt er nicht selbst, sondern ganz „normal“ mit Lenkrad und Fahrer:in. Aber…
… verhindert Beschlagen und unerwünschte Reflexionen. Optiken, die nicht beschlagen und kaum reflektieren – das ist künftig dank eines neuen optischen Beschichtungssystems möglich. Die von Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF entwickelte Technologie soll dazu beitragen, die Leistung von LiDAR-Systemen und Kameras etwa in autonom fahrenden Autos zu verbessern. Das Forschungsteam präsentiert das neue Verfahren nun mit einem Beitrag in der Fachzeitschrift »Applied Optics«. »Wenn man von der Kälte in einen warmen Raum kommt, kann die Brille…
Das Stromnetz wird zunehmend dezentralisiert und digitalisiert, was neue Herausforderungen für die Netzbetreiber mit sich bringt. Lösungen für diese Herausforderungen könnten im Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) liegen. Das Projekt “Data4Grid” der Deutschen Energie-Agentur erforscht die Möglichkeiten des Einsatzes von KI und Datenanalyse in Stromverteilnetzen. Der Expertenbericht ist jetzt online verfügbar und untersucht unter anderem den Umgang mit sensiblen Daten und den rechtlichen Rahmen für KI in der Energiewirtschaft. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystem IEE erstellte ein wissenschaftliches Gutachten…
– neue hierarchische Designstrategie für ‚schlanken‘ Stahl. Internationales Forschungsteam veröffentlicht neueste Ergebnisse für optimierte Mittelmangan-Stähle in der Fachzeitschrift Science. Fahrzeuge, Gebäude, Infrastrukturen – alles unvorstellbar ohne Stähle. Allerdings muss der eingesetzte Stahl je nach Anwendung ganz unterschiedliche Eigenschaften erfüllen. Deshalb sind ca. 2500 Stahlsorten auf dem Markt und es werden stetig neue entwickelt oder vorhandene Stahlsorten optimiert. Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beschäftigen sich gegenwärtig vor allem mit drei Eigenschaften: Nachhaltigkeit, Festigkeit und Verformbarkeit. Gleichzeitig müssen sie die Kosten der Herstellung und…
Mitte Januar ist an der TU Clausthal die Kick-off-Veranstaltung für ein neues DFG-Projekt erfolgt. Beteiligt sind die Metallurgie-Abteilungen Gießereitechnik und Festkörperkinetik sowie das Simulationswissenschaftliche Zentrum Clausthal-Göttingen. Das Gemeinschaftsprojekt der Clausthaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird in den kommenden drei Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Umfang von annähernd einer Million Euro finanziert. Im Mittelpunkt des grundlagenorientierten Forschungsvorhabens stehen Grenzflächenreaktionen bei der Herstellung von innovativen Verbundgusswerkstoffen. Der genaue Name des Projektes lautet: „Grenzflächenreaktion und Diffusionskinetik an der fest-flüssig Phasengrenze von Verbundgusspartnern…
Synthetisches Methanol als maritimer Kraftstoff für die Schifffahrt aus Bremerhaven. Inhalt des Projektes ist die Entwicklung einer Technologie zur Herstellung von synthetischem Methanol als Kraftstoff für die Schifffahrt in Bremerhaven. Es wird im Programm „Entwicklung regenerative Kraftstoffe“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert und durch das Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) Bremerhaven koordiniert. Weitere Partner sind neben dem ISL das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und die Unternehmen UTG Unabhängige Tanklogistik GmbH, Green Fuels GmbH und die Reederei F….
Das saubere Flugzeug der Zukunft könnte ganz anders aussehen als heutige Maschinen. Modelle sehen etwa einen verteilten Antrieb mit hybriden Technologien und weit gestreckte Tragflächen, die es erlauben, in der Nähe von Flughäfen in geringer Höhe leise und emissionsfrei zu fliegen. Was bedeutet das aber für den Flughafenbetrieb? Methoden zur Beantwortung dieser Frage entwickelt das Konsortium des Projekts „INDIGO: Integration and Digital Demonstration of Low-emission Aircraft Technologies and Airport Operations“, an der das Team von Prof. Dr. Francesca di Mare…
… im Bereich der erneuerbaren Energien. Von TU Chemnitz bearbeitete Teilprojekte innerhalb des von der EU, dem Bund und den Ländern Sachsen und Thüringen geförderten Verbundprojektes „Power2Power“ erzielten Fortschritte bei der Erforschung der Zuverlässigkeit und Robustheit von Leistungshalbleitern. Leistungshalbleiter befinden sich in vielen elektronischen Geräten und elektrotechnischen Anwendungen. Aufgrund dieser großen Verbreitung hat eine Erhöhung der Effizienz und Robustheit dieser Bauteile – zum Beispiel durch weniger Durchlassverluste oder eine erhöhte Kurzschlussresistenz – enorme Auswirkungen auf die Energiebilanz und Haltbarkeit der…
U-Bahnen ohne Fahrer sausen durch den Nürnberger Untergrund und in Kronach fahren autonome Shuttle-Busse. Es sind die ersten Zeichen einer Entwicklung, die unsere Mobilität für immer verändern wird. Der Studiengang Autonomes Fahren der Hochschule Coburg und der Thinktank von Valeo in Kronach-Neuses bringen das Thema weiter voran. Neben dem großen Valeo-Industriegebäude befindet sich im oberfränkischen Kronach-Neuses auch ein Gebäude mit einer eigenen Testhalle und -strecke nur fürs Autonome Fahren. Über 100 Expertinnen und Experten arbeiten hier bei einem Weltmarktführer für…
Schieneninfrastruktur wird derzeit großteils mittels dieselbetriebener Gleisbaumaschinen gebaut und erhalten. Gemeinsam mit Partnern untersucht die TU Graz Antriebsalternativen für die Spezialmaschinen. Für den sicheren Eisenbahnbetrieb müssen Gleise regelmäßig instandgehalten und erneuert werden. Dazu braucht es Spezialbaumaschinen, die heutzutage großteils mit Dieselmotoren angetrieben werden. Besonders große Gleisbaumaschinengruppen mit einer Länge von mehreren Hundert Metern brauchen dabei bis zu 1000 Liter Diesel pro umzubauenden Gleiskilometer. Gleisbaumaschinen sind nicht nur lärm- und emissionsintensiv, sondern arbeiten rund um die Uhr und führen simultan mehrere…
Robuster Reaktor für reines Methan. Synthetische Energieträger sind kreislaufgerecht bezüglich CO2 und können erneuerbare Energie transportierbar und langfristig speicherbar machen. Künstlich hergestelltes Methan ist einer davon. Das Problem: Dessen Herstellung ist mit relativ hohen Energieverlusten verbunden; zudem machen bisherige Verfahren eine Aufreinigung des Methans erforderlich. Um das zu ändern, haben Empa-Forschende ein neues, optimiertes Reaktorkonzept für die Methanisierung entwickelt. Die Energiewende verlangt nach Energieträgern, die klimaschonend sind; das heisst, dass sie bei Herstellung und Gebrauch möglichst geringe – im Idealfall…
Das Projekt zum Aufbau des Europäischen Blockchain-Instituts (»Blockchain Europe«) stellt einen Blockchain-Baukasten und ein Softwaresystem für Zoll und Datenmanagement als Open Source zur Verfügung. Unter anderem dabei: die Software »BORDER«, die die komplexen Vorgänge der Zoll-Abwicklung entlang der gesamten Transportkette digitalisiert. Das federführend vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML geleitete Projekt »Blockchain Europe« stellt gleich mehrere Komponenten kostenlos zur Verfügung: Die Forschenden präsentieren u. a. mit dem Softwaresystem »BORDER« (Blockchain-basierte Organisation relevanter Daten im Extrahandel mit Rechtssicherheit) nicht nur…
Mikroskopisch kleine Robotiksysteme mussten bisher ohne Arme auskommen. ETH-Forscher entwickelten nun eine mit Ultraschall bewegte Glasnadel, die an einem Roboterarm befestigt werden kann. Damit pumpen und mischen sie winzige Flüssigkeitsmengen und fangen kleinste Partikel ein. Roboter mit beweglichen Armen sind uns allen ein Begriff. Sie stehen in Industriehallen, wo sie mechanische Arbeiten verrichten. Sie lassen sich programmieren, und ein einzelner Roboter kann für vielfältige Arbeiten verwendet werden. Bisher wenig bis gar nichts mit solchen Robotern zu tun hatten Minisysteme, in…
Bei der Suche nach Katalysatoren für die Energiewende sind Materialien aus mindestens fünf Elementen besonders vielversprechend. Nur gibt es davon theoretisch Millionen – wie findet man da das leistungsstärkste? Einem Bochumer Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Alfred Ludwig, Leiter des Lehrstuhls Materials Discovery and Interfaces, MDI, ist es gelungen, in einem einzigen Schritt alle möglichen Kombinationen aus fünf Elementen auf einem Träger unterzubringen. Zusätzlich entwickelten die Forschenden eine Methode, um das elektrokatalytische Potenzial jeder einzelnen der Kombinationen in dieser…
Der Grundstoff für technische Fasern sind häufig auf Erdölbasis hergestellte Polymere. In Anbetracht der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe und der Kunststoffproblematik forschte Dr. Boris Marx vom Faserinstitut Bremen e.V. nach Alternativen mit Biopolymeren und gehört zu den Nominierten für den Otto von Guericke-Preis 2022. Technische Fasern machen die Seile von Kinderschaukeln sicher oder sind bei medizinischen Operationen unverzichtbar. Der Grundstoff für diese Fasern sind häufig auf Erdölbasis hergestellte Polymere. In Anbetracht der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe und der Kunststoffproblematik forschte…