Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
TU Chemnitz Teil von Konsortium eines vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekts zur Erforschung autonomer Mobilität im ländlichen Raum – Seit Januar 2021 kostenfreie Beförderung in Teilen Oberfrankens Der deutsche Mobilitätssektor steht aufgrund des Klimawandels, des demographischen Wandels sowie einem Trend zur Urbanisierung vor tiefgreifenden Veränderungen. Mobilitätsangebote wie autonome und emissionsarme Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewinnen dadurch im ländlichen Raum an Bedeutung. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Forschungsprojekt „Shuttle-Modellregion Oberfranken (SMO)“ (https://www.shuttle-modellregion-oberfranken.de/) verfolgt das Ziel, den…
Thermografieaufnahmen Durch die Kombination von 3D-Messung und Thermografiepanorama unter identischen Blickwinkeln ist eine Rekonstruktion des Emissionswinkels möglich. Hierdurch kann die elektrische Leitfähigkeit der abgebildeten Oberfläche bestimmt werden, was wiederum Rückschlüsse auf den Emissionsgrad erlaubt. „Wärmebilder“ sind allen geläufig, die Thermografie konnte sich als weit verbreitete Methode etablieren: Mit einer speziellen Infrarotkamera wird ein Bild oder Video eines Gegenstandes aufgenommen, das die Temperaturverteilung auf dessen Oberfläche zeigt. In der Bauphysik lassen sich so Baumängel oder Schäden wie z.B. undichte Fenster, Feuchtigkeitseinlagerung…
Damit einer Industrienation wie Deutschland der Schritt zur regenerativen Energieversorgung gelingt, sind verlässliche und kostengünstige Speichersysteme für große Energiemengen nötig. Diese bis zur Anwendungsreife zu bringen, hat sich ein internationales Team um Tom Weier und Norbert Weber vom Institut für Fluiddynamik des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vorgenommen. Im Projekt SOLSTICE – zu Deutsch Sonnenwende – wollen sie ab Januar 2021 Stromspeicher auf der Basis von flüssigem Natrium und flüssigem Zink entwickeln. Die Europäische Union fördert das Projekt über das Programm Horizont…
Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben ein Verfahren zur thermischen Härtung von sehr dünnem Glas weiterentwickelt. Es könnte die Limitierung des thermischen Vorspannens auf Glasdicken im Millimeterbereich beseitigen und den Prozess zudem auf ganz neue Glastypen anwendbar machen. Der Europäische Forschungsrat unterstützt den Jenaer Glasexperten Prof. Dr. Lothar Wondraczek nun bei der weiteren Entwicklung des Prozesses mit dem renommierten „ERC Proof of Concept Grant“. Um die Festigkeit von Glas zu erhöhen und somit eine größere Haltbarkeit zu garantieren, spielt in der…
In einem additiven Fertigungsverfahren lassen sich Miniaturlautsprecher als Teil von piezoelektrischen, mikroelektromechanischen Systemen – sogenannten Piezo-MEMS – mit einer Kombination von Tintenstrahldruck und Lasertechnik effizient und kostengünstig herstellen. Dies beweisen Wissenschaftler:innen des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT, des Instituts für Werkstoffe der Elektrotechnik 2 (IWE2) der RWTH Aachen sowie des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie ISIT. Ein entsprechendes Demo-Bauteil entstand im Rahmen des kürzlich abgeschlossenen BMBF-Verbundprojektes »Generative Herstellung effizienter Piezo-MEMS für die Mikroaktorik (GENERATOR)«. Piezo-MEMS sind wahre technische Alleskönner, denn die hauchdünnen piezoelektrischen…
Graphen-Hybrid-Superkondensatoren erreichen Leistungsdichte von Akkus und Batterien. Einem Team um Roland Fischer, Professor für Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, einen hocheffizienten Superkondensator zu entwickeln. Basis des Energiespeichers ist ein neuartiges, leistungsfähiges und dabei nachhaltiges Graphen-Hybridmaterial, das vergleichbare Leistungsdaten aufweist wie aktuell verwendete Batterien und Akkus. Energiespeicherung bringt man üblicherweise mit Batterien und Akkus in Verbindung, die die Energie für elektronische Geräte bereitstellen. Doch in Laptops, Kameras, Handys oder Fahrzeugen werden neben Batterien…
Hochleistungsfasern, die hohen Temperaturen ausgesetzt waren, verlieren meist unerkannt ihre mechanischen Eigenschaften und können im schlimmsten Fall genau dann reissen, wenn Leben davon abhängen. Zum Beispiel Sicherheitsseile der Feuerwehr oder Tragseile für schwere Lasten auf Baustellen. Empa-Forschende haben nun eine Beschichtung entwickelt, die die Farbe wechselt, wenn sie hohen Temperaturen durch Reibung oder Feuer ausgesetzt war. Der Feuerwehrmann rennt ins brennende Gebäude und durchsucht systematisch Raum für Raum nach Personen, die Rettung bedürfen. An ihm befestigt ist ein Sicherungsseil, an…
Der Doktorand Tim Wächter vom „Institut für intelligente Gebäude“ der Fachhochschule Bielefeld hat untersucht, wie ein digitales System die Ausschilderung von Fluchtwegen, je nach Ort der Brandquelle, optimieren kann. Der Feueralarm schrillt! Jetzt heißt es, sich möglichst schnell vor dem Brand in Sicherheit zu bringen. Doch das ist oft leichter gesagt als getan, denn die Auszeichnung von Flucht- und Rettungswegen in großen Gebäuden funktioniert nicht immer optimal. Deshalb stellt sich Tim Wächter in seinem Promotionsprojekt am ›Institut für intelligente Gebäude‹…
Oberflächen- und Beschichtungstechnologie Im Kampf gegen das Coronavirus kommt der Mikroskopie ein besonderer Stellenwert zu: Spezial-Mikroskope sind ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Darstellung kleinster Zellstrukturen. Sie helfen, die Entwicklung von Impfstoffen und Therapien voranzutreiben. Dabei sind die Anforderungen an die optische Auflösung der Mikroskope und die Präzision der Mikroskoptische enorm. Hartmagnetische Schichten des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST tragen dazu bei, kleinste Zellstrukturen sehr schnell und genau zu erfassen. Mikroskop- und Labortechnik sind ein unverzichtbares Hilfsmittel im Kampf gegen…
Sicherheit beim autonomen Fahren In autonomen Fahrzeugen wird künftig die Technik das Lenkrad übernehmen, der Mensch ist nur noch Mitfahrer. Doch damit man sich entspannt zurücklehnen kann, bedarf es hoher Sicherheitsstandards. Das Auto muss eigenständig Hindernisse und Gefahren erkennen und im Notfall rechtzeitig bremsen. Ein neuer Mikroscannerspiegel des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS scannt die Umgebung dreidimensional und erfasst Reichweiten von über 200 Metern. Eingebaut in ein LiDAR-System ersetzt er das menschliche Auge und trägt entscheidend zum sicheren autonomen Fahren…
Nachhaltiger Lärmschutz Pilze sind gesund, schmecken und eignen sich für viel mehr als nur den Verzehr. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT forscht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP an pilzbasierten Materialien, die künftig verwendet werden sollen, um umweltfreundliche Schallabsorber herzustellen. Wenn im Büro die Kollegen anhaltend telefonieren oder der Nachbar zu Hause laute Musik spielt, geraten viele Menschen unter Stress. Wohlbefinden und Gesundheit hängen auch von der Akustik ab. Schallabsorber können die Raumakustik verbessern. Viele Akustikelemente,…
Die Zink-Luft-Batterie gilt als attraktive Energiespeichertechnologie der Zukunft. Doch bisher kämpfte sie mit einer hohen chemischen Instabilität. Mit einem innovativen, nicht-alkalischen, wässrigen Elektrolyten hat ein Forscherteam um den Wissenschaftler Dr. Wei Sun vom MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster nun eine neuartige Batteriechemie für die Zink-Luft-Batterie entwickelt, die ihre bisherigen technischen Schwächen überwindet. Die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts hat das Wissenschaftsteam in dem Fachmagazin „Science“ veröffentlicht. Leistungsstark, umweltfreundlich, sicher und gleichzeitig kostengünstig: Die Zink-Luft-Batterie gilt als attraktive Energiespeichertechnologie der Zukunft….
Hochschule Pforzheim ist Teil des EU-Forschungsprojekts AVENUE Zu einer vorgegebenen Zeit an die Bushaltestelle eilen, warten bis der Busfahrer die Türen öffnet und bei ihm eine Fahrkarte kaufen, um irgendwann an einem der festgelegten Zielpunkte wieder auszusteigen – mit Blick auf das EU-Forschungsprojekt „AVENUE“ (Autonomous Vehicles to Evolve to a New Urban Experience) soll dies schon bald der Vergangenheit angehören. Finanziert durch das EU Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 arbeitet eine multinationale Gruppe aus Industrie, Städten und Forschern an einer…
Bereits seit 1970 läuft an der Empa in Dübendorf ein weltweit einzigartiger Versuch, bei dem das Langzeitverhalten von verklebten Stahlbewehrungen an einem Betonträger untersucht wird. Untersuchungen wie diese haben dazu beigetragen, dass die Klebebewehrung als Verstärkungsmethode heute Stand der Technik ist und die Ingenieure Vertrauen in diese Bauweise haben. Seit einem halben Jahrhundert läuft im grössten Prüflabor der Empa am Standort Dübendorf ein Dauerexperiment. Dabei handelt es sich um einen 1970 hergestellten Stahlbetonträger, der mit einer auf seiner Unterseite aufgeklebten…
Universität Mannheim unterstützt die rnv bei der Umstellung auf Wasserstoffbusse. Das Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies (MISES) erhält den Zuschlag, ein Projekt der Metropolregion Rhein-Neckar wissenschaftlich zu begleiten. Ziel des Projektes ist es, die Busflotte des Nahverkehrsbetreibers rnv auf Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie umzurüsten. Mit 20 Millionen Euro fördert die Landesregierung im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft das Projekt „H2 Rhein-Neckar“ in der Metropolregion Rhein-Neckar. Dieses soll die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Baden-Württemberg voranbringen. Im Rahmen des Projekts will der Nahverkehrsbetreiber…
Ende Februar 2021 beginnt der Passagierbetrieb in Karlsruhe Der Testbetrieb der EVA-Shuttles in Karlsruhe wird fortgesetzt. Ab Ende Februar 2021 werden die drei automatisiert agierenden Mini-Busse im Karlsruher Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock mit Passagieren verkehren. Die Shuttles sind eine attraktive Ergänzung zum weiterhin bestehenden ÖPNV-Angebot in Weiherfeld-Dammerstock und dienen insbesondere einer besseren Anbindung des Wohngebiets an die S-Bahnhaltestelle in Dammerstock. Auf Grund der Corona-Pandemie kam es zu Verzögerungen im Forschungsprojekt, das ursprünglich zum Jahresende abgeschlossen werden sollte. Das Bundesministerium für Verkehr und…