Architektur Bauwesen

Architektur Bauwesen

Aus (Asph)alt mach neu

Die Schweiz ist gebaut, zumindest was das Strassennetz anbelangt. Daher fällt heute trotz Recycling deutlich mehr Ausbauasphalt an, als in neuen Strassen wieder eingebaut werden kann. Empa-Forscher Martins Zaumanis hat sich zum Ziel gesetzt, die Recycling-Anteile im Asphalt zu erhöhen – mit angepassten Herstellungsmethoden und einfachen Anleitungen. Zwei Teststrecken mit Recycling-Asphalt in Uster und auf dem Lukmanierpass sind vielversprechend. Im Frühjahr spriessen nicht nur Schneeglöckchen und Krokusse, sondern auch die Baustellen auf den Schweizer Strassen. Allerorts wird ausgebessert, geflickt und…

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Nachhaltig und brandsicher bauen

– wie kann die Digitalisierung helfen? Die Sicherheit von Bauwerken ist schon immer ein wichtiges Thema im Bauwesen. In Zukunft wirken sich die Energiewende, die Digitalisierung und der Fokus auf Nachhaltigkeit verstärkt auf die Planung, Bemessung und Ausführung von Gebäuden aus. Dies gilt auch und vor allem für den Brandschutz. Wie können neu entstehende Brandrisiken beherrscht werden? Welche Möglichkeiten bieten digitale Lösungen? Diese aktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 37. Auflage der Braunschweiger Brandschutz-Tage am 6. und 7. September. „Die…

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Wie Bauen mit Stroh gelingt

Vom Einzelfall zur Marktreife… Immer mehr Menschen suchen nach alternativen Baustoffen, die natürlichen Ursprungs sind und regional erzeugt werden können. Aufgrund seiner guten Ökobilanz und Wärmeleitfähigkeit rückt Strohballenbau daher verstärkt in den Fokus. Fehlende Standards in Produktion und Genehmigung erschweren jedoch die breite Markteinführung. Welche Stellschrauben gedreht werden müssen, wird im Rahmen der »StrohBallenBauTage« am 11. und 12. September 2023 an der Bauhaus-Universität Weimar beleuchtet. Eine Anmeldung zur Fachtagung unter dem Motto »Generation Stroh« ist noch möglich. Im Rahmen der…

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Simulationsmodell gegen den Klimakollaps

PALM-4U: Städteplanung im Klimawandel. Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu Extremwetterereignissen. Langanhaltende Hitzeperioden, Unwetter und Starkregen sind auch für Städte eine Belastung. Das Stadtklimamodell PALM-4U ermöglicht es Mitarbeitenden von Kommunen sowie Stadtplanerinnen und Stadtplanern, die Auswirkungen geplanter baulicher Maßnahmen auf das urbane Klima zu simulieren. Damit lassen sich die Folgen extremer Wetterlagen im Vorhinein besser einschätzen, die Lebensqualität in der Stadt verbessern und die Gesundheit älterer oder kranker Menschen schützen. Forschende des Fraunhofer IBP haben hierfür die Bedienoberfläche…

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Nachhaltiger Umgang mit Regen- und Siedlungsabwasser

Software plant und optimiert Entwässerungssysteme automatisch. Um Regen- und Abwasser aufzusammeln, gibt es in Deutschland eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Kanalnetzen und Kläranlagen. Anders sieht es in Entwicklungsländern aus, in denen dies oft fehlt. Ein Start-up der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) will hier Abhilfe schaffen. Es bietet dazu seine Software „ZIGGURAT“ an, die automatisch Entwässerungssysteme nachhaltig planen und optimieren kann. Die Technik berücksichtigt auch die blau-grüne Infrastruktur, das heißt, mögliche Wasserspeicher und technische Maßnahmen zur Versickerung und Verdunstung von…

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Robotisch gefertigter Holzbau

…als Modell für ressourceneffizientes Bauen. Wissenschaftler*innen der Universität Freiburg und Stuttgart forschen an dem Pavillon „livMatS Biomimetic Shell @ FIT“ zu neuen Ansätzen für nachhaltiges Bauen. Für den Pavillon in Holzleichtbauweise kamen neue computerbasierte Planungsmethoden, robotische Fertigungs- und Bauprozesse sowie neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion zum Einsatz, die eine deutliche Ressourcenersparnis im Vergleich zum konventionellen Holzbau ermöglichen. Eine thermisch aktivierte Bodenplatte aus Recyclingbeton wärmt und kühlt den Bau, das Gebäudeklima wird zudem durch ein bioinspiriertes Beschattungssystem reguliert, das auf Veränderungen der…

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Sind Pappeln aus Plantagen das Brettschichtholz der Zukunft?

Pappeln sind Laubbäume, aus deren Holz traditionell Furniere und Fertigwaren wie Streichhölzer oder Obststeigen hergestellt werden, denn das Material ist leicht und die Holzsorte wächst schnell nach. Kann die Baumart noch mehr und gar einen zentralen Beitrag in der Bauwirtschaft leisten? Dieser Frage ist der 24-jährige Student Pascal Fröhlich aus dem Studiengang Bauingenieurwesen der Hochschule Biberach (HBC) für seine Bachelorarbeit nachgegangen. Für die Thesis wurde er mit einem Studierendenpreis des Landesbeirat Holz Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Verband prämiert herausragende Bachelor- und…

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Leicht und schwingungsarm…

… Biberacher Holzbauer*innen forschen an innovativem Deckensystem. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird traditionell als Baustoff verwendet. Es bindet CO2, kann regional angebaut, verwertet und in der Kreislaufwirtschaft mehrfach genutzt werden. Zudem ist das Material vergleichsweise leicht und dennoch belastbar. Für die Klimafreundlichkeit des Bauens kann Holz deshalb eine zentrale Rolle spielen, etwa im dringend benötigten Wohnungsbau und bei der Aufstockung von bestehenden Gebäuden. Um den Baustoff zu etablieren, müssen die Eigenschaften weiter erforscht und die idealen Verwendungsmöglichkeiten sowie…

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Biozide im Fassadenputz

… überraschende Forschungsergebnisse. Als vor einiger Zeit in Schweizer Gewässern bestimmte Substanzen festgestellt wurden, war die Überraschung groß. Es handelte sich um Biozide, die in der Landwirtschaft nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Woher konnten sie kommen? Und wie wirken sie sich aus? Ein Forschungsprojekt der Hochschule Coburg liefert neue Erkenntnisse über Biozide in Baustoffen. Kommende Woche werden sie in Augsburg auf einer Fachtagung präsentiert. Etwa ein Viertel der hergestellten Biozide wird im Bausektor verwendet. In Putz und Fassadenfarben verhindern sie,…

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Wann weiche Kugeln poröse Medien steifer machen

Poröse Medien wie Beton stellen physikalisch eine Kugelpackung aus verschiedenen Komponenten dar – hier aus Zement, Gestein und Wasser. Die mechanischen Eigenschaften einer solchen komplexen Gemengelage sind bisher nur schwer zu berechnen. Ein Team um Prof. Holger Steeb (Universität Stuttgart) und Prof. Stefan Luding (Universität Twente, Niederlande) konnte nun durch die Kombination von Ultraschalluntersuchungen und Röntgentomographie eine unerwartete Materialeigenschaft von Kugelpackungen aus weichen und steifen Kugeln dreidimensional auswerten. Darüber berichtete die renommierte Fachzeitschrift PNAS. Perspektivisch könnte die Entdeckung das Bauen…

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Gebäudedämmung – nachhaltig und kostengünstig mit Aerogelen

CO2-Emissionen konsequent einzusparen, ist entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele. Eine wesentliche Stellschraube ist dabei die Dämmung von Gebäuden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben in Zusammenarbeit mit der PRO-CERAM GmbH & Co. KG einen nachhaltigen und kostengünstigen mineralischen Dämmstoff entwickelt, der die Dämmleistung von Styropor und Co. bei Weitem übertrifft: Verglichen mit Styropor genügt die halbe Schichtdicke, um die gleiche Dämmleistung zu erreichen. Dafür werden drei Mitglieder des Entwicklerteams mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023…

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Eine Voliere für Drohnenforschung

Sie warten und reparieren Gebäude, observieren Naturphänomene und transportieren Güter: Drohnen und Roboter können in unserem Leben künftig eine grosse Rolle spielen. Mit dem «DroneHub» soll im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST auf dem Empa-Campus in Dübendorf eine Art Voliere geschaffen werden, in der Empa-Forschende das Zusammenspiel von Drohnen, Infrastruktur und Natur gemeinsam mit industriellen und akademischen Partnern erforschen und weiterentwickeln. So wie das Immunsystem unseren menschlichen Körper schützt, so sollen künftig Drohnen unsere Gebäude und unsere Infrastruktur instandhalten. Sie erkennen…

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Weniger Risiko beim Meeresspiegelanstieg

Kieler Forschende modellieren zukünftige Städteentwicklung an europäischen Küsten. Europas Küsten sind dicht besiedelt und bereits heute von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen. Neben traditionellen, kostenintensiven Maßnahmen zum Küstenschutz werden zunehmend auch Strategien der Raumplanung wichtiger, um Küstengemeinden vor Schäden bei Hochwasser oder Sturmfluten zu bewahren. Derartige Planungsinstrumente sind beispielsweise ein kontrollierter Rückzug oder auch die Einrichtung von „Setback-Zonen“, also Küstengebieten, in denen bestimmte bauliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) führte erstmals eine europaweite Modellstudie zur…

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Bioverbundwerkstoff auf der Architektur-Biennale in Venedig

Die diesjährige Architektur-Biennale in Venedig sieht sich als „Laboratory of the Future“. Bioverbundwerkstoffe sind in der Architektur nicht nur Zukunftsmusik. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) haben einen nachhaltigen Werkstoff für Stützprofile und Verbindungsknoten entwickelt, die während der Biennale vom 20. Mai bis 26. November im Palazzo Mora ausgestellt werden. Die Bauteile sind das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts von Partnern aus Forschung und Industrie, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde. Sie werden zukünftig im Bereich der…

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Verbundbau: Brückenträger im Ofen

Wenn Beton und Stahl zusammenhalten, ertragen sie vielleicht länger große Hitze als für sich allein. Das ist wichtig für die Auslegung von Bauwerken im Brandfall. Brennt es unter einer Brücke, so wie im September 2020 auf der A40 in Mülheim, besteht für das Bauwerk große Gefahr: Die Hitze kann schnell mehrere Hundert Grad Celsius betragen. Stahlträger halten das nicht lange aus; die Bauteile versagen: Nach dem Brand des mit Treibstoff beladenen Lkws in Mülheim mussten drei Eisenbahnbrücken abgerissen werden. Doch…

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Multitalent Lehm für nachhaltigen Bau

Der Bausektor spielt bei der grünen Transformation wegen seines hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs eine entscheidende Rolle. Natürliche Rohstoffe wie Lehm bieten große Chancen. Zum Start eines innovativen und nachhaltigen Lehmbau-Forschungsprojekts hat die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Dr. Bettina Hoffmann, heute (2. Mai) das Unternehmen Kimm im hessischen Wabern besucht. Sie ist Kuratorin bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt fachlich und finanziell mit rund 324.000 Euro fördert. Der Baubereich ist…

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