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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Geowissenschaften

Training für die Monderkundung

Roboter auf dem Ätna. Die Zukunft der Weltraumforschung hängt im Wesentlichen vom Einsatz von Robotern und ferngesteuerten Geräten ab. Noch wichtiger als die Roboter selbst, ist jedoch das Zusammenspiel von Menschen und robotischen Entdeckern. Wissenschaftler:innen der Jacobs University haben dieses kürzlich auf dem bekannten Vulkan Ätna in Italien getestet – einem der aktivsten Vulkane der Welt. Das Forschungsprojekt, geleitet von dem Geologen Professor Dr. Angelo Pio Rossi, läuft im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen…

Geowissenschaften

Meeresforschende machen Datenschatz aus der Tiefsee zugänglicher

Einheitliche Datenstandards sollen die Nutzung von Fotos und Videos erleichtern. Weltweit lagern auf den Servern von Meeresforschungsinstituten tausende von Aufnahmen aus der Tiefsee. Bislang sind diese Videos und Fotos über das Internet kaum auffindbar, weil sie nicht einheitlich katalogisiert und beschrieben werden. Ein Team der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren hat unter der Leitung des GEOMAR einen einheitlichen Datenstandard entwickelt, der die globale Nutzung von Bilddaten erleichtern soll. Das neue Metadaten-Format wird jetzt im Fachmagazin Nature Scientific Data vorgestellt. Das Leben in…

Agrar- Forstwissenschaften

Invasiver Fisch: Erfolgreich durch Spermienklau

Der Giebel gilt als eine der erfolgreichsten invasiven Fischarten in Europa. Vor allem seine Fähigkeit, sich ungeschlechtlich zu vermehren, bietet ihm einen großen Vorteil gegenüber konkurrierenden Fischen. Ein internationales Forschungsteam hat nun erstmals das vollständige Genom des Giebels beschrieben. Dadurch kann auch seine ausgefallene Fortpflanzungsmethode wesentlich besser verstanden werden. Die Studie unter der Leitung von Dunja Lamatsch vom Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, der Universität Innsbruck wurde im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Der aus Asien stammende Giebel Carassius gibelio ist in…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mehr Arten als bisher angenommen könnten vom Aussterben bedroht sein

Im Mittel 30 Prozent aller Arten weltweit sind in den letzten 500 Jahren vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Dies ergaben Schätzungen von 3.331 Expertinnen und Experten, die sich mit der biologischen Vielfalt in 187 Ländern beschäftigen. Diese große und diverse Expertengruppe wurde im Rahmen einer Umfrage, geleitet von Forschenden der Universität Minnesota und unter Beteiligung von iDiv und Universität Leipzig, um ihre Einschätzungen zum Wandel der Biodiversität gebeten. Die Ergebnisse sollen Wissenslücken bestehender wissenschaftlicher Bewertungen verringern. Die Studie wurde…

Geowissenschaften

Mit künstlichen Wellen Tsunamiwellen vorhersagen

Seismische Daten können zukünftig helfen, vor Naturgefahren zu warnen. Seismische Daten können dabei helfen, den Meeresboden zu erforschen und Abschätzungen zur Ausbreitung von Starkbeben sowie der daraus resultierenden Tsunamigefahr vorzunehmen. Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschaftler:innen vom GEOMAR in einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications. Die Ergebnisse ermöglichen somit zukünftig eine bessere Risikobewertung für betroffene Küstenregionen und Reisewarnungen für den Tourismus. Unsere Erde ist ein dynamischer Planet: Durch Prozesse im Erdinneren werden Erdbeben und Vulkanismus ausgelöst. Starkbeben mit…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schutz für die Dunkelheit

Die Lichtverschmutzung im Wattenmeer und an der Nordseeküste ist Thema eines internationalen Forschungsprojekts, an dem die Universität Oldenburg beteiligt ist. Gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Dänemark wollen die Forschenden ein länderübergreifendes Stationsnetz aufbauen, um die Helligkeit des Himmels zu messen und zu überwachen. Nächtliche Lichtverschmutzung hat zahlreiche negative Folgen für die Umwelt. Sie bringt zum Beispiel den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren und Pflanzen durcheinander, stört Zugvögel beim Navigieren und führt Insekten in die Irre. Ein neues Projekt mit Beteiligung…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schiffswrack und Strand als Reallabor

Forschende der Universität Stuttgart legen Langzeitstudie zum Abbau von Plastikpartikeln im Meer vor – Publikation in Scientific Reports. Über fünf Milliarden Plastikteilchen schwimmen an der Oberfläche unserer Meere, zum großen Schaden für die Lebewesen und das empfindliche Ökosystem unter Wasser, ja sogar für das Klima. Wie lange es dauert, bis das Plastik vollständig abgebaut ist, ließ sich bisher nur aus Labordaten hochrechnen. Forschende der Universität Stuttgart führten nun an Kunststoffpellets, die bei einem Schiffsunglück im Roten Meer freigesetzt wurden, eine…

Geowissenschaften

Kieler Forschungsteam ist Blaualgen auf der Spur

Studie liefert neue Hinweise auf die Ursachen von Blaualgenblüten in der Ostsee. Sommerblüten von Blaualgen sind maßgeblich an der Eutrophierung und der damit verbundenen Sauerstoffarmut in der Ostsee beteiligt. Laut Studie haben die ausgedehnten Blaualgenblüten ihren Ursprung in der offenen Ostsee statt, wie oftmals angenommen, nahe der Küste. Die Forschenden nutzen Daten aus Modellen, Beobachtungen und Satelliten. Blaualgenblüten stehen im Verdacht, durch die Klimaerwärmung häufiger aufzutreten und damit die Wasserqualität der Ostsee stark zu gefährden. Sommerblüten von Blaualgen sind in…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Endstation Tiefsee: Mikroplastik belastet Meeresgrund noch stärker als angenommen

Die Senckenberg-Forscherinnen Serena Abel und Angelika Brandt haben mit Kolleg*innen des Alfred-Wegener-Instituts und der Goethe-Universität Frankfurt die Mikroplastik-Verschmutzung des westpazifischen Kurilen-Kamtschatka-Grabens untersucht. Dabei fanden sie in jeder der insgesamt 13 Sedimentproben aus bis zu 9450 Metern Tiefe zwischen 215 und 1596 Kleinstpartikel pro Kilogramm – mehr als zuvor nachgewiesen. Ihre nun im Journal „Science of The Total Environment“ erschienene Studie zeigt: Die Tiefsee ist der „Mülleimer der Meere“ – und bei der Ablagerung überraschend dynamisch. Die hohe Biodiversität am tiefsten…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Ansätze zum Schutz von Korallen und Artenvielfalt

Noch nie gehört vom Kürzel OECMs? Dann wird’s höchste Zeit. Dahinter steckt ein neues Instrument zum Erhalt der Biodiversität an Land und im Meer. Wissenschafler:innen aus der U Bremen Research Alliance wollen helfen, diese alternativen Schutzgebiete zu etablieren – zum Beispiel im Korallendreieck vor Indonesien. Die Haie und Rochenmantas von Raja Ampat sind eine Attraktion. Taucherinnen und Taucher aus der ganzen Welt pilgern auf das Archipel im östlichen Indonesien, um sie in ihrem natürlichen Habitat zu erleben. Gemeinsam mit der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Ozonabbau über Nordpol verursacht Wetteranomalie

For­schen­de der ETH Zü­rich wei­sen nach: Die Zer­stö­rung des Ozons über der Ark­tis im Früh­ling ver­ur­sacht auf der gan­zen Nord­halb­ku­gel ab­nor­ma­les Wet­ter. Vie­ler­orts wird es über­durch­schnitt­lich warm und tro­cken – oder zu nass. Das Ozonloch über der Antarktis ist vielen ein Begriff. Weniger bekannt ist, dass gelegentlich auch über der Arktis das schützende Ozon in der Stratosphäre zerstört und die Ozonschicht ausgedünnt wird. Zuletzt so geschehen in den Frühlingsmonaten der Jahre 2011 und 2020. Nach diesen beiden Ereignissen beobachteten Klimaforschende…

Geowissenschaften

Klimawandel und Landnutzungsänderungen begünstigen Hochwasserereignisse

Auf rund 32 Milliarden Euro schätzt die deutsche Bundesregierung den Gesamtschaden der verheerenden Überschwemmungen im Juli 2021. Wie Niederschläge, Verdunstungsprozesse, Gewässer- und Abflussverhalten dieses Hochwasser begünstigten, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in zwei Studien untersucht. Um künftig besser auf solche Extremereignisse vorbereitet zu sein, raten sie dazu, bei Risikobewertungen die Landschaft und Flussverläufe, deren Veränderungen und den Sedimenttransport stärker zu berücksichtigen. Zukunftsprojektionen zeigen außerdem eine zunehmende räumliche Ausdehnung und Häufigkeit solcher Extremereignisse sowie erhöhte Niederschlagsmengen. Auf rund…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Auf dem Weg zum entwaldeten Planeten

Eine Studie von Universität Kassel und WWF belegt, dass der globale Holzverbrauch deutlich die nachhaltige Erntemenge übersteigt. Und: Die Deutschen verbrauchen doppelt so viel Holz wie der globale Durchschnitt. Als Ersatz für Beton beim Gebäudebau, für Plastik in Verpackungen und für Kohle und Gas beim Heizen: Holz gilt in vielen Bereichen als Allheilmittel für mehr Nachhaltigkeit. In einer neuen Studie setzt der WWF Deutschland und die Universität Kassel diesem Mythos ein Ende und zeigt, dass es bereits heute weder in…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Neue Bewertungsindikatoren für marine Ökosysteme entwickelt

Meer Schutz: Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem internationalen Team neue Bewertungs- und Überwachungsindikatoren zum Schutz von Meeres- und Küstengebieten entwickelt. Sie zeigen in ihrer im Fachjournal „Scientific Data“ erschienenen Studie, dass es große Lücken beim Schutz der marinen Ökosysteme gibt. Laut dem Forscher*innen-Team hätten beispielsweise Hochseegebiete ein hohes Erhaltungspotential für die Artenvielfalt – Schutzgebiete gebe es hier aber kaum. Die Daten sollen helfen, die – von der Vertragsstaatenkonferenz für biologische Vielfalt aktuell diskutierte – Ausweitung von Schutzgebieten auf 30 Prozent sinnvoll…

Geowissenschaften

Stärkere Umwälzung im Pazifik während der Eiszeit

Korallendaten weisen auf veränderte Zirkulation der Meeresströmungen während der Eiszeit hin. Die Tasmansee im Südpazifik war damals eine wichtige Komponente im globalen Förderband der Meeresströmungen, so das Ergebnis einer Studie, die ein internationales Team um den Oldenburger Forscher Torben Struve jetzt in der Zeitung Nature Communications veröffentlicht hat. Das Ergebnis könnte in verbesserte Klimamodelle einfließen. Die Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland ist eine wichtige, aber bislang vernachlässigte Komponente im globalen Förderband der Meeresströmungen. Eine neue Studie liefert nun Hinweise darauf,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Bodenfeuchteampel zeigt, wie trocken Sachsens Wälder sind

Die sächsischen Wälder sind zu trocken. Wie dramatisch die Situation ist, zeigt auch die von Dr. Rico Kronenberg von der Professur für Meteorologie an der TU Dresden entwickelte Bodenfeuchteampel. Mithilfe dieses online verfügbaren Tools können auch Laien schnell nachvollziehen, wie es um die Bodenfeuchte in den Wäldern Sachsens steht. Die eigentliche Zielgruppe sind jedoch die Revierförster sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachsenforstes. Der Sachsenforst war es auch, der ursprünglich auf Rico Kronenberg und die Professur für Meteorologie der TU Dresden…

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