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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

CO2-Entnahme aus Atmosphäre für Klimaschutz unverzichtbar

CDRmare-Jahrestagung legt Fokus auf meeresbasierte Methoden. Die Zeit drängt: Weltweit mahnt die Forschung, dass es bald kaum noch möglich sein wird, den menschengemachten Klimawandel soweit aufzuhalten, dass die international vereinbarten Klimaziele eingehalten werden. Selbst eine umgehend realisierte drastische Reduktion der Kohlendioxid (CO2)-Emissionen reicht nach aktuellem Stand dafür nicht mehr aus, sondern wird durch zusätzliche CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ergänzt werden müssen. Vor diesem Hintergrund startet heute in Stralsund die 2. Jahrestagung der Forschungsmission CDRmare der Deutschen Allianz Meeresforschung, auf der…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Umweltbelastung durch Batterien reduzieren

Projekt RecyLIB will Ressourcen und Energie sparen… Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf. Beschleunigt durch hohe Kraftstoffpreise steigen immer mehr Käufer auf Hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge um, wie die jüngsten Neuzulassungsstatistiken zeigen. Mit der zunehmenden Anzahl von Antriebsbatterien wird auch die Frage nach umweltfreundlichen Herstellungs- und Recyclingverfahren lauter. Ein wichtiger Aspekt ist das funktionserhaltende Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Das 2022 gestartete Projekt »RecyLIB« – gefördert über ERA-MIN von der Europäischen Union und nationalen Fördergebern – will mit neuen Verfahren zur Batterieelektrodenherstellung, direktem…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Auf den Spuren des Phytoplanktons

METEOR-Expedition M187 vor Namibia soll Verständnis künftiger Veränderungen der marinen Nahrungsnetze und der Kohlenstoffaufnahme durch den Ozean verbessern. Auf seiner 187. Expedition folgt das deutsche Forschungsschiff METEOR den Spuren der kleinsten und vielleicht wichtigsten Organismen des Ozeans. Unter der Leitung des GEOMAR-Biologen Dr. Thomas Browning untersucht ein Team von Forschenden, wie sich veränderte Nährstoffkonzentrationen im Auftriebssystem vor Namibia auf das Wachstum des Phytoplanktons auswirken. Diese Organismen bilden die Grundlage der Nahrungsnetze und unterstützen die Aufnahme von Kohlendioxid durch den Ozean….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie sich nicht-einheimische Baumarten auf die biologische Vielfalt auswirken

Nicht-einheimische Waldbaumarten können die heimische Artenvielfalt verringern, wenn sie in einheitlichen Beständen angepflanzt sind. Hingegen sind ihre Auswirkungen auf Bodeneigenschaften gering. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Übersichtsstudie mit Beteiligung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Fluch oder Segen? An gebietsfremden* Baumarten scheiden sich die Geister. Viele Forstleute pflanzen neben einheimischen Arten auch gebietsfremde, die der zunehmenden Sommertrockenheit trotzen können. In verschiedenen Teilen Europas sind Letztere bereits wichtige Holzlieferanten. Auf der anderen Seite befürchten Naturschützer ökologische Schäden,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

In Gebirgen breiten sich gebietsfremde Pflanzen rasch aus

Bisher blieben Gebirgsregionen von biologischen Invasionen weitgehend verschont. Doch jetzt zeigt eine neue Monitoringstudie, dass sich weltweit gebietsfremde Pflanzen entlang von Verkehrswegen rasch in grössere Höhen ausbreiten. Viele Gebirge sind naturnahe und durch den Menschen wenig beeinträchtigte Lebensräume. Sie beherbergen viele, teilweise hoch spezialisierte und endemische Tier-​ und Pflanzenarten. Auch von Invasionen durch gebietsfremde Pflanzenarten (Neophyten) sind Gebirge bisher weitgehend verschont geblieben. Doch nun zeigt eine neue Studie, dass der Druck von Neophyten auf Gebirge und ihre einmalige Vegetation weltweit…

Geowissenschaften

Satellitendaten belegen anhaltend schwere Dürre in Europa

Europa fehlt Grundwasser, sogar sehr viel Grundwasser. Bereits seit 2018 leidet der Kontinent unter einer starken Dürre. Dies belegen Satellitendaten, die im Institut für Geodäsie der TU Graz ausgewertet werden. Europa erlebt seit Jahren eine schwere Dürre. Auf dem gesamten Kontinent ist der Grundwasserspiegel seit 2018 konstant niedrig, auch wenn Extremwetterereignisse mit Überschwemmungen zeitweilig ein anderes Bild vermitteln. Den Beginn dieser angespannten Situation belegt eine Publikation von Eva Boergens in Geophysical Research Letters (https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2020GL087285) aus dem Jahr 2020. Darin stellte…

Agrar- Forstwissenschaften

Aerosole als Lebensversicherung für Mikroben?

Staub, Ruß oder Salz aus der Luft: Was wenig vielversprechend klingt, kommt Mikroorganismen auf Blattoberflächen von Pflanzen zugute. Welche positiven Effekte solche Aerosole für die Mikroben und die Pflanzen haben können, untersucht ein Forschungsteam der Universität Bonn und der Hebrew University of Jerusalem. Die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) fördert das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit rund 800.000 Euro. Die Anschubfinanzierung stammt von einem Collaborative Research Grant aus Exzellenzmitteln der Universität Bonn. Ein einziges Pflanzenblatt…

Geowissenschaften

Wie der Südatlantik das globale Meeresströmungssystem beeinflusst

Übersichtsarbeit fasst aktuelle Erkenntnisse über die Rolle des Südatlantiks in der marinen Umwälzzirkulation zusammen und zeigt die Stärke integrativer Wissenschaft. 15 Jahre nach der Gründung der internationalen SAMOC-Initiative wurden erhebliche Fortschritte bei der Beobachtung und dem Verständnis der südatlantischen Komponente der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) erzielt. Dieses globale Meeresströmungssystem ist für unser Wetter und Klima von entscheidender Bedeutung. Eine aktuelle Publikation unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel fasst die jüngsten Fortschritte zusammen. Ein ergänzender Kommentar gibt Einblicke in…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Grasland-Ökosysteme werden mit zunehmendem Alter widerstandsfähiger

Eine reduzierte Biodiversität beeinträchtigt die Stabilität des gesamten Ökosystems. Ein langfristig angelegter Versuch zeigt nun, dass Grasland-Pflanzengemeinschaften mit mehreren Arten etwa zehn Jahren brauchen, bis sie sich aufeinander eingestellt haben und wieder gleichmässig viel Biomasse produzieren können. Jüngste Experimente haben gezeigt, dass der Verlust von Arten in einer Pflanzengemeinschaft Ökosystemfunktionen und -leistungen wie Produktivität, Kohlenstoffspeicherung und Bodenfertilität reduziert. Mit der Verringerung der Funktionsfähigkeit gerät auch die längerfristige Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Ökosystems in Gefahr. Wie gross diese ist, liess sich…

Geowissenschaften

Drohnen sammeln Umweltdaten

Bäume kartieren, Hitzeinseln finden: Für die kleinräumige Beobachtung der Umwelt bieten Forschungsdrohnen viele neue Optionen. Die Erdbeobachtung, auch Fernerkundung genannt, liefert über Satellitendaten weltweit täglich hoch relevante Informationen über den Zustand und den Wandel unseres Planeten. Mit Hilfe der Daten können beispielsweise Informationen über Hitzeinseln in Städten, Dürren oder den Zustand von Wäldern gesammelt werden. Aktuell erschließt sich die Erdbeobachtung zusätzliche Datenquellen: Mit Sensoren, die auf handelsüblichen Drohnen installiert sind, erhält sie weitere detaillierte Umweltinformationen – und zwar in einer…

Geowissenschaften

Die Wege des Wassers: Spurensuche mit DNA

Die Analyse mikrobieller Umwelt-DNA hilft zu verstehen, wie der Wasserkreislauf einer Region funktioniert. Mit dieser Methode hat der Basler Hydrogeologe Oliver Schilling das Wassersystem am Mount Fuji untersucht. Daraus lassen sich auch Erkenntnisse für die Schweiz gewinnen. Woher kommt das Wasser, das die Menschen in einer Region mit Trinkwasser versorgt? Wie speisen sich diese Quellen und wie lange dauert es, bis versickertes Wasser wieder an die Oberfläche gelangt? Dieser hydrologische Kreislauf ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Versteht man das…

Geowissenschaften

Globale Erwärmung erreicht die Mitte Grönlands

Die Jahre 2001 bis 2011 waren in Höhenlagen des grönländischen Eisschilds 1,5 °C wärmer als das 20. Jahrhundert und die wärmste Dekade in den letzten tausend Jahren. Die Erwärmung in Nord- und Zentralgrönland ist in Zeitreihen aus Eisarchiven überraschend eindeutig und prägnant sichtbar. Der letzte vermessene Zeitraum von 2001-2011 war der wärmste in den letzten 1.000 Jahren, und die Region hat sich im Vergleich zum 20. Jahrhundert bereits um 1,5 °C erwärmt, berichten Forschende unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts jetzt in…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Rechenmodell, um Sturmfluten besser beschreiben zu können

Steigende Meeresspiegel und Sturmfluten bedrohen unsere Küstenorte und Strände. Bereits seit 1993 liegt der durchschnittliche Anstieg bei über drei Millimetern pro Jahr. „Der Meeresspiegel wird in den kommenden Jahren noch stärker ansteigen“, sagt Professor Arne Arns, Juniorprofessor für Küstenschutz und Küstendynamik an der Universität Rostock. Gemeinsam mit Professorin Maren Voss vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) informiert er am 19. Januar in einer neuen Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“, was dies für niedrig gelegene Küstengebiete, also Regionen knapp ober- oder unterhalb…

Geowissenschaften

Erwärmung des Ozeans ließ Fische in der Dämmerzone schrumpfen

In einer Zwischeneiszeit im mittleren Pleistozän reduzierten Fische in der mesopelagischen Zone ihre Körpergröße um bis zu 35 Prozent – Wärmere Meere könnten demnach zukünftig weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Die Fische in der nur mehr schwach durchleuchteten Dämmerzone der Ozeane, also in Tiefen von 200 bis 1.000 Meter, schrumpften in einer Zwischeneiszeit im mittleren Pleistozän (vor ca. 800.000 bis 700.000 Jahren) durch die Erwärmung des Ozeans deutlich: In vier Grad wärmerem Wasser reduzierten sie ihre Körpergröße um bis…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Studie zur Toxizität von Pestiziden in Deutschland sieht Handlungsbedarf

Pestizidrisiken in Deutschland haben sich über die vergangenen 25 Jahre deutlich geändert, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) in einer kürzlich veröffentlichten Studie berichten. Die Risiken für Landwirbeltiere nahmen in dieser Zeit ab, die für Fische, Landpflanzen und Bodenorganismen gleichzeitig aber zu. Für andere Organismengruppen gab es keinen eindeutigen Trend. Diese Erkenntnisse sind laut des Forschungsteams insbesondere angesichts des Plans der Europäischen Union (EU) von Bedeutung, Pestizidrisiken bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Wollen die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Potenziell schädliche Insekten im Wald

… frühzeitig mit Sensorik und KI aufspüren. Wie können potenziell schädliche Insekten im Wald erkannt werden, bevor sie sich massenhaft vermehren? Diese Aufgabe wird im Projekt „ForstView – Frühzeitige Erkennung forstschädlicher Insekten“ unter der Leitung der Professur für Waldschutz der TU Dresden zusammen mit Partnern aus dem Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und Industriepartnern von der IFU GmbH Privates Institut für Analytik mit einer innovativen Lösung angegangen. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines modernen und effektiven Sensorikverfahrens für…

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