Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Wie globale Kooperation den Schutz zentraler Funktionen des Erdsystems stärken kann. Kippelemente des Erdsystems sollten als globale Gemeinschaftsgüter betrachtet werden, argumentieren führende Fachleute der Rechts-, Sozial- und Erdsystemwissenschaften in einem neuen Papier in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS). Derzeit beziehen sich globale Gemeinschaftsgüter oder Global Commons vor allem auf die außerhalb nationaler Grenzen liegenden Teile des Planeten, wie die Hochsee oder die Antarktis. Es sei zeitgemäß, auch Systeme der Erde mit einzubeziehen, die Funktion und Zustand…
DFG Förderung für HTWD Verbundlabor. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) in den kommenden fünf Jahren für die Ausstattung eines Verbundlabors mit Mitteln in Höhe von 1 Mio. Euro. Mit den neuen Geräten soll die Forschung in den Bereichen Mikroplastik, Bodenkunde, Wasserwesen und Vegetationstechnik intensiviert werden. Das Projekt „Verbundlabor – Umweltverhalten von Polymeren in Boden-Gewässer-Vegetationskompartimenten“ erhält eine Förderung von 1 Mio. Euro durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) im Rahmen der Großgeräteaktion für Hochschulen…
GEOMAR koordiniert zwei Verbundprojekte der jetzt gestarteten dritten Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung und beteiligt sich an zwei weiteren. Im Januar 2024 startet die dritte Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) mareXtreme mit maßgeblicher Beteiligung des GEOMAR. Im Rahmen der Mission untersuchen rund 150 Wissenschaftler:innen aus insgesamt 29 Forschungseinrichtungen und Partnerorganisationen, wie das Risikomanagement für marine Extremereignisse und Naturgefahren verbessert werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mareXtreme über drei Jahre gemeinsam mit den Wissenschaftsressorts der norddeutschen…
… durch Mähroboter entdeckt erhebliches, aber lösbares Tier- und Artenschutzproblem. Forschende des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) analysierten 370 in Deutschland dokumentierte Fälle von Schnittverletzungen an Igeln, die auf elektrische Gartenpflegegeräte zurückzuführen sind. Knapp die Hälfte der zwischen Juni 2022 und September 2023 aufgefundenen Igel überlebte die Verletzungen nicht. Die Daten weisen ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem für diese besonders geschützten Tiere nach, denn die meisten Igel wurden erst Stunden bis Tage nach den Unfällen gefunden. In zwei weiteren…
Werden Moore wiedervernässt, leisten sie einen erheblichen Beitrag als Kohlenstoffspeicher. Sie anschließend auf eine klimaneutrale Bewirtschaftung umzustellen, ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Ein Weg führt über die Aussaat von Torfmoos. Ob das großflächig gelingt, entscheidet sich aktuell in den Laboren der Bioverfahrenstechnik am Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik der Hochschule Anhalt. Bioverfahrenstechnik: Biomasse in großem Maßstab Maria Glaubitz hält einen Glasbehälter mit flüssigem Inhalt in der Hand. Wenige Gramm einer Moospflanze ranken darin in Richtung Flaschenhals. “Davon sollen…
Winzige Partikel wie Eiskristalle oder Aschepartikel neigen zu Pendelbewegungen während sie durch die Atmosphäre herabsinken. In neuen experimentellen Beobachtungen konnten die Wissenschaftler*innen Partikel mit einer Größe von weniger als 1 Millimeter mit bisher unerreichter Genauigkeit verfolgen und daraus ein Modell entwickeln, das Vorhersagen über Luftschadstoffe oder Wettervorhersagen verbessern kann. Die Atmosphäre enthält viele winzige feste Partikel. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) und der Universität Göttingen untersuchten in Zusammenarbeit mit dem französischen Centre national de la recherche scientifique…
In einer neuen Studie, die in den ‚Proceedings of the National Academy of Sciences‘ veröffentlicht wurde, berichten Dr. Lei Wang und seine Kollegen aus der Sektion Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ zusammen mit Forschenden der Universität Oslo, Norwegen, über zwei Schlüsselfaktoren bei menschgemachten Erdbeben, so genannten Runaway Events: die Rauigkeit bereits bestehender tektonischer Störungen und die damit verbundene Spannungsheterogenität in geologischen Reservoiren. Die menschliche Nutzung des geologischen Untergrundes kann Erdbeben verursachen. Die Kontrolle dieser „induzierten Seismizität“ ist…
Der Klimawandel wird wahrscheinlich die Verbreitung von Krankheitserregern im Meer beeinflussen: Bei höheren Wassertemperaturen könnten auch für den Menschen schädliche Bakterien massenhaft auftreten und stellen eine biologische Gefahr dar. Das neue, am Alfred-Wegener-Institut koordinierte und von der Deutschen Allianz Meeresforschung finanzierte Projekt PrimePrevention hat das Ziel, Werkzeuge zu entwickeln, damit sich die Gesellschaft auf solche Gefahren einstellen und ihre Auswirkungen vermeiden oder mindern kann. Mit steigenden Wassertemperaturen erhöht sich die Gefahr, dass verschiedenste für Mensch und Ökosysteme schädliche Mikroorganismen zunehmend…
Ein Forschungsteam der Universität Münster hat erstmals metergroße Felsen auf der Mondoberfläche entdeckt, die mit Staub bedeckt sind und vermutlich einzigartige Eigenschaften aufweisen – magnetische Anomalien beispielsweise. Die Erkenntnisse helfen dabei, Prozesse zu verstehen, die die Mondkruste bilden und verändern. Die Studie ist jetzt in dem Fachjournal „Journal of Geophysical Research – Planets“ erschienen. Der Mond unserer Erde ist fast vollständig mit Staub bedeckt. Anders als auf der Erde ist dieser Staub nicht durch Wind und Wetter glatt geschliffen, sondern…
Internationales Forschungsteam misst isotopische Zusammensetzung lunarer Gesteine. Ein internationales Team aus Geowissenschaftlern von der Universität Münster und der Universität Bristol in England erklärt, warum ein Großteil des Mondes aus einzigartigen Gesteinen besteht, die auf der Erde so nicht vorkommen. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ erschienen. Die dunklen Bereiche auf der Oberfläche des Mondes, die wir auch von der Erde aus erkennen können, bestehen aus Basalten. Sie sind auf dem ersten Blick den Basalten auf der Erde…
Geophysiker der Freien Universität Berlin untersuchen durch Industrie induzierte Erdbeben. Der Mensch kann durch Eingriffe in die Natur Erdbeben auslösen – das ist bereits länger bekannt. Insbesondere Industrieaktivitäten wie etwa tiefe Geothermie, Öl- oder Gasförderung und die unterirdische Entsorgung großer Salzwassermengen, die mit Kohlenwasserstoffen mitgefördert wurden, können zu Erschütterungen der Erde führen, die in Ausnahmesituationen mit Todesopfern, häufig aber mit weiteren negativen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen in den betroffenen Regionen verbunden sind. Ein Forschungsteam von Geophysikern der Freien Universität…
Grüne Woche 2024… In drei Hallen stellt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz auf der Internationalen Grünen Woche, die vom 19. bis zum 28. Januar 2024 in Berlin stattfindet, neue Technologien für die Landwirtschaft vor. Aus dem Bereich Robotik kommt dabei ein Erdbeerpflückroboter, den das DFKI erstmals der Öffentlichkeit zeigt. In Halle 23a am Gemeinschaftsstand des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. ist für den smarten Roboter extra eine Reihe von Erdbeerpflanzen ausgebracht. Entwickelt wird das System…
Reisforschung… Das sogenannte Rice Yellow Mottle-Virus (kurz RYMV) verursacht in Afrika insbesondere bei Kleinbauern hohe Ernteverluste. Ein Forschungsteam von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem französischen IRD hat nun mithilfe der Genomeditierung Reislinien erzeugt, die gegen das Virus resistent sind. Die Reissorten, deren Entwicklung sie in der Fachzeitschrift Plant Biotechnology Journal beschreiben, sind eine Vorstufe, um afrikanische Elitesorten auf gleiche Art editieren zu können. RYMV ist ein RNA-Virus, der über Käfer und direkten Blatt-Blatt-Kontakt übertragen wird. In Afrika, wo der…
Das Verbundvorhaben MOOSland erforscht eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Landwirtschaft auf Moorflächen. Ein Team der Universität Osnabrück spricht dafür mit regionalen Akteuren. Entwässerte Moore stoßen in Niedersachsen so viel CO2 aus wie der gesamte Verkehr des Bundeslandes. Das sind fast 20 Prozent der Gesamtemissionen Niedersachsens – so die Zahlen des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz für das Jahr 2020. Moore bieten daher ein großes Potenzial für den Klimaschutz: Werden sie wiedervernässt stoßen sie wesentlich weniger CO2 aus…
Ein modernes Auto enthält 15 bis 18 Kilogramm Klebstoff, der wertvolle Stahlbauteile zusammenfügt. Hochfeste Stahlklebverbindungen materialerhaltend zu trennen, ist aufgrund der hohen Festig- und Zähigkeiten sowohl der Stahlwerkstoffe und auch der Klebstoffe eine große Herausforderung. Prof. Dr.-Ing. Tim Michael Wibbeke und Dr. Aurélie Bartley vom Lehrgebiet Fertigungstechnologie Mechatronik der Hochschule Hamm-Lippstadt sowie Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut und Nick Chudalla vom Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik der Uni Paderborn haben eine „eiskalte“ Lösung entwickelt. Ein modernes Auto enthält 15 bis 18…
DBFZ veröffentlicht Datenbank zu Ressourcen in Deutschland und der EU. Biogene Abfälle und Reststoffe bergen ein wachsendes Potenzial für eine nachhaltige und biobasierte Wirtschaft. Entsprechend frei verfügbare und systematisch aufbereitete Daten waren bislang nicht vollumfänglich verfügbar. In der überarbeiteten DBFZ Ressourcendatenbank präsentieren Wissenschaftler:innen des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) umfangreiche Daten von Biomassepotenzialen für Deutschland und die EU. Die Datenbank bietet detaillierte Informationen über die Verfügbarkeiten verschiedener Biomassen, darunter Biogut aus privaten Haushalten, Getreidestroh sowie Reststoffe aus der Industrie. Die Webanwendung steht…