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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Agrar- Forstwissenschaften

Humusbeobachtung aus dem All: Ein gewaltiger Einblick in die Menschheit

Der Humusgehalt von Böden ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Bodenfruchtbarkeit. Die Erfassung von Humusveränderungen durch Bodenproben ist jedoch sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Eine neue Methode ermöglicht die direkte Beobachtung von Humusveränderungen mithilfe von Satellitenbildern Der Humusvorrat landwirtschaftlicher Böden in Deutschland nimmt ab und bedroht damit die Bodenfruchtbarkeit und eine nachhaltige Landwirtschaft. Forschern des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft ist es gelungen, eine bahnbrechende Methode zu entwickeln, um Veränderungen im Humusgehalt aus dem All sichtbar zu machen. Diese Pionierstudie nutzte Daten…

Geowissenschaften

Vom Beklagen zum Handeln: HKA geht die Klimakrise in den Alpen an

Gletscherschmelze, Hitzewellen und veränderte Niederschlagsmuster erfordern strategisches und grenzüberschreitendes Wassermanagement Der stetige, intensive Ressourcengebrauch hat unsere Umwelt negativ beeinflusst – und das über nationale Grenzen hinaus. Der Klimawandel verändert die Alpenregion drastisch: Schmelzende Gletscher und veränderte Niederschlagsmuster gefährden Flüsse und Grundwasserreserven. Das von der EU kofinanzierte Projekt „Waterwise“, geleitet durch das Interreg-Programm Alpenraum, bringt die Hochschule Karlsruhe (HKA) und 11 weitere Partner aus sieben Alpenländern – Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Österreich und Slowenien – zusammen, um die Krise zu bewältigen…

Geowissenschaften

Vom Winde verweht: Wind baut Schneekristalle um – und Klimamodelle

Versuche des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF im Windkanal zeigen, wie sich Schneekristalle im Wind verändern. Die Erkenntnisse könnten Klimaforschende zwingen, ihre Modelle anzupassen – insbesondere in den Polarregionen, wo Schneeverfrachtung durch starke Winde weit verbreitet ist. Wenn der Wind Schneeflocken herumwirbelt, formt er die Eiskristalle nicht nur mechanisch um, indem er sie zerkrümelt und zerreibt. Das Wasser wechselt auch zwischen fester und gasförmiger Form hin und her, wie Experimente im Windkanal aufzeigten. Ein Teil des Schnees geht von…

Geowissenschaften

Neue Simulationsmethode schärft Blick ins Erdinnere

Verfahren könnte neuromorphes Rechnen für KI veranbringen. Wie kommt die Erde zu ihrem Magnetfeld? Auch wenn die grundlegenden Mechanismen bekannt scheinen, sind noch Detailfragen offen. Ein Forschungsteam des Center for Advanced Systems Understanding am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, der Sandia National Laboratories (USA) und des französischen Kommissariats für Atomenergie und alternative Energien präsentiert ein Simulationsverfahren, das neue Erkenntnisse über den Erdkern verspricht. Es simuliert nicht nur das Verhalten von Atomen, sondern bildet auch die magnetischen Eigenschaften von Materialien nach. Die Methode, vorgestellt…

Geowissenschaften

Präzisere Prognosen der Schneeschmelze

SLF-Forschende haben mit Hilfe von Satellitendaten ihre Modelle optimiert, mit denen sie vorhersagen, wieviel Schnee vorhanden ist, und wann dieser wo schmilzt. Diese Fortschritte sind wichtig, um rechtzeitig vor Hochwasser und Überschwemmungen warnen zu können. Jeden Frühling wieder die grosse Frage: Wann beginnt der Schnee zu schmelzen? Drohen Überschwemmungen, wieviel Schneeschmelzwasser ist zu erwarten, wann sind die Alpen schneefrei? Forschende am SLF haben hochaufgelöste Satellitendaten genutzt, um ihre Prognosemodelle noch präziser zu machen. «Eine konkrete Herausforderung besteht darin, dass die…

Geowissenschaften

Digitale Geländemodelle geben Auskunft über Aufeis-Felder im Trans-Himalaya

Heidelberger Wissenschaftler nutzen terrestrische Aufnahmen und Satellitenbilder, um neue Erkenntnisse zur Beschaffenheit der saisonalen Eisvorkommen zu gewinnen. Die Mächtigkeit und das Volumen bislang wenig erforschter Aufeis-Felder, die im Trans-Himalaya von Ladakh in Indien vorkommen, hat ein geographisches Forschungsteam des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg untersucht. Das Team unter Leitung von Prof. Dr. Marcus Nüsser nutzte hochauflösende Fernerkundungsdaten und terrestrische Bilder zur Erstellung digitaler Geländemodelle, um das Volumen von natürlich vorkommendem Aufeis mit künstlich angelegten Eisreservoiren zu vergleichen. Die Differenz winterlicher und…

Geowissenschaften

Was im Ozean passiert, wenn zwei Wirbelstürme zusammenstoßen

Fallstudie untersucht außergewöhnliches Phänomen im Indischen Ozean. Im April 2021 begegneten sich die beiden tropischen Wirbelstürme Seroja und Odette im Indischen Ozean nordwestlich von Australien. Wie sich dieses seltene Phänomen auf das Meer auswirkte, untersuchten jetzt Oliver Wurl und Jens Meyerjürgens von der Universität Oldenburg jetzt. Ihrer Fallstudie zufolge kühlte sich das Meerwasser durch das Zusammentreffen ungewöhnlich stark ab, zudem änderte der vereinigte Sturm seine Richtung abrupt. Da sich die Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme im Zuge der globalen Erwärmung…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Tropenwälder: menschliche Eingriffe verändern Baumartenvielfalt

Ein internationales Team von Forschenden unter Beteiligung der Universität Bern haben die Folgen der Abholzung und Degradierung von Tropenwäldern untersucht. Sie konnten zeigen, dass es «Gewinner»- und «Verlierer»-Arten gibt, wobei die Verdrängung der «Verlierer» zu einem Rückgang der ökologischen Funktionen in tropischen Wäldern führen kann. Tropische Wälder sind das wichtigste Reservoir der terrestrischen Biodiversität. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme von Treibhausgasen und stellen wichtige Ökosystemdienstleistungen bereit. Dennoch sind sie Opfer einer rapiden Entwaldung und Waldfragmentierung mit einem…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Tapes aus recycelten Carbonfasern für den Leichtbau

Statt “Downcycling”: In Leichtbauanwendungen, bei denen eine hohe Festigkeit und Steifigkeit bei zugleich minimalem Gewicht entscheidend sind, werden zunehmend carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) eingesetzt. Jedoch gehen mit dem wachsenden Einsatz an CFK auch große Mengen an Carbonfaserabfällen einher. Herkömmliche Recyclingverfahren verringern signifikant die CFK-Eigenschaften und schränken die Einsatzbereiche ein. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben hochorientierte Tapes aus recycelten Carbonfasern (rCF) entwickelt, die auch für Hochleistungsanwendungen wie Strukturbauteile im Automobil wiedereingesetzt werden können. Entwickelte „Infinity“ rCF-Tape-Variante mit…

Agrar- Forstwissenschaften

Digitaler Zwilling zeigt den Wald in 100 Jahren

Modell berechnet große Waldflächen bis auf den Einzelbaum genau. Der Wald der Zukunft wird mit anderen Bedingungen zurechtkommen müssen als der von heute. Deshalb ist es laut Forschenden der Technischen Universität München (TUM) wichtig, die Bewirtschaftung der Wälder strategisch zu planen. Mit iLand hat das Forschungsteam ein Simulations-Modell entwickelt, das langfristige Entwicklungen großer Waldflächen bis auf den Einzelbaum genau berechnen kann – einschließlich Störfaktoren von Borkenkäfer bis Waldbrand. Verkohlte Baumstämme und schwarze Böden sind Bilder, die sich nach Waldbränden einprägen….

Geowissenschaften

Sprunghafter Anstieg der Erderwärmung

…ist maßgeblich auf geringere Rückstrahlkraft des Planeten zurückzuführen. 2023 verzeichnete die globale Durchschnittstemperatur mit einem Anstieg auf fast 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau einen neuen Höchstwert. Die Ursachen dieses sprunghaften Anstiegs stellte Forschende vor ein Rätsel. Denn betrachtet man die Wirkung von menschengemachten Einflüssen, vom Wetterphänomen El Niño sowie von Naturereignissen, lässt sich zwar ein Großteil der Erwärmung nachvollziehen. Eine Lücke von etwa 0,2 Grad Celsius, konnte jedoch bisher nicht richtig erklärt werden. Ein Team um das Alfred-Wegener-Institut…

Geowissenschaften

Neues Mineral entdeckt: Berndlehmannit

Die Namensgebung für das neue Mineral, das in China gefunden wurde, ist zu Ehren des Lagerstättengeologen Prof. Bernd Lehmann von der Technischen Universität Clausthal erfolgt. Im November ist in Peking die Entdeckung eines neuen Minerals gefeiert worden, das in kambrischen Schwarzschiefern der Vanadium-Lagerstätte Zhongcun (Süd-China) gefunden wurde. Dieses Mineral hat die Zusammensetzung Cu(CrV)S4 und wurde vom Doktoranden Xuerui Fu von der University of Geosciences Beijing entdeckt. Inzwischen ist es offiziell von der International Mineralogical Association (IMA) als neues Mineral anerkannt…

Geowissenschaften

Datensammlung für Tsunami-Frühwarnsysteme

Expedition MSM132 erforscht vulkanische Risiken in der Ägäis. Ein internationales Team von Forschenden ist heute mit der MARIA S. MERIAN in die Ägäis aufgebrochen, um das Vulkansystem Kolumbo bei Santorini zu untersuchen und die geologischen Prozesse zu verstehen, die Hangrutschungen, Vulkanausbrüche und Tsunamis auslösen können. Ziel ist es, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, um die Sicherheit von Küstengemeinden verbessern. Die Ausfahrt unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel in Zusammenarbeit mit der Nationalen und Kapodistrianischen Universität von Athen ist Teil…

Geowissenschaften

Auf den Spuren des Megaerdbebens von 2011

Was war die Ursache des großen Tōhoku-Erdbebens von 2011, und wie können wir geologische Prozesse besser verstehen, um langfristig Küsteninfrastruktur zu schützen – zum Beispiel vor einem Tsunami wie vor 13 Jahren? Diese Fragen stehen aktuell im Fokus einer wissenschaftlichen Expedition im Rahmen des Internationalen Bohrprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), an der auch Forschende aus dem MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen beteiligt sind. Seit Anfang September und noch bis 20. Dezember dieses Jahres ist ein…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Anschwellende Ströme

Klimawandel sorgt für mehr Sediment in Hochgebirgsflüssen. Viele Flüsse im asiatischen Hochgebirge transportieren mehr Sediment stromabwärts als noch vor einigen Jahren. Dieses veränderte Sedimentaufkommen wirkt sich besonders stark auf die Landwirtschaft, die Wasserqualität, das Hochwassermanagement sowie die Erzeugung von Wasserkraft aus. Eine unter Beteiligung der Universität Potsdam durchgeführte Studie zeigt, wie vielfältig sich Gletscher, Vegetation, Niederschlag und Hangneigung auf den Sedimenttransport in Flüssen auswirken. Um dem Klimawandel gerecht zu werden, fordern die Autorinnen und Autoren einen systematischen Ansatz für das…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie schnell werden Kunststoffe in der Umwelt abgebaut?

Reinhart-Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft für den Konstanzer Chemiker Stefan Mecking. Wenn Kunststoffe in die Natur gelangen, werden sie dann biologisch abgebaut? Und falls ja, wie lange dauert das? Welche Faktoren tragen dazu bei? Wie wichtig diese Fragen sind, machen die zunehmenden Mengen an Kunststoff-Verunreinigungen in der Umwelt deutlich. „Das Wissen dazu ist aber lückenhaft, es ist eine offene Frage“, schildert Stefan Mecking, Professor für Chemische Materialwissenschaft an der Universität Konstanz. In einem neuen Forschungsprojekt will der Chemiker nun klären, ob…

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