Ohne Rohstoffe aus Bergwerken ist technologischer Fortschritt nicht möglich – denke man an E-Mobilität oder Digitalisierung. Um jedoch die ökologischen Folgeschäden des Bergbaus zu verringern, erprobt ein Konsortium unter Leitung des Fraunhofer IKTS effiziente Technologien für die Aufbereitung von Gruben- und Bergbauwässern. Damit soll sich kontaminiertes Wasser so weit aufreinigen lassen, dass es als Brauchwasser nutzbar wird und zusätzlich Wertstoffe zurückgewonnen werden können. Für Pilottests unter Realbedingungen hat sich der Forschungsverbund den Zugriff auf einen Untertage-Versuchsstandort – eine Zinnerzgrube im…
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT forscht zusammen mit vier weiteren Partnern an biobasierten und rezyklierbaren Kunststoffen. Ziel des Verbundvorhabens »Bio2Bottle« ist es, biobasierte Flaschen zu entwickeln, die sich für die Aufbewahrung von Reinigungsmitteln und landwirtschaftlichen Bodenhilfsstoffen eignen, hohe Standards erfüllen und gleichzeitig biologisch abbaubar und wiederverwertbar sind. Heute verfügbare Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen weisen für diesen Einsatzzweck eine zu hohe Durchlässigkeit auf und genügen nicht allen Anforderungen. Laut dem Umweltbundesamt fallen derzeit allein in Deutschland rund 6,28…
Der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre und der damit einhergehende Klimawandel hat schon im vergangenen Jahrhundert in Gras-dominierten Grünlandbeständen zu Mindererträgen geführt. Dies zeigen Forschende der Technischen Universität München (TUM), die gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Rothamsted (U.K.) eine Untersuchung auf Basis des dortigen weltweit ältesten ökologischen Dauerexperiments durchgeführt haben. „Die Wissenschaft hat aufgrund von Freilandexperimenten mit erhöhter Kohlendioxidkonzentration, künstlicher Erwärmung und modifizierter Wasserversorgung recht gute Vorstellungen darüber, wie sich der künftige Klimawandel auf die Grünlandvegetation auswirken wird,…
DBU-Projekt testet Lösungen für Handel und Hersteller – Global Recycling Day am 18. März Im Schnitt verursachen die Deutschen pro Kopf 227,5 Kilogramm Verpackungsabfall pro Jahr, von denen lediglich rund 70 Prozent recycelt werden. Das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (Wuppertal) und die Verbraucher Initiative (Berlin) wollen die Müllmengen reduzieren und die Verwertungsquote erhöhen. Dafür gründeten sie in einem ersten von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt einen Club, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Mit Hilfe von…
Startschuss für weniger Emissionen bei LKW-Tiefkühltransporten Das Projekt H2Cool Prelude erforscht, wie Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik bei LKW-Tiefkühltransporten zukünftig zum Einsatz kommen können, um positive Auswirkungen für die Umwelt zu erreichen. Ziel des Projektes sind Konzepte für die Vermeidung fossiler Treibstoffe sowie die Verminderung oder sogar die Vermeidung von schädlichen Emissionen: Treibhausgase, Luftschadstoffe, Lärm. Ein Auslaufmodell: Der Gütertransport mit Treibstoff aus fossilen Energieträgern, denn Wasserstoff gilt als Treibstoff der Zukunft. Im Projekt werden viele Aspekte, die für die Entwicklung und erfolgreiche…
Wissenschaftler*innen vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und von der Universität Washington schlagen eine alternative Strategie zur Kontrolle der Treibhausgase und des globalen Klimasystems vor. In ihrer in Climatic Change veröffentlichten Studie beschreiben sie die Vorteile von Konzepten aus der Regelungstheorie, insbesondere die Regelung durch geschlossene Kreisläufe. Die Wissenschaftler zeigen damit, wie die Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre als ein Problem der Staukontrolle behandelt werden kann. Sie kann geregelt werden indem kontinuierlich berechnet und kontrolliert wird, wie viele Emissionen…
Photovoltaikanlagen dienen nicht nur der Gewinnung von Solarenergie, sie können den Boden auch vor dem Austrocknen schützen. Bauingenieure der HTW Dresden forschen dazu am größten Solarpark Deutschlands. Das Forschungsteam der Ingenieurhydrologie der HTW Dresden hat gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW auf dem Solarpark „Weesow-Wilmersdorf“ ein Langzeitprojekt gestartet. Ziel ist es herauszufinden, welchen Einfluss Photovoltaikanlagen auf den Bodenwasserhaushalt und die Grundwasserneubildung haben. Die Solarmodule bewirken eine Umverteilung des Niederschlags- und Energieangebotes. Die Beschattung großer Flächen verringert beispielsweise die Verdunstung. In Trockenzeiten,…
… zur Überwachung von Boden- und Luftqualität Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken ist Partner im EU-Projekt I-Seed. Ziel des Projekts ist es, intelligente, von Pflanzensamen inspirierte weiche Roboter zu entwickeln, die sich am und im Boden verteilen, um Boden- und Klimaparameter zu überwachen. Das Projekt wird von fünf europäischen Partnern durchgeführt und vom renommierten Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) koordiniert. I-Seed startete im Januar 2021 und erhält Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro aus dem…
Vom Bundes-Klimaschutzgesetz über alternative Antriebe und erneuerbare Energien bis hin zu Fridays for Future und persönlichen Verhaltensweisen: Das Thema Klimaschutz ist im Bewusstsein vieler längst angekommen. Mit dem „Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz (KARLA)“ wollen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Stadt Karlsruhe und die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft mit zahlreichen weiteren Partnern den Klimaschutz noch stärker in den Alltag und die Gesellschaft bringen und ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen vor Ort erforschen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg…
Neue Ansätze für Monitoring und Reduktionsmaßnahmen Um die Belastung der Meere durch Mikroplastik zu erfassen, muss man dessen Menge und sein Verhalten kennen. Bislang ist dies nur unzureichend gegeben. Ein hoher analytischer Aufwand behindert die Bestimmung. Nun liegen Kalkulationen zu den Einträgen aus urbanen Quellen für die gesamte Ostsee vor sowie Modellsimulationen zum Verhalten von Mikroplastik im Meer. Die Ergebnisse zeigen, wie die Belastung der Ostsee mit Mikroplastik in einem regelmäßigen Monitoring effizient beobachtet werden kann. Zudem geben sie Einblick,…
Eine nachhaltige Nutzung von Kunststoffen ist das Ziel: Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH wollen erforschen, wie sich Abfälle aus Thermoplasten aufbereiten, recyceln und per 3D-Druck zu neuen Produkten verarbeiten lassen. Ein neuer Forschungsbereich am Standort Hannover bietet in Zukunft den Platz und die nötige Infrastruktur. Er wurde heute offiziell mit einem Video-Rundgang eröffnet. Nach dem Frühstück den Joghurtbecher nicht wegwerfen, sondern einschmelzen und eine neue Zahnbürste daraus machen? Was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, könnte schon…
Universität Bayreuth an neuem Bayerischen Projektverbund beteiligt Mit einem Forschungsvorhaben zur chemischen Analyse von Ultrafeinstaub nimmt die Universität Bayreuth am neuen, vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanzierten Projektverbund „BayUFP – Messung, Charakterisierung und Bewertung ultrafeiner Partikel“ teil. Das Teilprojekt wird von Prof. Dr. Anke Nölscher, Juniorprofessorin für Atmosphärische Chemie, geleitet. Das Umweltministerium hat dafür in den nächsten drei Jahren Mittel in Höhe von insgesamt rund 635.000 Euro bewilligt. In den letzten Jahren ist es in zahlreichen Ländern gelungen,…
Forschende rund um Privatdozent Dr. Jörn Petersen vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben erstmals die Relevanz von Antibiotikaresistenzen in der Gruppe der marinen Roseobacter-Bakterien untersucht und konnten nachweisen, dass ein über den horizontalen Gentransfer aufgenommenes Plasmid eine um über 50-fach erhöhte Toleranz gegenüber dem Breitbandantibiotikum Chloramphenicol vermittelt. Ihre Ergebnisse publizierte das Team im renommierten Fachjournal Environmental Microbiology (doi: 10.1111/1462-2920.15380). Roseobacter sind bereits Teil des Resistoms der Weltmeere Bakterien der Roseobacter-Gruppe machen bis zu einem Viertel der…
Wie Berliner Forscher mit digitaler Technik Mikroplastik aufspüren und analysieren Beim Kampf gegen Mikroplastik in der Umwelt drängt die Zeit. Forschende aus der Zuse-Gemeinschaft beschreiten mit innovativen Monitoring- und Analysetools neue Wege bei der Erfassung und Bestimmung von Kunststoffabfällen. Teil 2 unserer Serie „Mikroplastik finden und vermeiden“ fokussiert auf den Nachweis von Mikroplastik in Gewässern. Jahr für Jahr gelangen laut einer Schätzung des Weltwirtschaftsforums (WEF) mindestens acht Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Weltmeere. Einmal dort angelangt, zersetzen sich diese, sofern…
Wissenschaftler*innen um Eliza Harris und Michael Bahn vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck ist es gelungen, die Emissionen des Treibhausgases Lachgas unter Einfluss von Umweltfaktoren in einem noch nie dagewesenen Detaillierungsgrad zu untersuchen. Die Studie, die nun im Fachmagazin Science Advances erschienen ist, stellt damit auch einen Ausgangspunkt für die Erstellung von Modellen dar, welche künftige Trends der Emissionsdynamik von Treibhausgasen in Ökosystemen unter globalen Klimaveränderungen vorhersagen könnten. Distickstoffoxid (N2O), allgemein als Lachgas bekannt, ist ein starkes Treibhausgas, dessen…
Demonstrationsprojekt zum Einsatz von Fluoreszenz-Markern für verbessertes Kunststoffrecycling erfolgreich abgeschlossen Insgesamt 37 Millionen Euro hat das deutsche Forschungsministerium für Untersuchungen zu „Plastik in der Umwelt“ bereitgestellt, um den Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt zu messen, deren Auswirkungen genauer zu untersuchen und vor allem Lösungsmöglichkeiten auszuarbeiten. Eines dieser insgesamt 20 geförderten Forschungsvorhaben haben Forscher der Hochschule Pforzheim geleitet. Das BMBF-Forschungsprojekt „MaReK – Markerbasiertes Sortier- und Recyclingsystem für Kunststoffverpackungen“ wurde gemeinsam von Claus Lang-Koetz, Professor für Nachhaltiges Technologie- und Innovationsmanagement in…