Aus biobasierten Polymeren in Schmierstoffen und Gleitlacken werden markt- und konkurrenzfähige Produkte. Rund 700 000 Tonnen Schmierstoffe wurden in den vergangenen Jahren alleine in Deutschland eingesetzt. Um die hochspezialisierten Hilfsmittel nachhaltiger zu machen, hat das Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Partnern im Projekt »PHAt« an einem Verdickungs- und Bindemittel auf Basis von Polyhydroxyalkanoate geforscht. Nach dreieinhalb Jahren geht die Forschungsarbeit nun im Folgeprojekt »PHAtiCuS« weiter. Wenn Maschinen aller Art buchstäblich reibungslos funktionieren und gleichzeitig vor übermäßigem Verschleiß und Korrosion geschützt…
Der weltweite Wasserbedarf steigt durch eine immer intensivere Wassernutzung, gleichzeitig wird das nutzbare Wasserdargebot immer kleiner. Damit Wasser nicht zur Bremse für Schlüsselindustrien, die Energiewende und eine sichere Ernährung wird, arbeiten mehrere Forschergruppen des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS an Projekten, die heutige Probleme in der Wasser-, Agrar- und Energiewirtschaft im Komplex zu lösen versuchen. Ein Ziel ist es dabei, Abwasser als Ressource zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise neue Verwertungsmethoden für kommunale und Bergbauabwässer, die wichtige Rohstoffe für…
DBU fördert Projekte zu Schutzäckern, Blühstreifen und Streifenanbau Deutschlandweit geht die Artenvielfalt vor allem auch in der Agrarlandschaft trotz vieler Anstrengungen zurück. Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises an die Ökologin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese und den Moorforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Wochenende für einen Aufbruch zu mehr Klima- und Artenschutz geworben. Beim Festakt wurde Böhning-Gaese für ihren Einsatz für eine Agrarwende in Deutschland geehrt. Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft mit…
Wasserkraft, Biomasse-Verstromung, Windkraft, Wasserstoff, Fotovoltaik – diese Begriffe kommen schnell in den Sinn, wenn es um den Energiemix der Zukunft geht. Ein Energiemix, der dem Klimawandel die Stirn bieten soll, indem er den CO2-Ausstoß begrenzt. Dabei wird jedoch häufig nicht bedacht, welche langfristigen Folgen für das Wasserangebot in einer Region solche Technologien haben, zum Beispiel weil Wasser zur Kühlung benötigt wird. Prof. Dr. Martina Flörke von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) plädiert dafür, nicht nur auf die CO2-Emissionen zu schauen, sondern…
Durch die Wiedervernässung von Mooren entstehen hydrologisch, geochemisch und auch in der Vegetation neuartige Ökosysteme. Diese müssen funktional anders bewertet werden, d.h. das Übertragung von Wissen über die Funktionsweise aus naturnahen Mooren nur eingeschränkt möglich ist. Das ist das Schlussfolgerung aus den Ergebnissen einer Studie, die in dem Artikel „Rewetting does not return drained fen peatlands to their old selves“ in der aktuellen Ausgabe (September 2021) der Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht wurde. Unter Federführung von Wissenschaftler*innen der Universitäten Greifswald und…
Landwirte und Gärtner verwenden in vielen Ländern Mulchfolien, um ihre Ernteerträge zu steigern. Mit den Folien, die häufig aus Polyethylen bestehen, lassen sich Unkrautwachstum, Bodentemperatur und Wasserverbrauch kontrollieren. Das Problem: Das erdölbasierte Material ist nicht biologisch abbaubar. Nach der Saison müssen die Folienreste daher mit großem Arbeitsaufwand eingesammelt werden oder verschmutzen die Felder. Im Projekt NewHyPe entwickeln Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit europäischen Partnern nachhaltige, biologisch abbaubare Mulchpapiere mit einer schützenden Hybridbeschichtung. Plastikmüll verschmutzt nicht nur die Meere, das Problem betrifft auch…
Neue Konzepte für nachhaltige Produktions- und Konsummuster haben Forscherinnen des Bochumer Lehrstuhls für Produktionswirtschaft entwickelt. Am Beispiel der Fotovoltaik hat das Team um Prof. Dr. Marion Steven ein Wirtschaftsökosystem konzipiert, das eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft gewährleisten würde. Die Forscherinnen schlagen außerdem eine neue Kennzahl vor, um die Produktivität von Unternehmen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten zu messen. Über ihre Arbeiten berichtet Rubin, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Materialien und Produkte möglichst lange zu nutzen, wiederzuverwenden, zu…
Wissenschaftler der Universität Tübingen beteiligt: Internationales Forschungszentrum arbeitet an Technologien, mit denen sich Kohlendioxid in neue Rohstoffe umwandeln lässt. Der Tübinger Umweltbiotechnologe Lars Angenent und sein Team sind an einem neuen Forschungszentrum beteiligt, das Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Wiederaufbereitung von Kohlendioxid (CO2) entwickeln soll. Das interdisziplinäre Zentrum wird in den kommen Jahren von der dänischen „Novo Nordisk“-Stiftung mit 84,7 Millionen Euro gefördert. Angesiedelt an der Universität von Aarhus in Dänemark wird das Zentrum mit Angenents Team in Tübingen und…
Als Naturfreunde erkennen wir leicht, ob ein Baum krank oder schwach ist – zum Beispiel an der Verfärbung oder am Verlust von Blättern. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schäden aber schon fortgeschritten und oft unumkehrbar. In einer neuen Studie zeigen Forschende der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL wie sich der Stress eines Baumes frühzeitig erkennen lässt. Dafür setzen sie Spektraldaten aus Drohnenfotos ein. Baumstress frühzeitig zu erkennen ist wichtig, um die zunehmenden Auswirkungen von Trockenheit auf unsere…
Lichtverschmutzung – also zu viel künstliches Licht zur falschen Zeit am falschen Ort – ist vermutlich ein Grund für das weltweite Insektensterben. Denn viele Fluginsekten sind lichtempfindlich und werden von künstlichen Lichtquellen wie von Staubsaugern angezogen und fehlen dann in ihrem Lebensraum. Dieser Effekt ist mittlerweile gut bekannt. Neue Forschungsergebnisse des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigen, dass der Staubsaugereffekt auch unter Wasser gilt und dass die derzeitigen Strategien zur Verringerung der Auswirkungen der Lichtverschmutzung nicht weit genug gehen,…
Graslandschaften sind weltweit Oasen biologischer Vielfalt und stellen eine Vielzahl von Leistungen für den Menschen bereit – darunter Nahrungsmittel, Wasserversorgung und die Speicherung von Kohlenstoff. Die Zukunft dieser Ökosysteme sieht jedoch düster aus, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Degradierung der Grasländer aufzuhalten und ihre Renaturierung zu fördern. Ein internationales Expert*innenteam, unter der Leitung der Universität Manchester, schlägt in der kürzlich erschienenen Publikation eine Reihe von Strategien vor, um die weltweite Zerstörung von Graslandschaften zu stoppen und ihre Wiederherstellung…
Das Klima in der Stadt kann sich von dem in benachbarten Gemeinden deutlich unterscheiden. Das zeigt das Forschungsprojekt „Klimaerlebnis Würzburg“, für das ein Forschungsteam knapp vier Jahre lang Daten gesammelt hat. An Hitzetagen ist der Aufenthalt in Würzburgs City für manche Menschen eine Quälerei. Sie schwitzen und fühlen sich nicht mehr wohl. Im Umland lässt es sich hingegen gerade am späten Nachmittag oft besser aushalten. Der Temperaturunterschied kann enorm sein. „Im Projekt ‚Klimaerlebnis Würzburg‘ haben wir als höchsten Wert einen…
An der Universität Rostock wurde ein neues interdisziplinäres, von der Europäischen Union (EU) gefördertes Forschungsprojekt zu den Gesundheitsauswirkungen von Ultrafeinstäuben aus Verkehrsemissionen gestartet. Das internationale Konsortium mit dem Namen ULTRHAS wird vom Norwegischen Institut für Gesundheit der Bevölkerung koordiniert. Beteiligt sind von Rostocker Seite die Lehrstühle für Analytische Chemie sowie Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren. Weitere Partner sind das Helmholtz Zentrum München, die Universität der Bundeswehr in München, die University of Eastern Finland, die Université de Fribourg und das Finnish Institute for…
Feldexperiment auf Gran Canaria gestartet… In einem gerade begonnenen Feldexperiment auf Gran Canaria erforschen Wissenschaftler*innen aus sechs Nationen unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, inwieweit der Ozean dabei unterstützen kann, mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Luft aufzunehmen, und welchen Einfluss dies auf das Leben im Meer hat. Das Experiment findet im Rahmen des EU-Projekts Ocean-based Negative Emission Technologies (OceanNETs) statt. Das seit Juli 2020 laufende Projekt hat zum Ziel, eine integrierte Bewertung gezielter Maßnahmen zur CO2-Entnahme im Ozean…
Mikrobengemeinschaft trotzt dem Klimawandel. Kunststoffe, die biologisch abbaubar sind – das klingt zunächst einmal gut. Doch wie sie im Boden abgebaut werden und welchen Einfluss der Klimawandel auf Abbauprozesse hat, darüber ist bislang noch sehr wenig bekannt. Bodenökolog:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun in zwei Studien gezeigt, welche Mikrobengemeinschaft für den Abbau zuständig ist, welche Rolle dabei das Klima spielt und warum biologisch abbaubare Kunststoffe durchaus problematisch sein könnten. Plastik, das in Böden, Ozeane oder Binnengewässer gelangt, schadet…
Wasser sparen mit smarten Bewässerungssystemen… Frankfurter Pilotprojekt mit Beteiligung der Universität Hohenheim zeigt eventuelles Einsparpotenzial durch intelligente Bewässerungssysteme auf. Frankfurt möchte Vorreiter bei der wassersparenden Bewässerung von Stadtbäumen werden: Rund tausend Kubikmeter Wasser könnte die Stadt durch die Optimierung von Bewässerungsvorgängen junger Stadtbäume in Zukunft möglicherweise weniger verbrauchen. Das ist ein erstes Zwischenergebnis des Modellversuchs „Smarte Bewässerung“, den Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart zusammen mit der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH und anderen Projektbeteiligten durchführen. Dabei erfasst ein…