Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zuhause mit digitaler Hilfe gesund werden

17.07.2019

Obwohl Patienten mit koronaren Herzerkrankungen deutlich von einer stationären Rehabilitation profitieren, nehmen nur etwa zwölf Prozent diese nach einem Krankenhaus-Aufenthalt in Anspruch, berichtet die „Deutsche Herzstiftung” 2017. Mithilfe von telemedizinischen Angeboten könnte die Rehabilitation auch zuhause in Anspruch genommen werden. Das Projekt „smartreha“ will das Gesundheitswesen in diesem Bereich digital vorantreiben.

„Seit Anfang Juli binden wir Patienten aus verschiedenen medizinischen Einrichtungen für die Telemedizin ein“, so Stephan von Bandemer zum Stand des Projekts „smartreha“.


Dr. Songül Secer zeigt ein Tele-EKG-Gerät, wie es im Projekt „smartreha" zum Einsatz kommt.

Foto: DEGEDI, Abdruck honorarfrei im Zusammenhang mit Westfälischer Hochschule

Er ist Mitarbeiter am Institut Arbeit und Technik (kurz: IAT) der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und setzt sich für den digitalen Fortschritt innerhalb des Gesundheitswesens ein.

Bei „smartreha“ geht es darum, Patienten raum- und zeitunabhängig optimal behandeln zu können und gleichzeitig die Kosten gegenüber stationären Reha-Maßnahmen zu senken.

Das Projekt „smartreha“ hat sich auf zwei Krankheitsbilder fokussiert: Koronare Herzerkrankung (kurz: KHK) und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (kurz: COPD). Patienten können drei bis sechs Monate – je nach Krankheitsbild – eine telemedizinische Rehabilitation in Anspruch nehmen.

Zusammen mit dem telemedizinischen Zentrum der „Deutschen Gesundheitsdienste“ in Bochum werden Trainingspläne erstellt und lebenswichtige Körperfunktionen der Patienten während des Trainings überwacht.

Die ärztliche Betreuung übernehmen die Spezialisten im telemedizinischen Zentrum in Abstimmung mit den behandelnden Haus- und Fachärzten des jeweiligen Patienten.

Durch das begleitete Training und Coaching können die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität der Patienten verbessert und Rückfälle vermieden werden. Wartezeiten auf einen verfügbaren Rehaplatz gehören der Vergangenheit an.

Nicht nur die Rehabilitationsangebote sollen digital begleitet werden, auch das regionale Daten- und Terminmanagement innerhalb des Behandlungsprozesses soll in dem Projekt verbessert werden.

Eine einrichtungsübergreifende Akte macht Informationen für alle um die Rehabilitation herum beteiligten Einrichtungen gleichermaßen verfügbar. Dadurch kann die Versorgung effizienter ablaufen.

Das Projekt „smartreha“ gehört zum Verbundprojekt „connect.emscherlippe“ und will bis zum Projektende 2021 die regionale Gesundheitswelt Stück für Stück digitaler, kostengünstiger und praktikabler gestalten. Stephan von Bandemer hat eine positive Sicht auf die digitale Zukunft des Gesundheitswesens: „Wenn wir die Digitalisierung gezielt für die Unterstützung der Versorgungsprozesse nutzen, werden davon Patienten wie auch Beschäftigte profitieren. Und ganz nebenbei wird so die Wirtschaftlichkeit verbessert.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Stephan von Bandemer, Institut "Arbeit und Technik" an der Westfälischen Hochschule, E-Mail bandemer@iat.eu

Dr. Barbara Laaser | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Krebs mit Sauerstoff sichtbar machen
19.02.2020 | Deutsches Krebsforschungszentrum

nachricht Mit Lasertechnik die Krebstherapie verbessern
13.02.2020 | Leuphana Universität Lüneburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics