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Besser klettern mit virtuellem Mentor

25.02.2020

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Forschungsprojekt zur automatisierten Bewegungsanalyse beim Bouldern

Bouldern – das bedeutet Klettern in Absprunghöhe ohne Seil am Felsen oder in der Halle. Neben der sportlichen Herausforderung bietet Bouldern aber auch Forschungspotenzial – zum Beispiel beim Optimieren der eigenen Bewegungen.


Bouldern für die Forschung: Julia Richter und Raul Beltrán Beltrán analysieren die Bewegungen von Sebastian Flemmig an der Systemwand.

Foto: TU Chemnitz/Lili Hofmann

Daran arbeitet ein Team der Professur Schaltkreis- und Systementwurf der Technischen Universität Chemnitz unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Julia Richter im Rahmen des Kooperationsprojektes „Klettern mit virtuellem Mentor durch videogestützte Bewegungsanalyse“ (KliMB).

Gefördert wird das Projekt seit Oktober 2019 bis Mai 2021 mit rund 163.000 Euro im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Jetzt geht das Projekt in die erste praktische Phase über.

Ziel des Projektes „KliMB“ ist es, den Einsatz der videogestützten, automatisierten Bewegungsanalyse beim Bouldern zu erforschen, zu entwickeln und im Bouldersport zu etablieren. Dabei entwickelt Projektmitarbeiter Raul Beltrán Beltrán Verfahren zur Bewegungsanalyse sowie darauf aufbauend eine geeignete Form des Feedbacks:

„Ein Feedbacksystem für das Bouldern zu entwickeln ist eine spannende Aufgabe. Besonders Anfänger können durch den sogenannten ‚Virtuellen Mentor‘ korrekte Klettertechniken erlernen und Fehler frühzeitig vermeiden“, erklärt Julia Richter.

Der „Virtuelle Mentor“ stützt sich dabei auf Kameras, welche die Bewegung in Form von sogenannten Punktwolken und Skelettpunkten erfassen können. Daraufhin werden die erfassten Daten durch Algorithmen analysiert, sodass Nutzerinnen und Nutzern des Systems beim Bouldern über akustisches oder visuelles Feedback hilfreiche Hinweise erhalten.

Unterstützt wird das Projekt durch Dr. Guido Köstermeyer, Weltcupsieger im Klettern von 1992, Erstbegeher zahlreicher Routen im zehnten und elften Schwierigkeitsgrad und Sportwissenschaftler mit einem Schwerpunkt in der Trainingslehre.

Ebenfalls am Projekt beteiligt ist der Physiotherapeut Moritz Neubauer, der die Athletinnen und Athleten des Bundeskaders Sportklettern bei internationalen Wettkämpfen, Trainingslagern und im Heimtraining betreut.

Projektpartner ist die Blocz GmbH aus Chemnitz. Das Unternehmen stellt unter anderem Griffe bis hin zu kompletten Wänden für den Bouldersport her und bringt diese Erfahrung in das Projekt ein.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Julia Richter, Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Tel. +49 (0)371/531-37933, E-Mail julia.richter@etit.tu-chemnitz.de

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

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