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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Medizintechnik

Forscher töten Hirntumorzellen erfolgreich mit Plasma ab

Wissenschaftlern und Medizinern der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ), des Heinrich-Braun-Klinikums Zwickau (HBK) und des Universitätsklinikums Magdeburg ist es gelungen, Hirntumorzellen durch die Behandlung mit physikalischem Plasma abzutöten. Durch das Verfahren soll es möglich werden, Hirnhauttumore restlos zu entfernen. Hirntumore stellen sowohl Patienten als auch die behandelnden Ärzte vor große Herausforderungen. Durch ihr verdrängendes oder invasives Wachstum können sie erhebliche neurologische Beschwerden nach sich ziehen und unter Umständen auch das Leben bedrohen. Die komplette Entfernung eines Hirntumors ist leider nicht immer,…

Biowissenschaften Chemie

Abbau beschädigter Lysosomen

Neuer Signalweg entschlüsselt… Lysosomen sind die Recyclinghöfe in unseren Zellen: Die kugelförmigen Organellen bauen in ihrem Innern sowohl körpereigene als auch Fremdstoffe ab – zur anschließenden Weiterverwertung. Da ihr Inneres einen sauren pH-Wert aufweist, sind Schäden in der Membran, die die Lysosomen umschließt, gefährlich für Zellen. Wissenschaftler:innen der UDE haben einen neuen Signalweg identifiziert, der in diesem Fall zum Abbau des Lysosoms führt. Ihre Erkenntnisse, veröffentlicht in Molecular Cell, könnten dazu beitragen, neue Ansätze für die Behandlung neurodegenerativer Krankheiten zu…

Biowissenschaften Chemie

Angriff und Verteidigung im Mikrokosmos

Forschungsteam des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ der Uni Jena klärt Regulationsmechanismen kleiner RNA-Moleküle auf, die bei Virusinfektionen von Bakterien eine entscheidende Rolle spielen. Viren brauchen Wirte. Ob Masern, Grippe oder Corona – ohne die Zuhilfenahme der zellulären Infrastruktur ihrer Wirtsorganismen könnten sich Viren weder vermehren noch andere Organismen infizieren. Viren befallen aber nicht nur Menschen. Auch Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen können Wirte für Viren sein. Viren, die Bakterien als Wirtszellen nutzen, heißen Bakteriophagen – kurz Phagen – und sind…

Biowissenschaften Chemie

Zellen mit Licht gestalten

Mit dem Knipsen eines Schalters… Ein Licht anknipsen und die innere Dynamik einer Zelle verstehen und steuern – das ist der Dimova-Gruppe gelungen. Das Team bestrahlte Zellreplikate mit verschiedenfarbigem Licht und veränderten dadurch die Wechselwirkungen zwischen den Zellelementen. Die Steuerung dieser komplexen Prozesse könnte es in Zukunft ermöglichen, Medikamente gezielt in die Zellen einzubringen. Auf Knopfdruck ließe sich diese Verabreichung anpassen oder sogar umkehren, was die Behandlung von Zellen auf intelligente, präzise und nicht-invasive Weise revolutionieren könnte Zellen sind elementare…

Biowissenschaften Chemie

Wie eine Nervenzelle im Gehirn überleben kann

Wissenschaftler*innen der Universität zu Köln haben entdeckt, wie Mitochondrien die Zellerneuerung und die neuronale Plastizität im Gehirn der erwachsenen Maus steuern / Veröffentlichung in „Neuron“. Nervenzellen im Gehirn (Neuronen) gehören zu den komplexesten Zelltypen in unserem Körper. Grund dafür sind die verzweigten Fortsätze, die sogenannten Dendriten und Axone, und Tausende von Synapsen, die komplexe Netzwerke bilden. Zwar werden die meisten Neuronen während der Embryonalentwicklung gebildet, aber in bestimmten Regionen des Gehirns findet während des gesamten Erwachsenenalters Neurogenese, die Bildung von…

Biowissenschaften Chemie

Neue Moleküle fluoreszieren in allen Regenbogenfarben

Fortschritt in der biomedizinischen Bildgebung durch PyrAt-Verbindungen. Fluoreszierende Moleküle machen die Visualisierung von Gewebe und Zellen möglich und sind daher in der Medizin und Pharmazie unverzichtbar. Ein Team um Nuno Maulide und Leticia González von der Fakultät für Chemie der Universität Wien, sowie um Harald Sitte von der MedUni Wien, hat eine Reihe neuartiger fluoreszierender Moleküle entwickelt. Diese können in einem einzigen Schritt über ein Lego-ähnliches modulares System einfach hergestellt werden und leuchten in allen Farben des Regenbogens. Die Ergebnisse…

Biowissenschaften Chemie

Wärmeflüsse sorgen für Ordnung in der prebiotischen Molekularküche

LMU-Biophysiker zeigen, wie Wärmeflüsse durch Gesteinsrisse die Voraussetzung für die Entstehung des Lebens erzeugt haben könnten. Das Leben ist kompliziert. Was im Alltag gilt, trifft auch auf die vielen komplexen Prozesse zu, die in Zellen stattfinden. Ständig müssen Proteine synthetisiert, Zellwände gebaut und Erbgut vervielfältigt werden. Klappen kann das nur, wenn zueinander gehörende Reaktionspartner zum passenden Zeitpunkt in ausreichend hoher Konzentration zusammenkommen und dabei möglichst nicht durch andere Stoffe gestört werden. Im Verlauf der Jahrmilliarden hat die Evolution diese Mechanismen…

Medizin Gesundheit

Ein gestörter Schlaf kann Bluthochdruck verursachen

Unterschätzter Risikofaktor: Ein erholsamer Schlaf ist für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit unerlässlich, denn dauerhafte Schlafstörungen begünstigen organische und psychische Erkrankungen. Das ist vielen bekannt. Dass Schlafstörungen aber auch ein deutlicher Risikofaktor für die Entwicklung einer Bluthochdruckerkrankung sind, sollte noch stärker im Bewusstsein der Menschen verankert sein. Wie immer gilt auch hier: Genau hinsehen und Blutdruck messen! Bluthochdruck-Risikofaktor Schlafstörungen Schlafstörungen sind nicht nur belastend und senken das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Sie sind auch bekanntermaßen ein relevanter Risikofaktor für die…

Medizin Gesundheit

Therapiestudie zum Glioblastom geht in die Phase II

Neue Kombinationstherapie wird auf Wirksamkeit untersucht. Die Kliniken für Neuroonkologie und Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) beginnen eine klinische Phase II-Studie, die die Wirksamkeit des Medikaments Meclofenamat bei Patientinnen und Patienten mit der bösartigen Hirntumorerkrankung Glioblastom erprobt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie mit fast 2 Millionen Euro. Eine mögliche Studienteilnahme kann ab sofort am UKB angefragt werden. Das Glioblastom ist der häufigste und aggressivste Hirntumor im Erwachsenenalter. Da die Lebenserwartung der Betroffenen trotz Ausschöpfung aller bestehenden…

Biowissenschaften Chemie

Gesund altern durch hungernde Zellen

Forschungsteam des CellNanOs der Universität Osnabrück untersucht, wie sich Zellen bei Nährstoffmangel selbst verwerten. Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen. Damit wir uns bewegen, sprechen oder auch nur diese Sätze lesen können, müssen unsere Zellen gefüttert werden. Passiert das nicht, hungern unsere Zellen und verwerten ihre eigenen Bestandteile in einem Prozess, der Autophagie genannt wird. Beim Menschen findet Autophagie zum Beispiel beim Abnehmen, aber auch beim Sport statt. Eine Reihe von Studien im Autophagie-Feld belegen, dass regelmäßiges Fasten (Intervallfasten)…

Biowissenschaften Chemie

Speichertechnologie für Chlorwasserstoff

… erlaubt nachhaltigere Synthese von Wasserstoff und wichtigen Basischemikalien. Forschungsteam der Freien Universität Berlin kann Chlorwasserstoff sicher speichern, umsetzen und elektrolysieren. Einem Forschungsteam der Freien Universität Berlin unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Sebastian Hasenstab-Riedel ist es gelungen, das Gas Chlorwasserstoff sicher in Form von Ionischen Flüssigkeiten zu speichern und zu elektrolysieren. Dabei wird Chlor im Kreislauf geführt und der Energieträger Wasserstoff als Nebenprodukt bei niedrigeren Potentialen erhalten. Die neue Technologie eröffnet einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Chemie und…

Biowissenschaften Chemie

Fluids im Flow: Wie sich Ringpolymere bewegen

Es kommt auf die Verknüpfung an: Ringpolymere zeigen unter Scherung unerwartete Bewegungsmuster. Ein internationales Forschungsteam erregt mit Berechnungsergebnissen über das Verhalten von Ringpolymeren unter Scherkräften die Aufmerksamkeit der Fachwelt: Reyhaneh Farimani von der Universität Wien und ihre Kolleg*innen zeigten, dass für Ringpolymere die Art der Verknüpfung – chemisch gebunden vs. mechanisch verknüpft – tiefgreifende Auswirkungen auf die dynamischen Eigenschaften unter kontinuierlicher Scherung hat. In diesen Fällen ergeben sich neue rheologische Muster. Die Studie wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Physical…

Biowissenschaften Chemie

Neue Polymere zeigen Interaktion mit Zellen

Eine Neuentwicklung in der biomedizinischen Forschung könnte die Tür zu einer Vielzahl neuer Anwendungen öffnen: Wissenschaftler*innen der Universität Bayreuth haben festgestellt, dass bestimmte Polymere, genannt Polyanionen, auf eine einzigartige Weise in Zellen eindringen können, ohne Schaden zu verursachen. Die Erkenntnisse, die im Fachmagazin „ACS Polymers Au“ veröffentlicht wurden, können dazu beitragen, Wirkstoffe zielgerichteter in Zellen zu transportieren. What for? Ein Forscher*innen-Team um Prof. Dr. Meike Leiske, Juniorprofessorin in der Makromolekularen Chemie an der Universität Bayreuth, hat untersucht, wie Polymere dazu…

Biowissenschaften Chemie

Zell-Organisatoren unter Druck

Mechanismen des embryonalen Zahnwachstums aufgedeckt. Forschungsteam des Exzellenzclusters Physics of Life der TU Dresden, der Universität Kalifornien und des Cedars-Sinai Guerin Children’s Los Angeles veröffentlicht in Nature Cell Biology bisher ungeklärte Mechanismen darüber, wie ein Embryo seine Zellen während des Zahnwachstums organisiert. Der Aufbau von Geweben und Organen während der Embryonalentwicklung wird von den Zellen bemerkenswert choreografiert. Für diesen Prozess braucht es spezielle sogenannte „Organisatoren“ – bisher war unklar, wie der Embryo diese Organisatoren bildet. In einer aktuellen Veröffentlichung in…

Biowissenschaften Chemie

Von Hautzellen über Stammzellen zu Nervenzellen

Wie Ablagerungen in Nervenzellen zu Schmerzen und einer gestörten Temperaturwahrnehmung bei Morbus Fabry führen. Prof. Dr. Nurcan Üçeyler und ihrem Team ist es erstmals gelungen, aus Hautzellen von Patientinnen und Patienten mit Morbus Fabry Stammzellen herzustellen und diese in sensible Nervenzellen umzuwandeln. Mit diesen patienteneigenen Nervenzellen konnten die Forschenden neue molekulare und funktionelle Erkenntnisse gewinnen, die Hinweise auf Mechanismen geben, welche zu den für die Stoffwechselerkrankung typischen Schmerzen und Gefühlsstörungen beitragen. Dr. Julia Grüner (links) und Prof. Dr. Nurcan Üçeyler…

Medizintechnik

Innovativer Herzklappenersatz

MHH-Kardiologie kann jetzt jede Herzklappe minimalinvasiv ersetzen. Erste Patientin erhält Trikuspidalklappe dank neuartigem Kathetersystem ohne große Operation. Das menschliche Herz besitzt vier Herzklappen. Sie sorgen dafür, dass das Blut mit jedem Herzschlag in die richtige Richtung fließt. Schließt eine Herzklappe nicht mehr richtig, muss sie eventuell durch eine Prothese ersetzt werden. Bisher war es nur bei drei Herzklappen möglich, diesen Eingriff minimalinvasiv vorzunehmen, also ohne große Operation. Dank eines neuartigen Kathetersystems funktioniert das jetzt auch bei der vierten, der Trikuspidalklappe….

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