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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Biowissenschaften Chemie

Molekulare Reporter stellen Verbündete des Hirntumors bloß

Bislang war unklar, wie und warum Krebszellen sich an ihre Umgebung anpassen. Ein Team um Gaetano Gargiulo vom MDC hat nun eine Technologie entwickelt, mit der die Abläufe in lebenden Zellen beobachtet werden können. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher*innen im Fachblatt Cancer Discovery vor. Das Glioblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Erwachsenen. Jährlich erkranken daran etwa fünf von 100.000 Menschen. Die Diagnose kommt einem Todesurteil gleich: Auch nach einer Resektion mit anschließender Bestrahlung und Chemotherapie sterben die Patient*innen innerhalb…

Medizin Gesundheit

Mit Hemibodies gegen Krebs

Die aus der Universität entstandene Cherry Biolabs GmbH entwickelt eine neuartige Immuntherapie gegen Krebs. Mit der MorphoSys AG als Lizenzpartner soll diese Therapie in die klinische Anwendung gebracht werden. Seit 2005 arbeitet ein Team um die Würzburger Mediziner Professor Gernot Stuhler und Dr. Thomas Bumm an einer neuartigen Immuntherapie gegen Krebs. Im Mittelpunkt stehen Fragmente von Antikörpern, sogenannte Hemibodies, die mit höchster Präzision zwischen Tumorzellen und gesundem Gewebe unterscheiden können. Konkret handelt es sich um jeweils zwei Antikörperfragmente, die auf…

Biowissenschaften Chemie

Globale Studie über Frequenzen von Vogelgesängen

Die Gesangsfrequenz eines Vogels hängt vor allem von seiner Körpergröße ab, wird aber auch von der sexuellen Selektion beeinflusst. Arten, bei denen die Männchen größer sind als die Weibchen, singen mit niedrigeren Frequenzen als aufgrund ihrer Größe zu erwarten wäre. So wirken sie noch größer und könnten sich besser gegen andere Männchen behaupten oder für Weibchen attraktiver sein. Die Analyse der Gesänge fast aller Sperlingsvögel der Welt durch Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und Kollegen zeigt, dass der Lebensraum der…

Biowissenschaften Chemie

Bitterkalt und außerordentlich scharf

Neue Methoden ermöglichen den Blick in unser Innerstes: Hochauflösende Bilder tiefgefrorener Zellen zeigen Strukturen, die zuvor nur erahnt werden konnten. Bei Temperaturen von minus 196 Grad Celsius gelingen hochauflösende Bilder aus dem Zellinneren. Forschende am Institute of Science and Technology (IST) Austria zeigen so erstmals, wie ein bestimmter Proteinkomplex, der eine wichtige Rolle in diversen biologischen Prozessen wie der Zellbewegung spielt, in seinem aktiven Zustand tatsächlich aussieht. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Zellen in unserem…

Biowissenschaften Chemie

Wie sich Metallatome auf einem Isolator ordnen können

Bielefelder Forschende veröffentlichen Studie in Nature Communications Um in Zukunft winzig kleine elektronische Speicher oder Sensoren herzustellen, ist es entscheidend, einzelne Metallatome auf einer isolierenden Schicht anordnen zu können. Wissenschaftler*innen der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld haben nun nachgewiesen, dass dies bei Zimmertemperatur gelingt: Moleküle der metallhaltigen Verbindung Molybdänacetat bilden auf dem Isolator Calcit eine geordnete Struktur, ohne an andere Positionen zu springen oder sich zu drehen. Ihre Ergebnisse präsentieren die Wissenschaftler*innen heute (21.12.2020) im Fachmagazin Nature Communications. Die…

Medizin Gesundheit

Studie zeigt Zusammenhang zwischen HIV-Infektion und Gebärmutterhalskrebs

Sechsfach höheres Risiko Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat die Effekte einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) auf die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs quantifiziert und herausgefunden, dass Frauen, die mit HIV infiziert sind, ein sechsfach höheres Risiko haben, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Besonders betroffen sind die Regionen Süd- und Ostafrika. Gebärmutterhalskrebs ist nach Statistiken der WHO die vierthäufigste Krebsart bei Frauen. Im Jahr 2018 wurde bei schätzungsweise 570.000 Frauen weltweit ein Zervixkarzinom diagnostiziert, etwa 311.000 Frauen starben an…

Biowissenschaften Chemie

Stammzellen des Gehirns teilen sich über Monate

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich konnten erstmals beobachten, wie sich Stammzellen im erwachsenen Gehirn der Maus über Monate hinweg teilen, um neue Nervenzellen zu bilden. Ihre Studie zeigt, dass Hirnstammzellen über lange Zeit aktiv sind und liefert damit neue Erkenntnisse für die Stammzellforschung. Stammzellen bilden im Gehirn über die gesamte Lebensspanne neue Nervenzellen. Dies geschieht unter anderem im Hippokampus, einem Hirnbereich, der für viele Lernvorgänge von Bedeutung ist. Eine Verringerung der Anzahl neugebildeter Nervenzellen ist unter anderem bei Depressionen…

Biowissenschaften Chemie

Die Mechanik des Immunsystems

Wenn die T-Zellen unseres Immunsystems aktiv werden, dann spielen dabei winzige Zugkräfte auf molekularer Ebene eine wichtige Rolle. Sie konnten an der TU Wien nun untersucht werden. Es sind hochkomplizierte Prozesse, die permanent in unserem Körper ablaufen, um Krankheitserreger in Schach zu halten: Die T-Zellen unseres Immunsystems sind ständig damit beschäftigt, nach Antigenen zu suchen – verdächtigen Molekülen, die an bestimmten Rezeptoren der T-Zellen andocken können wie ein Schlüssel, der exakt in ein bestimmtes Schloss passt. Dadurch wird die T-Zelle…

Biowissenschaften Chemie

MPI Forscher entdecken neues katalytisches Zwischenprodukt in der biologischen Wasseroxidation

Durch quantenchemische Berechnungen kombiniert mit spektroskopischen Untersuchungen konnten Forscher des MPI für Kohlenforschung erstmals ein neues katalytisches Zwischenprodukt in der Wasseroxidation entdecken. Seit Jahren sucht die Wissenschaft den Schlüssel zu einer effektiven künstlichen Photosynthese, die es der Menschheit ermöglichen würde, praktisch unbegrenzt saubere Energie zu erzeugen. In der modernen Chemie gibt es viele Bemühungen, mit synthetischen Katalysatoren die bemerkenswerte Leistung der Wasseroxidation zu reproduzieren, die in der Natur von photosynthetischen Organismen vollbracht wird. Pflanzen nutzen das Sonnenlicht, um Wasser in…

Biowissenschaften Chemie

Neue Energieumwandlungsschicht für Biosolarzellen

Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat mit Kollegen aus Lissabon eine halbkünstliche Elektrode hergestellt, die in Biosolarzellen Lichtenergie in andere Energieformen umwandeln könnte. Die Technik basiert auf dem Fotosynthese-Protein Photosystem I aus Cyanobakterien. Die Gruppe zeigte, dass sie ihr System mit einem Enzym koppeln konnten, das die umgewandelte Lichtenergie für die Wasserstoffproduktion nutzte. Die Ergebnisse sind im Oktober 2020 online vorab in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht worden. Für die Arbeiten kooperierte die RUB-Gruppe um Panpan Wang, Dr. Fangyuan…

Biowissenschaften Chemie

Die Achillesferse der Tumorstammzellen

Darmkrebsstammzellen haben einen wunden Punkt: das Enzym Mll1. Wird es blockiert, entstehen keine neuen Tumore im Körper. Dies hat nun ein MDC-Team um Walter Birchmeier in Nature Communications gezeigt. Seitdem in Deutschland die Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung eingeführt wurde, sank die Zahl der jährlichen Krebsdiagnosen im fortgeschrittenen Stadium. Denn Krebsvorstufen können nun erkannt und im Rahmen der Untersuchung gleich entfernt werden. Die Sterblichkeit an Dickdarmkrebs ging dadurch zurück – bei Frauen um 26, bei Männern um 21 Prozent. Darmkrebs liegt dennoch…

Biowissenschaften Chemie

Durchfallmittel treibt Krebszellen in den Tod

In der Zellkultur wirkt das gängige Durchfallmittel Loperamid gegen Glioblastomzellen. Ein Forschungsteam der Goethe-Universität Frankfurt hat jetzt den Wirkmechanismus des Mittels aufgeklärt und damit gezeigt, wie der Wirkstoff die Behandlung von Hirntumoren unterstützen könnte, die schwer zu therapieren sind. Hinweise darauf, dass das Durchfallmittel Loperamid in der Therapie von Hirntumoren eingesetzt werden könnte, fand die Arbeitsgruppe um Dr. Sjoerd van Wijk vom Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie der Goethe-Universität bereits vor zwei Jahren. Nun entschlüsselte sie den Wirkmechanismus…

Medizin Gesundheit

Neuer SARS-CoV-2 neutralisierender Antikörper wird klinisch geprüft

Eine wichtige Strategie im Kampf gegen COVID-19 sind neutralisierende Antikörper. Sie können die Viren gezielt ausschalten und haben ein großes Potenzial, effektiv zum Schutz und zur Therapie der Erkrankung eingesetzt zu werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uniklinik Köln (UKK), der Philipps-Universität Marburg (UMR) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) ist es nun gemeinsam mit dem Unternehmen Boehringer Ingelheim gelungen, einen neuen Antikörper zu entwickeln, der das SARS-Coronavirus-2 in vorklinischen Tests unschädlich macht. Der neue Antikörper hat grünes Licht für…

Biowissenschaften Chemie

Die menschlichen Helfer von SARS-CoV-2

Natürliche Variation beeinflusst virusrelevante Proteine Die Funktionsträger der Zelle, die Proteine, ermöglichen als Rezeptoren dem Virus den Eintritt in die Wirtszelle oder helfen ihm bei seiner Vermehrung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und vom Berlin Institute of Health (BIH) haben nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Deutschland und den USA in einer großen Studie die entsprechenden Gene der Helferproteine untersucht. Dabei stießen sie auf eine Vielzahl an Varianten, die die Menge oder die Funktion…

Biowissenschaften Chemie

Ausgehungert – Neuer Wirkstoff hemmt das Wachstum von Krebszellen

Ein neu entwickelter Wirkstoff lässt Krebszellen aushungern, indem er ihre „Kraftwerke“ – die sogenannten Mitochondrien – angreift. Der neue Wirkstoff verhindert das Ablesen der genetischen Information der Mitochondrien. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns, des Stockholmer Karolinska Instituts und der Universität Göteborg berichten in ihrer in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie, dass die chemische Verbindung auch Potential für die Krebstherapie bei Menschen haben könnte. Die Hemmung der Genexpression in Mitochondrien von Mäusen stoppt das Wachstum von Krebszellen Mitochondrien…

Biowissenschaften Chemie

Wie Tentakel, die Beute fangen

Forschende entschlüsseln die Struktur des Molekülkomplexes, der entgiftende Enzyme in Zellen an den richtigen Ort führt. Peroxisomen sind lebenswichtige, membranumschlossene Bläschen, die in jeder Zelle vorkommen. Ein Arsenal aus Enzymen in ihrem Inneren baut schädliche Stoffe ab und entgiftet so die Zelle. Ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Prof. Dr. Bettina Warscheid von der Universität Freiburg, Prof. Dr. Ralf Erdmann von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Christos Gatsogiannis von der Universität Münster, zuvor am Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare…

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