Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bayer und die CuraGen Corporation, New Haven, Connecticut, USA, haben in den ersten vier Monaten ihrer Zusammenarbeit bereits zwölf Zielproteine (Targets) identifiziert, die zur Suche nach innovativen Arzneimitteln für die Behandlung der Zuckerkrankheit und der Fettsucht genutzt werden. Der weltweite Umsatz an Medikamenten für diese zwei Indikationsbereiche wird auf 98 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt. Die bei Fettsucht und Zuckerkrankheit bisher unbekannten Targets wurden mit Hilfe
Ihre Verwandtschaft ist zahlreich – wie zahlreich genau, weiß bis heute niemand: Etwa 20.000 bis 40.000 Bienenarten gibt es weltweit, schätzen Biologen. Dementsprechend schwierig ist es, sie alle auseinander zuhalten. Informatiker und Agrarwissenschaftler der Universität Bonn haben nun ein Computerprogramm entwickelt, das die ökologisch wichtigen Insekten an ihren Flügeln identifiziert. Die Software macht selbst Experten der Bienenbestimmung Konkurrenz. Eine dicke Hummel hängt betäubt unt
Deutsche Krebshilfe finanziert Konsensus-Konferenz Am Montag, dem 18. Juni 2001, trafen sich internationale Experten in Frankfurt zur Konsensus-Konferenz “Früherkennung des Prostata-Karzinoms”. Das Thema ist von großer Bedeutung: Früh erkannte Krebserkrankungen der Prostata sind heilbar, während ein im Spätstadium erkannter Tumor weniger gute Überlebenschancen bietet. Die Experten einigten sich auf Eckdaten zur Früherkennung, die in den nächsten Monaten in eine Leitlinie umgesetzt werden s
Bald Viren-Diagnostik per Chip? Israelische Forscher entwickeln hochempfindliche elektronische Detektion von viralen Nukleinsäuren In der Lebensmittelkontrolle und der medizinischen Diagnostik möchte man Proben zuverlässig aber mit hohem Durchsatz auf viele Krankheitserreger untersuchen. Dazu wird an der Entwicklung von DNA-Chips gearbeitet, die Keime anhand ihres Erbgutes entlarven. Die Schwierigkeit dabei: Die Analytik muss auf einer festen Oberfläche ablaufen, braucht wegen der winzigen
Erste modellfreie Bestimmung der Dissoziationsenergien polyatomarer Systeme gelungen M. Vogel, K. Hansen, A. Herlert und L. Schweikhard Die Frage nach der Stabilität von Molekülen, Fullerenen, Polymeren und Clustern ist fast das gesamte 20. Jahrhundert hindurch eine Kernfrage der physikalischen Chemie gewesen und spielt auch heute noch eine wesentliche Rolle bei der Charakterisierung solcher Teilchen. Die Antwort auf diese Frage liegt in der Dissoziationsenergie, also der Energie, die mindeste
Vom schwersten flugfähigen Vogel der Erde leben nur noch 70 Exemplare in Deutschland – Überlebensstrategien mit Genanalyse und abgezäunten Flächen – Forschungen des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Nur noch 70 bis 75 Großtrappen gibt es in ganz Deutschland. Es sind die schwersten flugfähigen Vögel der Erde. Wie viele Weibchen unter ihnen überleben und erfolgreich brüten müssen, damit diese Tiere in Deutschland als Art erhalten bleiben, hat der Biomathematiker Jürgen Stre
Forschungszentrum Karlsruhe entschlüsselt Mechanismus zur Hemmung von Zellteilung Woher wissen Zellen, wann sie sich teilen müssen und wann die Teilung angehalten werden muss? Im Forschungszentrum Karlsruhe ist ein molekularer “Schalter” gefunden worden, mit dem die Teilung von Zellen gestartet und wieder gestoppt werden kann. Die künstliche Aktivierung dieses Schalters könnte einen Weg zur Hemmung von Krebswachstum eröffnen. Das Verfahren wurde vom Forschungszentrum als Patent angemeldet.
Max-Planck-Wissenschaftler klonieren erstmals ein Uhren-Gen Durch die Zusammenarbeit der Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie in Andechs und des Max-Planck-Instituts für experimentelle Endokrinologie in Hannover haben Forscher erstmals ein Uhren-Gen eines Singvogels kloniert und dessen Vorkommen im Gehirn festgestellt. Auf diese Weise ist es gelungen, die komplizierte Organisation des tagesperiodischen Schrittmachersystems der Vögel auf molekularer Ebene zu zeigen und die Modell-Vorstellun
Kaulquappen in der Schwerelosigkeit – ein Forschungsprojekt auf der ISS
Zugleich eine deutsch-französische Kooperation zwischen Wissenschaft und Schule Am 23. Oktober 2001 startet in Baikonur, Kasachstan, eine russische Trägerrakete mit einer Sojus-Kapsel, um zwei russische Kosmonauten und eine französische Astronautin zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Die Astronautin wird eine Reihe von Experimenten durchführen, darunter das biologische Experiment AQUARIUS-XENOPUS. Es beschäftigt si
Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt zu Magen-Darm-Krebs der Saar-Uni und dem Klinikum Bamberg mit 264.000 DM Die Deutsche Krebshilfe hat Professor Dr. Cornelius Welter, Institut für Humangenetik der Saar-Uni und Professor Dr. Gerhard Seitz, Klinikum Bamberg, den Betrag von 264.000 DM für ein Forschungsprojekt zu Magen-Darm-Krebs bewilligt: “Bedeutung der zum potentiellen Metastasierungs-Kontroll-Gen nm23-H1 homologen nm23-H4, -H6 und -H7-Gene für Magen-Darm-Karzinome”. Das charakt
Studie der FU-Psychiatrie zeigt: Auch bei seelischen Krankheiten bringt eine systematische Therapie bessere Erfolge Wenn Menschen mit Depressionen nach einem wissenschaftlich fundierten “Stufenplan” behandelt werden, sind die Erfolgsaussichten deutlich größer. Dies zeigen die soeben ausgewerteten Daten einer zwischen 1997 und 2000 vorgenommenen Untersuchung, der “BERLINER STUFENPLANSTUDIE” am Fachbereich Humanmedizin der FU/Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF). Während bei körpe
Der Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit, an der gegenwärtig etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Gerade beim Diabetes mellitus haben sich aber eine fachgerechte und umfassende Information der Bürger und Patienten als wesentliche Stütze bei der Prävention und in der Therapie im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe erwiesen. Das Fachinformationssystem Diabetes bietet im Internet ab sofort expertengesteuerte, aktuelle und qualitätsgesicherte Informationen an und nutzt dafür eine für
Bio ist “in”. Das gilt für viele Lebensbereiche, für Nahrungsmittel und offenbar zunehmend auch für Drogen. In der von Professor Dr. Dr. Hinderk M. Emrich geleiteten Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mussten in jüngster Vergangenheit mehrfach Patienten stationär behandelt werden, die nach Einnahme pflanzlicher Drogen unter Verwirrtheitszuständen und Halluzinationen litten. “Natur”- oder “Bio”-Drogen sind Stoffe, die überwiegend
Etwa 80 Prozent der Patienten mit einer tiefen Venenthrombose können ambulant behandelt werden. Das stellten Forscher des Universitätsklinikums Dresden in einer kürzlich im British Medical Journal veröffentlichten Studie fest. Sie untersuchten 117 Patienten, die 1998 und 1999 in einem Zeitraum von zehn Monaten mit dem Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose in die Klinik gekommen waren. Lediglich 25 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Alle anderen wurden ambulant betreut. Die Ther
Der Krebs-Kompass, das führende deutschsprachige Internetportal für Krebspatienten und Angehörige, startet ab 19.06.2001 eine eigene Suchmaschine sowie einen Internetkatalog. Wer einmal in einer Internet-Suchmaschine das Suchwort “Krebs” eingegeben hat und hauptsächlich Astrologieseiten gefunden hat, weiß, vor welchen Problemen Tausende Krebspatienten jeden Tag stehen. Eine bahnbrechende Neuerung stellt daher die Installation der “Krebs-Kompass Suchmaschine” dar, die ständig ca. 20000 Internets
In einem an diesem Wochenende in Bad Honnef bei Bonn stattfindenden internationalen Treffen von Delegierten aus 23 Ländern wurde Kopenhagen aus mehreren Bewerbungen als künftiger Sitz des Sekretariats des Globalen Informationsnetzes zur Biologischen Vielfalt (Global Biodiversity Information Facility, GBIF) ausgewählt. Damit wurde der Grundstein in der Umsetzung des ehrgeizigen Arbeitsprogramms dieser Organisation gelegt, die den weltweiten Austausch wissenschaftlicher Information zur biologischen Vielfal