Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Über ein Viertel aller Medikamente werden heute bereits mit Hilfe der Bio- und Gentechnologie hergestellt. Bislang stammen die Wirkstoffe wie zum Beispiel Insulin, Interferon oder Impfstoffe gegen Gelbsucht vor allem aus Bakterien oder Zellkulturen von Tieren. Allerdings haben diese Herstellungsverfahren einige Nachteile: Die mikrobiell oder in Säugetierzellkulturen produzierten Proteine können Immunreaktionen auslösen oder Pathogene wie HIV oder Hepatitisviren übertragen. »Pflanzen hingegen erzeuge
Vorgestellt werden auch die Ergebnisse der jüngsten Studie zur Behandlung von Blutkrebs, die die Leipziger Krebsforscher gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Fred Hutchinson Forschungszentrum der Universität Washington und dem Veterans Affairs Medical Center, Seattle, sowie der Stanford Universität angefertigt haben und die jüngst im Journal der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie “Blood” veröffentlicht wurde. Die neue Methode eignet sich auch für die Behandlung des Non-Hodgkon-Lymphoms.
In der öffentlichen Diskussion wird immer wieder auf den Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der Kindheit und Hautkrebs, insbesondere dem Schwarzen Hautkrebs (Melanom), hingewiesen. Wissenschaftler der Universitäten Ulm und München haben jetzt Hinweise darauf gefunden, daß neben Sonnenbränden in der Kindheit gerade auch das Sonnenverhalten im Erwachsenenalter (etwa im Urlaub) ein relevanter Risikofaktor für die Melanomerkrankung ist.
1996 bis 1997 führten Dr. Peter Kaskel, PD Dr. Gertraud
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken wichtigen Signalempfänger bei der Embryonalentwicklung / Signalkette möglicherweise auch bei der Krebsentstehung involviert
Bei der Entschlüsselung der komplexen Signalketten, die das Verhalten von Zellen in der frühen Embryonalentwicklung steuern, sind Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Herbert Steinbeisser vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen jetzt einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Sie konnten einen Rezeptor i
Max-Planck-Wissenschaftler entschlüsseln Wechselwirkung zwischen Antibiotika und bakteriellen Ribosomen und weisen neue Wege für die Antibiotika-Entwicklung
Dass bestimmte Antibiotika die Protein-Biosynthese in bakteriellen Ribosomen blockieren, war schon seit längerem bekannt – nicht aber der genaue Mechanismus. Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe für Ribosomenstruktur der Max-Planck-Gesellschaft in Hamburg (Leitung: Prof. A.Yonath) und der Ribosomen-Arbeitsgruppe am Max-Planck-Insti
Neue Techniken in der Blutstammzelltransplantation verbessern die Transplantationsergebnisse bei Kindern mit Leukämien
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Pädiatrischen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation in Freiburg diskutieren diesen Donnerstag und Freitag Kinderärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Transplantation von Stammzellen aus Blut und Knochenmark. Diese Form der Behandlung wird i
An Brustkrebs erkrankt etwa jede zehnte Frau in der westlichen Welt im Laufe ihres Lebens. Mit jährlich rund 40 000 neuen Ausbrüchen in Deutschland sind diese Karzinome die häufigste Todesursache bei Frauen mittleren Alters. Daher wurde als Routineverfahren zur Frühdiagnose die Röntgenmammografie etabliert. Mit Erfolg, denn seit ihrer Einführung sank in Deutschland die Sterberate um rund 30 Prozent. Eine schonendere Methode, die ohne belastende Röntgenstrahlung auskommt, zeichnet sich ab: die hochau
Gesichtsfeldeinschränkungen (z. B. Hemianopsie, Skotome, Quadrantenanopsie) sind die häufigsten visuellen Wahrnehmungsstörungen infolge einer cerebralen Verursachung (z. B. Apoplex, Schädel-Hirn-Trauma, Tumor). Ein Großteil dieser Patienten kann jetzt mit einer weltweit einmaligen computergestützten Therapie am heimischen Computer ihre volle Sehkraft wieder erlangen.
Nachdem klinische Studien belegt haben, dass Sehrestfunktionen im Bereich zwischen intaktem und blindem Gesichtsfeld m
Qualifizierte Screeningprogramme zur Früherkennung von Brustkrebs, die sich modernster Diagnosemittel bedienen, können dazu beitragen, die Mortalitätsrate zu senken. Die MeVis Technology GmbH & Co. KG, Bremen (MeVis Technology), als Hersteller von Softwarelösungen für die Bildschirmbefundung medizinischer Bilder und der Siemens-Bereich Medical Solutions (Siemens) als einer der führenden Produzenten digitaler Mammographiegeräte haben jetzt das Joint-Venture MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen, (
Zweifel an Wirksamkeit des Mammographie-Screenings von Krankenkassen und Ärzten zurückgewiesen
“Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening ist die wirksamste Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung”. Mit diesen Worten weist Dr. med. Bernd Metzinger vom IKK-Bundesverband, Vorsitzender des Beirates der Planungsstelle “Mammographie-Screening”, die vor wenigen Tagen in der medizinischen Zeitschrift “Lancet” veröffentlichte Kritik zweier dänischer Wissenschaftler zurück. Neuere Untersuchu
Beim Kauf von Mineralwasser sollte man aufmerksam sein. “Ein hoher Preis garantiert noch lange nicht gute Qualität”, fasste Professor Dr. Hans-Georg Classen von der Universität Stuttgart-Hohenheim auf der 8. Tagung der Deutschen Gesellschaft fuer Ernährung Anfang Oktober in Stuttgart-Hohenheim zusammen.
Zusammen mit Dr. Heimo Schimatschek, ebenfalls von der Universität Stuttgart-Hohenheim, hatte Classen in den Jahren von 1997 bis 2000 bundesweit 17.271 Trinkwasserproben und 150 Mineralwässe
Rund vier Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an chronischen Wunden. Zu ihnen gehören Druckgeschwüre, die besonders häufig im Beckenbereich bettlägeriger Patienten und bei längeren Operationen auftreten. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen “Otto von Guericke” (AiF) haben Wissenschaftler aus Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen gemeinsam eine druckentlastende Auflage für den Operationstisch entwickelt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und
Kulturwissenschaftliche Analyse in DFG-Projekt “Schwindelerfahrungen” an der Freien Universität Berlin.
“Oft mit vegetativen Erscheinungen wie Übelkeit, Herzklopfen, Schweißausbrüchen und Erbrechen einhergehendes unangenehmes Gefühl des gestörten Körpergleichgewichts.” So beschreibt Meyers großes Taschenlexikon den Begriff “Schwindel” (Vertigo). Im Thesaurus finden wir unter dem selben Wort Synonyme wie: Lüge, Ausrede, Unsinn, Erfindung, Täuschung und Betrug. W
Trendbericht 2000 zu Verlauf und Quellen von Lebensmittelinfektionen im Internet
Im Jahr 2000 ist zwar die Zahl der gemeldeten Fälle lebensmittelbedingter Infektionen gleich geblieben; insgesamt wurden in Deutschland wie im Vorjahr 200 0000 Erkrankungen gemeldet. Untersuchungen der Bundesländer zeigen jedoch, dass die Zahl der Lebensmittelproben, die mit Zoonoseerregern belastet waren, im Vergleich zu 1999 zum Teil deutlich zugenommen hat. Seit 1996 wird im BgVV auf der Grundlage der
BgVV fordert intensivere Kontrollmaßnahmen
Geflügelfleisch ist nach wie vor eine zentrale Quelle von Lebensmittelinfektionen. Probleme bereiten vor allem bakterielle Krankheitserreger wie Salmonellen und Campylobacter-Bakterien, gegen deren Verbreitung in den Geflügelbeständen noch kein wirksames Mittel gefunden wurde. Auch beim Schlachtvorgang verhindern die praktizierten Hygienemaßnahmen die Verbreitung dieser Keime nicht in ausreichendem Maße. Die in den letzten Jahren vorgenommene
Marathonlaufen erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. Dies berichtet der amerikanische Forscher Arthur J. Siegel im “American Journal of Cardiology”.
Die Wissenschaftler des McLean Hospital in Belmont, Massachusetts, hatten Läufer mittleren Alters untersucht, die zwischen 1996 und 2001 am jährlichen Marathon in Boston teilnahmen. In verschiedenen Studien konnten sie den Anstieg spezifischer Eiweiße nachweisen, die auf Herzerkrankungen hinweisen.
So belegte eine Studie aus