Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) hat den Konsens des Runden Tisches im Gesundheitswesen, der heute in Groß-Ziethen bei Berlin tagte, zur Krankheitsvorbeugung begrüßt. VDGH-Geschäftsführer Dierk Meyer-Lüerßen betonte in Frankfurt, die vom Runden Tisch empfohlene übergreifende Organisation, die als Stiftung oder Fonds die Planung und Finanzierung von Vorsorgemaßnahmen koordinieren solle, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müsse es darum gehen, die vorhandenen Präventionsa
Die Zuckerkrankheit Diabetes beruht auf einem kontinuierlich erhöhten Blutzuckerspiegel, da die Bauchspeicheldrüse zuwenig Insulin für die Zuckerverwertung produziert. Die genaue Kenntnis der Zuckerproduktion ist von besonderem Wert im Hinblick auf Diagnose- und Behandlungsmethoden. Prof. Michael Roden von der Universitätsklinik für Innere Medizin III der Universität Wien, hat, unterstützt vom FWF, eine Methode entwickelt, die die Bestimmung der Zuckerproduktion und vor allem der Zuckerneubildung v
Deutsche Wissenschaftsorganisationen appellieren an die Politik Die Präsidenten und Vorsitzenden aller in der Allianz zusammengeschlossenen deutschen Wissenschaftsorganisationen unterstützen die Haltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Frage der Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen. In einem Schreiben an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und die Fraktionsvorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Parteien spricht sich die Allianz dafür aus, die bestehende rechtlic
Die Gesellschaft für Genetik (GfG) unterstützt die Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Vorgehen bei der Erforschung menschlicher embryonaler Stammzellen. Mit diesem Thema wird sich der Deutsche Bundestag am 30. Januar 2002 befassen. Die GfG befürwortet wie die DFG insbesondere, dass der rechtlich zulässige Import von embryonalen Stammzell-Linien bestehen bleibt. Der Import soll sich auf Zell-Linien beschränken, die aus “überzähligen” Embryonen gewonnen wurden. Hie
Regierung fördert Biotechnologie – Vorwiegend Einsatz für Ertragssteigerung von Pflanzen Mit Unterstützung der Regierung hat sich China hinter den USA auf dem Gebiet der grünen Biotechnologie auf den zweiten Platz gehievt. Eine Studie der University of California, Davis, hat ergeben, dass China, abgesehen von Nordamerika, an mehr biotechnologisch hergestellten pflanzlichen Produkten arbeitet als jedes andere Land. Chinesische Forschungsinstitute behaupten, bereits 141 genmanipulierte Pfl
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI): Fünf Forschungsprojekte wurden 2001 zur Förderung ausgewählt Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) hat die ausgezeichneten Forscher des Jahres 2001 bekannt gegeben. Es wurden Fördermittel für fünf richtungsweisende Forschungsprojekte über Ursachen-, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der Alzheimer-Krankheit in Höhe von EUR 351.923 (DM 688.301) von der AFI bereitgestellt. Ausgezeichnet wurden die Arbeiten von Privat-Dozentin Dr. Anne Eckert
Kliniken in Niedersachsen und Bremen haben eine Arbeitsgemeinschaft gegründet Im Januar 1986 wurde erstmals an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine Knochenmark-Transplantation durchgeführt, die tausendste erfolgte vor wenigen Wochen: Damit ist die aufwendige Therapie 243-mal bei Kindern, 757-mal bei Erwachsenen eingesetzt worden. Blutkrebs und bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems werden ebenso behandelt wie angeborene Erkrankungen des Immunsystems und Stoffwechsels
Die Merck KGaA hat heute bestätigt, dass ihre europäischen Studien für das biologische Krebsmedikament C225 (Cetuximab, Erbitux[tm]) wie geplant weitergeführt werden. Merck hält die Rechte an C225 außerhalb Nordamerikas, mit Ausnahme von Japan, wo Merck, Bristol-Myers Squibb und ImClone Systems Incorporated (Nasdaq: IMCL) Entwicklungs- und Vermarktungsrechte halten. ImClone Systems hatte im Dezember 2001 bestätigt, dass die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) den
Mäßiger Alkoholgenuss soll Erkrankungs-Risiko um 42 Prozent reduzieren Geringe Alkoholmengen reduzieren das Demenz-Risiko bei älteren Menschen. Die Art des konsumierten Alkohols spielt dabei keine Rolle. Das behaupten zumindest Forscher der Erasmus University Medical School in Rotterdam. Die Wissenschaftler verglichen das Demenz-Risiko zwischen Testpersonen, die regelmäßig Alkohol tranken, und Alkoholmeidern. Bisher war bekannt, dass leichter bis mittlerer Alkoholgenuss das Risiko für He
Methode der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum will Gefahren deutlich vor Augen führen – DBU fördert
Wenn der Test, an dem der Bochumer Klinik-Kinderarzt Dr. Thomas Nüßlein arbeitet, allgemein verfügbar werden sollte, werden zukünftig die Chancen für Babys steigen, dem plötzlichen Kindstod zu entgehen. Ähnlich wie bei einem Cholesterin-Test könnten Schwangere exakt, schnell und ohne apparativen Aufwand anhand konkreter Zahlen selbst feststellen, wie sta
Die Gefäßambulanz des Uniklinikums Dresden arbeitet seit August letzten Jahres an einer Studie zum vieldiskutierten Economy-Class-Syndrom. Ziel ist es, zu klären, ob Langstreckenflüge, wie seit längerem vermutet, ein erhöhtes Thromboserisiko bergen. Um aussagefähige Daten zu erhalten, werden die Venen von Passagieren, die einen Flug von mindestens acht Stunden antreten, bis zu einer Woche vor dem Abflug bzw. bis zu 48 Stunden nach der Rückkehr mit Ultraschall auf Thrombosen untersucht. Dabei werden
Erstmals haben Biologen eine Fleisch fressende Pflanze gefunden, die sich auf eine Beute spezialisiert hat: Es handelt sich um eine tropische Kannenpflanze mit einer Vorliebe für Termiten. Über diese Entdeckung berichteten die Wissenschaftler von den Universitäten Frankfurt/Main, Brunei und Würzburg Anfang Januar in der Zeitschrift “Nature”. Kannenpflanzen verhalten sich beim Beutefang in der Regel nicht wählerisch. Ihre Blätter sind zu schlauchartigen Gebilden geformt, deren oberer Rand
Molekularer Aufbau des Ödemfaktors soll Entwicklung eines Gegenmittels erleichtern Wissenschaftler des Boston Medical Research Institute und der University of Chicago haben die 3D-Struktur des Ödemfaktors, einer Komponente des tödlichen Milzbrandtoxins, aufgeklärt. Somit ist nun der molekulare Aufbau aller drei Bestandteile des Toxins bekannt. Die Kenntnisse der Molekülstruktur des Giftstoffs soll die Entwicklung eines Gegenmittels erleichtern. Zurzeit gibt es noch kein Medikament gegen
Chemiker aus Utrecht haben in einem Projekt der niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) einen Katalysator für die Feinchemie entwickelt. Miniröhrchen aus Grafit bilden den Träger des Katalysators. Doktorand Tijmen Ros testete den Katalysator erfolgreich mit einer Standardreaktion. Inzwischen machen Mitforscher den Katalysator tauglich für die Produktion des Geruchs- und Geschmackstoffs Zimtalkohol. Kohlennanofiber werden laut den Utrechter Forschern aktive Koh
Forscher aus Rotterdam haben bei einem Gen nachgewiesen, dass es bei der sauberen Reparatur des DNA hilft. Ohne dieses Gen repariert der Körper den Schaden am DNA öfter auf unsorgfältige Art und Weise. Das führt zu neuen Schäden die wiederum zu Krebs führen können. Schlechte Reparatur des DNA-Schadens kann Mutationen verursachen und zu Krebs führen. Zellbiologen aus Rotterdam studierten in einem Projekt der niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) die Reparatur
Ratten-Ovarien im aufgetautem Zustand nicht voll leistungsfähig aber funktionstüchtig Wissenschaftlern der McGill University in Montreal www.mcgill.ca ist es gelungen, tiefgekühlte Organe zu transplantieren, ohne ihre Funktion zu zerstören. Das Team um Roger Gosden lagerte Eierstöcke von Ratten in flüssigem Stickstoff, um sie anschließend erfolgreich in genetisch idente Ratten zu verpflanzen, so ein Bericht in der aktuellen Online-Ausgabe des Fachmagazi